The Făgăraş Mountains in Romania

One of the things you can do when you’re in Transylvania is a multi-day hike in the Făgăraş Mountains. Apparently, these mountains offer some of the best hiking in Europe outside of Switzerland so we gave it a try, and ventured out for three days to explore the scenery.

We started out from Sibiu, a charming city, and designated a European Cultural Capital in 2007. We took a local train to a town called Ucea, about 2 hours away, from which we had to get to Victoria, 7 km further. Since there were no buses, we started walking. Luckily, a friendly young Romanian guy gave us a ride without us even asking, and about 4.5 hours later, we arrived at Cabin Turnuri at 1,520 m.

During the first night at the cabin we had mixed emotions. First of all, it was cold, very cold. Second, we got to the cabin relatively early and had really nothing to do for the rest of the day. We kept thinking “Why are we doing this?”, “Why can’t we just be in Somerville and warm?” To warm us up, the host cooked us a tasty hot vegetable soup, and later the heat from the kitchen moved over to the rest of the cabin, so it was bearable.

The second day we set out to the next stop, Cabin Podragu at 2,136 m. Leaving most of our stuff there, we climbed up the highest peak in Romania, Moldoveanu at 2,544 m. Tired after a day of hiking, we were looking forward to a warm night at the cabin. Wrong! There was no heating and when asked if she could make a fire, the hostess gave us a scowling “no”, telling us (from her heated kitchen with a closed door) “I know it’s cold, I can feel it”. With a temperature of 50 degrees in our bedroom, three thick blankets each, and two Germans who had a lot of bean soup for dinner, we somehow made it through the night without turning into ice blocks.

On day 3, we decided to hike to the next cabin, Bâlea Lac. Had we known that the hike was 5 hours of arduous up and down, we might just have gone back to the valley the other (and easier) way. The hike ended at the Transfăgărăşan Road, about 15 km from the next town. Again, we started walking, and were picked up by a friendly German, who drove us all the way to Sibiu, sparing us a horrible walk and probably a night at a deserted guesthouse in the middle of nowhere.

The Făgăraş Mountains are indeed stunning and the landscape is spectacular. However, you can’t compare the rest to anything in Switzerland. The lack of heat was pure torture for us, and the excuse was that it wasn’t economical to lug up wood for only a few people. In that respect, Romania can still learn a lot from Switzerland, and if you want to have a better time, you should probably come in August when the nights are warmer. But if you’re into hiking like we are, this mountain range can offer you a lot of rewarding views for your efforts.

(Turnuri)

(Podragu)

Eins der Dinge, die man in Transilvanien machen kann, ist eine mehrtägige Wanderung im Făgăraş-Gebirge. Die Berge dort bieten anscheinend mitunter die besten Wanderungen außerhalb der Schweiz, also wollten wir das mal ausprobieren und machten uns auf für drei Tage, um die Landschaft zu entdecken.

Wir begannen in Sibiu, einer bezaubernden Stadt, die 2007 auch Kulturhauptstadt Europas war. Wir nahmen eine Regionalbahn zu einem Ort namens Ucea, ca. 2 Stunden entfernt, von wo aus wir weiter nach Victoria mussten, noch mal 7 km weiter. Da es keine Busse dorthin gab, fingen wir an zu laufen. Glücklicherweise nahm uns ein freundlicher, junger Rumäne mit, ohne dass wir ihn überhaupt fragten, und ungefähr 4,5 Stunden später kamen wir bei der Hütte Turnuri auf 1.520 m Höhe an.

Am ersten Abend hatten wir gemischte Gefühle. Erst mal war es kalt, sehr kalt. Zweitens kamen wir relativ früh bei der Hütte an und hatten nicht wirklich viel für den Rest des Tages zu tun. Wir dachten ständig “Warum machen wir das?”, “Warum können wir nicht in Somerville sein, wo es warm ist?” Um uns aufzuwärmen, kochte der Wirt uns eine leckere, heiße Gemüsesuppe und später zog die Wärme aus der Küche in den Rest der Hütte, so dass man es aushalten konnte.

Am zweiten Tag machten wir uns zu unserem zweiten Ziel auf, der Podragu-Hütte auf 2.544 m. Dort ließen wir das meiste von unserem Gepäck stehen und bestiegen den höchten Gipfel in Rumänien, Moldoveanu auf 2.544 m Höhe. Müde von unserer Tageswanderung freuten wir uns auf einen warmen Abend in der Hütte. Fehlanzeige! Es wurde nicht geheizt und als wir die Wirtin fragten, ob sie den Kamin anmachen könne, sagte sie nur “nein” und (aus ihrer beheizten Küche mit geschlossener Tür) “Ja, ich weiß, dass es kalt ist, ich spüre es.” Mit einer Temperatur von 10 Grad in unserem Zimmer, drei dicken Decken pro Person und zwei Deutschen, die zu viel Bohnensuppe zu Abend gegessen hatten, kamen wir doch irgendwie durch die Nacht, ohne zu einem Eisblock zu erstarren.

Am Tag 3 entschlossen wir uns zu einer Wanderung nach Bâlea Lac, der nächsten Hütte. Wenn wir gewusst hätten, dass es sich dabei um 5 anstrengende Stunden hoch und runter handeln würde, dann hätten wir den anderen (und einfacheren) Weg ins Tal genommen. Die Wanderung endete an der Transfogarascher-Hochstraße, ca. 15 km vom nächsten Ort entfernt. Also fingen wir wieder zu laufen an und wurden von einem freundlichen Deutschen mitgenommen, der uns bis nach Sibiu fuhr und uns einen schrecklichen Weg zu Fuß und wahrscheinlich eine Nacht in einer Pension im Niemandsland ersparte.

Das Făgăraş-Gebirge ist wirklich umwerfend und die Landschaft beeindruckend. Aber man kann den Rest jedoch nicht mit der Schweiz vergleichen. Die fehlende Heizung war der absolute Horror für uns und die Ausrede war, dass es ja nicht wirtschaftlich sei, Holz für nur ein paar Leute anschleppen zu lassen. In dieser Hinsicht kann Rumänien noch einiges von der Schweiz lernen und wenn man eine schönere Zeit verbringen will, dann sollte man vielleicht besser im August kommen, wenn die Nächte wärmer sind. Aber wenn man so gerne wandert wie wir, dann bekommt man in diesem Gebirge doch sehr viele tolle Aussichten für seine Bemühungen geboten.

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