Soccer In The U.S.

World Cup fever is finally here! The U.S. and Germany advance to the round 16, and many people are going nuts here. This is now my third World Cup since I moved here, and things are very different now. Traditionally, Americans have not been too excited about this event, and there are many reasons why. First, it is just not one of the major sports here. Baseball, basketball and football are way more popular and supported much more at a younger age. In addition, they are a major part of the college sport culture here. In Germany, there is no such thing as college sports. Team sports happen through the local town you live in outside of school, and soccer is by far the most popular one. Talent scouting begins as a very young age. Compared to that, if you have less support, you don’t do as well, and you don’t get very far. Why would you be excited about that? I do understand. My first World Cup memories date back to 1990 when I was watching the games in our living room, jumping up and down the couch with my mom and my grandmother when Germany won the cup.

The U.S. team, led by coach Jürgen Klinsmann, has done very well so far with their win against Ghana and a tie with Portugal. And that gets the nation excited. I love it. Before Thursday’s game against Germany, Klinsmann was in the news because he provided “American workers with a form letter to give to their bosses as an excuse to take off work Thursday”. Many American businesses streamed the game. So did my company. It was a little weird for me because I was the only German fan and the only one screaming when we scored. But hey, we both made it.

Whenever the German team plays, it’s a huge deal back home. When they finished second in the World Cup in 2002, I remember waiting at the Römerplatz in Frankfurt for the team to arrive. The entire square was full of flags, something I had not seen until then. I grew up with the notion that showing the flag was not OK due to our history. When the World Cup took place in my native Germany in 2006, people were watching the games in public squares on large screens. The Frankfurt Main river even had a screen installed in the river. This was when Germans coined the word “Public Viewing”, which has a different meaning in English: to look at a dead person or to have an open house. Well, the American equivalent -“viewing parties” – is finally a thing in the U.S. Matt took the day off for the U.S. Germany game last Thursday and watched it among other fans at Government Center in Boston.

While I’m very excited about the hype around soccer in the U.S., there are still some people here who don’t get it. There is nothing wrong with not getting it but if you don’t, stop adding your two cents all the time. One of the major arguments is that soccer is a boring game because there are not many goals. It’s not just about goals. It’s about the action that takes place, missed opportunities, and the joy of people from different nationalities coming together, cheering in a competition that excites people all around the world. After the U.S. lost to Germany and still advanced to the round of 16, some called the game weird without understanding what the group stage actually is. I don’t get baseball, and I never will, but I don’t go around complaining how boring I think of a game it is. Compared to an American sports game, you can also watch soccer in peace and quiet without being interrupted by ads every 5 minutes. Can’t you just be happy that your team advanced?

I’m certainly happy for both the U.S. and Germany. My plan is to take a half day on Monday, and to finally watch the game among lots of other Germans at the Goethe-Institut in Boston. And on Tuesday, I’ll be rooting for the U.S. Go teams!

PS: Luckily, whenever someone says something stupid about soccer, someone else jumps in and either explains or brings some very good counterarguments. Check out this hilarious reaction to Ann Coulter’s recent rant about soccer.

City Hall Plaza

City Hall Plaza on Thursday. City Hall Plaza am Donnerstag.

Photo: http://Instagram.com/dangirmus

Work

Working hard. Harte Arbeit.

Das WM-Fieber ist endlich hier! USA und Deutschland sind im Achtelfinale und viele Leute flippen hier aus. Das ist die dritte WM, seitdem ich hier bin, und die Dinge sind jetzt sehr anders. Traditionell freuten sich die Amerikaner eher weniger über dieses Event und das hat viele Gründe. Erstens ist das keine der größten Sportarten hier. Baseball, Basketball und Football sind viel beliebter und werden schon im jungen Alter mehr gefördert. Dazu kommt noch die ganze College-Sportkultur. In Deutschland gibt es keine Sportmannschaften an der Uni. Mannschaftssport gibt es in dem Ort, in dem man wohnt und das außerhalb der Schule, und Fußball ist bei weitem der beliebteste. Die Talentförderung beginnt sehr früh. Wenn man das vergleicht und weniger Unterstützung hat, dann spielt man auch nicht so gut und kommt nicht so weit. Warum sollte man sich darüber freuen? Ich versteh das schon. Meine ersten WM-Erinnerungen sind von 1990, als ich die Spiele in unserem Wohnzimmer schaute und mit meiner Mutter und Oma wild auf der Couch herumhüpfte, als Deutschland den Pokal holte.

Das US-Team von Trainer Jürgen Klinsmann hat sich mit dem Sieg gegen Ghana und dem Remis gegen Portugal sehr gut geschlagen. Und darüber freut sich die Nation. Ich find das toll. Vor dem Spiel am Donnerstag machte Klinsmann Schlagzeilen, als er ein Schreiben aufsetzte, das amerikanische Angestellte ihrem Chef als Ausrede vorlegen könnten, um an dem Tag blau zu machen. Viele amerikanische Firmen zeigten das Spiel. Meine auch. Es war etwas komisch für mich, denn ich war der einzige deutsche Fan und die einzige, die bei unserem Tor laut jubelte. Aber hey, wir sind beide durch.

Immer wenn die Nationalelf spielt, dann ist das zu Hause ein großes Ding. Als wir bei der WM 2002 Vizeweltmeister wurden, erinnere ich mich gerne daran zurück, wie wir auf dem Römerplatz in Frankfurt auf die Ankunft des Teams warteten. Der ganze Platz war voller Fahnen und ich hatte sowas bis dahin noch nicht gesehen. Ich wuchs mit der Auffassung auf, dass wir wegen unserer Geschichte keine Flaggen zeigen durften. Als die WM dann 2006 in Deutschland stattfand, schauten die Leute sich die Spiele auf öffentlichen Plätzen an. Der Main in Frankfurt hatte sogar eine Leinwand im Fluss. Damals entstand der Begriff „Public Viewing“, der auf English eine andere Bedeutung hat, nämlich die öffentliche Aufbahrung eines Toten oder einen Tag der offenen Tür. Also, das amerikanische Gegenstück heißt „Viewing Parties“ und ist mittlerweile auch in den USA angekommen. Matt nahm sich am Donnerstag den Tag für das US-Deutschlandspiel frei und schaute es sich mit anderen Fans bei Government Center in Boston an.

Während ich mich sehr über den ganzen Trubel um Fußball in den USA freue, gibt es immer noch Leute, die keine Ahnung haben. Es ist nicht schlimm, wenn man das Spiel nicht versteht, aber wenn das der Fall ist, dann hört bitte auf, bei allem mitschwätzen zu wollen. Eins der Hauptargumente ist, dass Fußfall langweilig sein soll, weil es nicht viele Tore gibt. Es geht nicht nur um die Tore. Es geht um alles, was auf dem Spielfeld passiert, um verpasste Chancen und die Freude, die Leute aus verschiedenen Nationen haben, wenn man sich zusammen ein Spiel anschaut und seine Mannschaft in einem Turnier anfeuert, das die ganze Welt begeistert. Nachdem die USA gegen Deutschland verloren hatte und trotzdem ins Achtelfinale weiterkam, bezeichneten einige Fußball als seltsam, ohne jegliches Verständnis, was eigentlich die Gruppenspiele sind. Ich verstehe Baseball auch nicht und werde es auch nie, aber ich lauf nicht rum und meckere die ganze Zeit, wie langweilig ich das Spiel doch finde. Im Vergleich zu einer amerikanischen Sportart kann man Fußball in aller Ruhe genießen, ohne alle 5 Minuten von nerviger Werbung gestört zu werden. Könnt ihr euch nicht einfach freuen, dass euer Team weiter ist?

Ich freu mich auf jeden Fall für die USA und Deutschland. Am Montag nehm ich mir einen halben Tag frei und schau mir das Spiel mit vielen anderen deutschen Fans im Goethe-Institut in Boston an. Und am Dienstag drück ich den Amerikanern die Daumen. Auf gehts!

PS: Zum Glück ist es so, dass immer wenn jemand etwas Bescheuertes über Fußball sagt, jemand anderes entweder etwas erklärt oder sehr gute Gegenargumente bringt. Hier eine lustige Reaktion auf Ann Coulters neustes Geblöke zum Thema Fußball. (Ann Coulter ist eine amerikanische konservative Kolumnistin und Sachbuchautorin.)

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s