Budapest

The last time I was in Hungary was nine years ago on a weekend trip from Vienna. Then visiting Budapest meant taking a slow regional train to the Austrian border, going through the usual passport formalities, and then walking to your slow regional Hungarian train on the other side. Things have changed quite a bit. Now the brand new Railjet high speed train zips you from Vienna to Budapest in total comfort and with no passport checks as Hungary is now part of the Schengen Zone. The border at Hegyeshalom, however, is still fairly apparent as everything suddenly looks just a bit dirtier and run down and much less Austrian.

Signs of Hungary’s development are everywhere. Wind turbines now dot the landscape and foreign retailers have moved in in droves. Budapest is a good deal cleaner than I remember it. Much of the black soot has been scrubbed off the walls of buildings, there is a brand new Tram line in the city, and everywhere you see renovations and modernization projects. Hungary has clearly also become a good deal wealthier, although I do doubt some of the official statistics of only $12,879 per capita GDP and one of the world’s lowest Gini coefficients. On every street corner now in Budapest you can find expensive cars and high end boutiques, but also homeless people picking through garbage cans. I’d be curious to know if the countryside has shared much of this new prosperity. And in the surest sign that Hungarians are now well on their way to becoming fully fledged Western Europeans, some have now taken to resenting Americans for no particular reason. And so it was that our taxi driver, with no sense of irony, took to berating America as a land of no “gentlemen,” apparently because we do not much like being ripped off by assholish taxi drivers.

Budapest is also now firmly on the tourist trail and not without reason. It has a remarkably rich history as the second city of the Austro-Hungarian empire.  The mighty Danube runs straight through it and features more prominently in the city’s character than just about any river in any city. The former imperial palace on the hills of Buda are a joy to look at, as is the colorful mosaic roof of the Matthis Church, and the neo-gothic Parliament has to be one of the prettiest such buildings anywhere in the world. It’s lovely, and it’s just like at least a dozen other cities in Europe.

What makes Budapest such a disappointment is that it doesn’t offer the visitor much other than a few nice buildings to look at. Budapest just isn’t quite ready to handle the 2.3 million visitors it receives each year, although it certainly knows how to charge them for everything. Prices for most things have climbed by 20-40% since the 2009 publishing of our guide. The museums are hugely disappointing. Despite having soviet-era staffing levels (3 bored-looking people at the coat check?) they don’t seem to have gotten around to getting adequate English descriptions on the exhibits. The Terror House Museum, covering the dreaded AVH Secret Police in Post War Hungary promised much, and delivered scarcely more than a long Wikipedia page. Though there is a helpful printed English description of a particular historic event in each room, the exhibits themselves are mostly either black-and-white historical footage with no subtitles or mundane objects, leaving the visitor to wonder what relevance they have to the description.

Perhaps it is because we very recently visited Paris that Budapest feels like such a disappointment. We’ve also learned that, in general, cities bore the hell out of us. It takes something truly special in a city to get us excited, and Budapest just doesn’t have it.

Budapest’s Parliament, Parlament in Budapest

Tourists are informed that they will be charged to walk up the short flight of stairs to the Fisherman’s Bastion, Touristen werden informiert, dass sie bezahlen müssen, wenn sie kurz die Treppen der Fischerbastei hochsteigen wollen.

Mosaic roof of the Matthias Church, Mosaikdach der Matthiaskirche

Als ich das letzte Mal in Ungarn war, war das 9 Jahre her und ein Wochenendausflug von Wien. Damals bedeutete ein Besuch in Budapest, dass man eine langsame Regionalbahn zur Grenze von Österreich nehmen, die bekannten Passkontrollen durchlaufen und dann zu einer langsamen ungarischen Regionalbahn auf der anderen Seite laufen musste. Die Dinge haben sich seitdem sehr verändert. Jetzt bringt dich der brandneue Railjet in Windeseile von Wien nach Budapest, ganz bequem und ohne Passkontrollen, da Ungarn nun zur Schengenzone gehört. Die Grenze bei Hegyesshalom kann man allerdings trotzdem noch erkennen, da alles plötzlich etwas schmutziger und heruntergekommener erscheint und nicht mehr so aussieht wie in Österreich.

Die Anzeichen der Entwicklung in Ungarn sind überall zu erkennen. Windräder schmücken nun die Landschaft und ausländische Firmen haben es sich in Scharen bequem gemacht. Budapest ist viel sauberer, als ich es in Erinnerung habe. Das meiste des schwarzen Ruß wurde von den Gebäuden entfernt, es fährt eine brandneue Straßenbahn in der Stadt und überall sieht man, dass renoviert und modernisiert wird. Ungarrn ist auch ganz klar reicher geworden, obwohl ich bei einigen offiziellen Statistiken meine Zweifel habe, dass z.B. dass das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von nur 12.879 $ einer der niedrigsten Gini-Koeffizienten der Welt sein soll. An jeder Straßenecke in Budapest sieht man jetzt teure Wagen und edle Boutiquen, aber auch obdachloche Menschen, die den Müll durchwühlen. Mich würde mal interessieren, ob der Wohlstand auch bis aufs Land vorgedrungen ist. Und das sicherste Zeichen, dass die Ungarn nun auf dem besten Weg sind, richtige Westeuropäer zu werden, erkennt man daran, dass sie Amerikaner ohne bestimmten Anlass nicht leiden können. So war das bei unserem Taxifahrer, der ohne jede Ironie Amerika als ein Land ohne „Gentlemen“ bezeichnete, anscheinend weil wir es nicht sonderlich leiden können, von Arschloch-Taxifahrern abgezockt zu werden.

Budapest ist auch fest zu einer Touristenstadt geworden und das nicht ohne Grund. Die Stadt hat wegen seiner Position als zweite Stadt im Kaiserreich Österreich-Ungarn eine bemerkenswert reichhaltige Geschichte. Die mächtige Donau fließt direkt durch die Stadt und bildet ihren Charakter, wie viele andere Flüsse in anderen Städten. Der ehemalige Königspalast auf den Hügeln von Buda ist ein Augenschmaus, genauso wie das bunte Mosaikdach der Matthias-Kirche, und das neugothische Parlament muss eins der schönsten Gebäude dieser Art auf der Welt sein. Die Stadt ist wirklich schön, so wie mindestens ein Dutzend anderer Städte in Europa.

Was Budapest eher zu einer Enttäuschung macht, ist dass es dem Besucher nicht viel mehr bietet als ein paar schöne Bauten. Budapest kommt noch nicht ganz mit dem Besucherandrang von 2,3 Millionen Touristen im Jahr zurecht, obwohl man weiß, wie man Touristen für alles zahlen lässt. Die Preise für die meisten Dinge sind seit der Veröffentlichung unseres Reiseführers 2009 um 20-40% gestiegen. Die Museen sind eine große Enttäuschung. Trotz der Mitarbeiterzahl wie zu Sowjetzeiten (3 gelangweilte Leute bei der Garderobe?) scheint man noch nicht dazu gekommen zu sein, die Ausstellungen mit passenden Beschreibungen auf Englisch zu versehen. Das Terror-Museum, das sich mit der furchtbaren AVH-Sicherheitspolizei in Ungarn nach dem Krieg beschäftigt, versprach viel, aber zeigte nicht viel mehr als eine lange Wikipedia-Seite. Obwohl es in jedem Raum eine hilfreiche Beschreibung auf Englisch für ein bestimmtes geschichtliches Ereignis gibt, besteht die Ausstellung selbst meist nur aus Filmausschnitten in schwarz-weiß ohne Untertitel oder banalen Gegenständen, bei denen sich der Besucher wundert, welche Beziehung sie zu der Beschreibung haben.

Vielleicht liegt es auch daran, weil wir vor kurzem in Paris waren, dass Budapest eher eine Enttäuschung ist. Wir haben auch gelernt, dass wir uns generell in Städten zu Tode langweilen. Die Stadt muss schon etwas Besonderes haben, damit sie uns gefällt und das ist bei Budapest einfach nicht so.

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