Martha’s Vineyard in the Fall

Since I moved to Massachusetts in 2005, I had only been to Cape Cod once until 2012. This summer, Matt and I were able to go on that awesome cycling trip that took us from Provincetown all the way to Plymouth over the course of 6 days. Man, do I love the area here. Another thing on the bucket list was the island of Martha’s Vineyard south of the Cape, and what better excuse did I have this year to go out there and take my mom, who came to visit in September for the first time in 7 years.

The first time I heard about Martha’s Vineyard was in college in Germany in my linguistics class when we learned about a special sign language on the island that became extinct in 1952. It was so special because of an unusually large deaf community there. Since deafness is a recessive hereditary trait, many islanders found themselves with both hearing and deaf siblings. To give you some perspective, the town of Chilmark had “the highest concentration of deaf people around” with an average of 1 in 25. The sign language was so wide-spread that hearing people were fluent and would even use it when no deaf people were around. Isn’t that something? When I learned about all this, I had no idea I would move to Massachusetts after graduation.

But now back to the main story. Martha’s Vineyard is a charming island that offers its visitors a variety of things to do. I personally love the ocean, even though I’m not a beach person (I get bored fast baking in the sun and my skin doesn’t really agree with that, either). From past posts and activities that we’ve done, you can tell I’m best entertained with lots of outdoor activities, and with Martha’s Vineyard I had hit the jackpot. For more low key activities, you can leisurely stroll around the charming streets of Oak Bluffs and Edgartown, and check out the Tabernacle Campground (damn, were those gingerbread cottages cute). When you’re done, spoil yourself with some great seafood at the Side Car Cafe and some local brew at the Offshore Ale Company. Just ignore the peanut shells on the ground, it’s supposed to be charming, but in reality a mess. My mom wanted to get her broom and sweep. She also tried her first oysters there, what a great experience!

But the fun doesn’t need to stop there. Martha’s Vineyard has a great network of dedicated bike lanes, which let you explore about half of the island at your own pace. Credit to my mom, we did about 38 miles one day, covering different towns and visiting some interesting sights, like the Polly Hill Arboretum (OK), an alpaca farm (interesting enough) and Katama beach (very nice). It wasn’t so much the destinations but the journey that I liked the most. Every day we tried some different routes, for example the East and West Chop loop, and if you want, you can even bike over to the other side of the island. We didn’t do that because there are no bike lanes beyond West Tisbury, and you would have to share the road with the cars. Plus, it’s a very hilly route and I didn’t want to torture my mom too much. For an overview of bike options on the Vineyard, check out this page.

In general, there is no need to bring your car to the island. You can get around easily by bike or simply by bus. The Martha’s Vineyard Transit Authority connects every town and fares are low. You pay $1 per town each way, including the town of origin, or get a simple day pass for $7, which already pays for itself when you go from Oak Bluffs to the clay cliffs of Aquinnah on the other side of the island (highly recommended by the way). Oh, and seniors pay half, you just need to ask. You can park your car at the Steamship Authority parking lot, take the free shuttle to Woods Hole and then board the ferry from there (no need for reservations). Rates were $10 a day (off-season) and the lot itself was in Falmouth, about 4 miles away. I believe it changes according to the season. On the way back, we skipped the shuttle and took the Shining Sea Bikeway to make it back to Falmouth, a lovely way to end our 4-day trip there (right before the rain started). I’ll be back for sure. Go in the fall, it’s nice and quiet there.

Seit meinem Umzug 2005 nach Massachusetts war ich bis 2012 nur einmal auf Cape Cod. Diesen Sommer hatten Matt und ich die tolle Möglichkeit, eine sechstägige Radtour von Provincetown nach Plymouth zu machen. Mann, wie gut mir die Gegend hier gefällt. Auf meiner Liste war auch die Insel Martha’s Vineyard südlich von Cape Cod, und was hatte ich dieses Jahr denn für eine bessere Ausrede als meine Mutter dort mit hinzunehmen, als sie mich im September zum ersten Mal nach 7 Jahren besuchte.

Ich hörte das erste Mal von Martha’s Vineyard, als ich an der Uni in Deutschland in meinem Linguistikkurs etwas über eine besondere Gebärdensprache auf der Insel lernte, die 1952 ausstarb. Sie war so besonders, weil es dort sehr viele Gehörlose gab. Da es sich bei Taubheit um eine rezessive Erbkrankheit handelt, hatten viele Inselbewohner gleichzeitig taube Geschwister und welche, die hören konnten. Um das bisschen in einen Kontext zu setzen, die Stadt Chilmark hatte den höchsten Anteil an gehörlosen Menschen mit einem Durchschnitt von 1 zu 25. Die Gebärdensprache war so weit verbreitet, dass hörende Menschen sie fließend konnten und sie sogar benutzten, wenn gar keine Gehörlosen anwesend waren. Das ist schon mal was, oder? Als ich das alles lernte, hatte ich keine Ahnung, dass ich nach der Uni nach Massachusetts ziehen würde.

Jetzt aber zurück zum Hauptteil. Martha’s Vineyard ist eine zauberhafte Insel, die ihren Besuchern eine Vielfalt von Dingen bietet. Ich persönlich mag ja das Meer, obwohl ich kein Strandgänger bin (mir wird schnell langweilig, wenn ich in der Sonne brate und meiner Haut gefällt das auch nicht besonders). Von vorhergehenden Blogeinträgen und Aktivitäten, die wir gemacht haben, könnte ihr sicher entnehmen, dass ich am meisten Spaß habe, wenn ich draußen sportlich unterwegs bin und bei Martha’s Vineyard hatte ich das große Los gezogen. Wenn man es etwas ruhiger angeht, dann kann man schön in den Straßen von Oak Bluffs und Edgartown spazieren gehen und sich den Tabernacle-Campingplatz anschauen (ach, was waren die Lebkuchenhäuschen süß). Wenn man das gemacht hat, dann kann man es sich mit richtig gutem Fisch und Meeresfrüchten im Side Car Cafe und mit heimischem Gebräu in der Offshore Ale Company gut gehen lassen. Ignoriert einfach die Erdnussschalen auf dem Boden, das soll wohl entzückend sein, ist in Wirklichkeit aber eher eine Schweinerei. Meine Mutter wollte mit dem Besen mal durchfegen. Sie hat dort auch ihre ersten Austern probiert, was ein tolles Erlebnis!

Aber der Spaß muss hier nicht aufhören. Martha’s Vineyard hat ein tolles Netzwerk an Radwegen, mit denen man die Hälfte der Insel auf eigene Faust entdecken kann. Hut ab für meine Mutter, als wir an einem Tag 61 km mit dem Rad unterwegs waren, durch viele verschiede Städte kamen und interessante Sehenswürdigkeiten abklapperten, wie zum Beispiel das Polly Hill Arboretum (Baumgarten, OK), eine Alpaka-Farm (interessant genug) und der Katama-Strand (sehr schön). Es waren auch nicht unbedingt die Ziele, sondern der Weg dorthin, der mir am besten gefallen hat. Jeden Tag haben wir andere Routen ausprobiert, wie z.B. die East- und West-Chop-Schleife und wenn man will, dann kann man sogar mit dem Rad bis rüber auf die andere Seite der Insel. Wir haben das nicht gemacht, weil es hinter West Tisbury keine Radwege mehr gibt und man sich die Straße mit den Autos hätte teilen müssen. Außerdem ist es sehr steil dort und das wollte ich meiner Mutter wirklich nicht antun. Eine Übersicht der Radwege auf Martha’s Vineyard findet ihr auf dieser Seite.

Im Allgemeinen braucht man auf der Insel kein Auto. Man kann sehr leicht mit dem Rad oder mit dem Bus überall hin. Die Martha’s Vineyard Transit Authority verbindet jede Stadt und die Preise sind niedrig. Man zahlt 1 $ pro Stadt in jede Richtung, einschließlich der Stadt, in der man losfährt, oder man nimmt einfach eine Tageskarte für 7 $, die sich schon ausszahlt, wenn man von Oak Bluffs zu dem Tonklippen von Aquinnah fährt (übrigens sehr zu empfehlen). Oh, und Senioren zahlen die Hälfte, man muss nur fragen. Man kann sein Auto auf dem Parkplatz der Steamship Authority stehen lassen, mit einem kostenlosen Shuttle nach Woods Hole fahren und von dort die Fähre nehmen (man braucht keine Reservierung). Pro Tag kostet das 10 $ (Nebensaison) und der Parkplatz selbst war in Falmouth, ca. 4 Meilen entfernt. Ich denke, das ist saisonabhängig. Auf dem Rückweg haben wir uns gegen das Shuttle entschieden und waren stattdessen auf dem Shining Sea Radweg unterwegs nach Falmouth, wirklich schön und ein tolles Ende für unseren 4-tägigen Ausflug (kurz bevor der Regen kam). Also ich komme wieder. Fahrt im Herbst dorthin, da ist es schön ruhig.

 

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