Driving in Massachusetts

The other day on NPR, they were playing a song called “Driving in Massachusetts”. One of the lines was: What the hell is a rotary? When I first moved here 9 years ago, I didn’t realize the full impact of what it meant to drive here because I rode my bike to work every day. With a car commute now, I experience it every day. I’m not saying that driving in Germany is so much better, but there are just some things I find very odd, even after almost a decade here.

The left lane is not the fast lane. 

It just doesn’t make sense to me. Where I come from, you use the left lane to pass and otherwise stick to the other lanes. We even have a word for that: Rechtsfahrgebot (the law to drive on the right side), which means that you gotta drive on the right if you’re not passing. In Germany, this does lead to some insane speeding in the left lane but at least you keep moving. Here, people creep along in the left lane, pass left AND right, and you always seem to be stuck behind someone driving incredibly slowly. Why? One of my American co-workers and I, we chat a lot about the traffic, and he also doesn’t understand it.

What the hell IS a rotary?

Rotaries are a thing in New England and don’t necessarily exist in other parts of the United States. They’re supposed to make traffic flow more smoothly and are, in my opinion, a much better solution than traffic lights. However, some people are really confused here on how to navigate them, and I don’t understand. It is not hard to get. You go in and you leave. You don’t let cars in WHILE driving through. Oh, and did I mention that one rotary near Tufts University in Somerville? That one has traffic lights IN the rotary. Totally defeats the purpose and doesn’t make ANY sense.

Doing things other than driving.

People do a lot of weird things in their car here. From putting on make-up, to eating, texting, and chatting on the phone… OK, most people drive automatic here (Matt and I don’t), so they actually have their hands free to do that but please! Just don’t. Massachusetts started introducing fines for texting behind the wheel, but I have never seen it enforced. One of my co-workers once said to me that she ALWAYS talks on the phone in her car as if it was the most natural thing ever! It is very, very dangerous. In Germany (not saying that everything is better there), you are required to install a hand-free speaking system if you want to be on the phone while driving. Otherwise, there is a fine, and they do enforce it. So there!

Passing and blinkers.

Since people don’t really use the left lane to drive fast, you pass on the left AND on the right, since otherwise you would never get home. Fine, I accept that. But then use your freakin’ signal when you do. So often, cars have changed lanes in front of me without setting their blinker, and I get very scared by that because I don’t know what the hell you’re trying to do. Oh, and then I’ve seen people set their signal while going INTO the rotary. There is only one way in unless you’re in Ireland. Massachusetts is aware of this problem though and recently started displaying signs on the highways that say “Use your blinkah”. I like it.

Red lights.

People run red lights all the time. Sure, you can turn right on red here when there is no sign to tell you otherwise (I now have to remember that this is NOT a thing in Germany when I drive there), and I actually think this is a time saver but please stop running red lights in general. It freaks me out, especially when I’m on my bike. In other countries, they take your license away for that. Here, I have never seen anyone being pulled over for that.

Cars and bikes.

While I love to bike and have done the 30-mile round trip to work a few times this summer, it can be a nightmare sometimes. Cars are generally unaware of bikers. Last week, Matt saw another biker getting t-boned right in front of his eyes. Boston has tried to put in more bike lanes, and I give them credit for that, but we’re still far away from being a good biking city. As I mentioned before, cars running red lights put bikers in danger big time. They often temporarily park IN the bike lane with the hazard lights on, having to make me go around them, which then puts me at risk for getting hit by a car from the other side. During our bike trip on Cape Cod two summers ago, a driver yelled at us for biking on the narrow shoulder telling us we should ride ON the painted breakdown lane. That’s not how it works…

Some final credit.

In the end, I do have to give drivers here some credit as well. While cars often don’t see me as a runner, when they do, they tend to stop, even though I might be the one with the red light. I find that very nice. When I went to Spain, my girlfriends who studied there warned me that I should never assume a crosswalk meant that cars would stop. Different countries, different customs. I better get used to it.

*128/I-95 is my highway, and I hate it. 128/I-95 ist meine Autobahn und ich hasse sie.

Letztens kam im Radio auf NPR ein Lied: „Driving in Massachusetts” (Autofahren in Massachusetts). Eine Zeile davon ging so: Was zum Teufel ist ein Kreisverkehr? Als ich vor 9 Jahren hierherzog, war mir nicht so ganz klar, was es bedeutete, hier Auto fahren, weil ich jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit fuhr. Jetzt fahre ich mit dem Auto und erlebe das jeden Tag. Ich sage nicht, dass Autofahren in Deutschland so viel besser ist, aber es gibt hier einige Dinge, die ich selbst nach fast einen Jahrzehnt etwas seltsam finde.

Die linke Spur ist nicht die schnelle Spur.

Er ergibt für mich einfach keinen Sinn. Wo ich herkomme fährt man auf der linken Spur, wenn man überholen will und bleibt sonst woanders. Wir haben sogar ein Wort dafür: Rechtsfahrgebot, was bedeutet, dass man rechts fahren soll, wenn man nicht überholt. In Deutschland führt das zu einer verrückten Raserei auf der linken Spur, aber wenigstens kommt man voran. Hier schleichen die Leute auf der linken Spur vor sich hin, überholen links UND rechts und man steckt immer irgendwie hinter einem Schleicher fest. Wieso? Einer meiner amerikanischen Arbeitskollegen und ich, wir reden viel über den Verkehr und auch er versteht das nicht.

Was zum Teufel IST denn ein Kreisverkehr?

Kreisel gibt es in Neuengland und nicht unbedingt in anderen Teilen der USA. Sie sollen den Verkehr am Laufen halten und sind, meiner Meinung nach, viel besser als Ampeln. Manche Leute sind hier allerdings etwas verwirrt, wie man durchfährt und ich verstehe einfach nicht wieso. Es ist doch nicht schwer. Man fährt rein und wieder raus. Man lässt keine Autos rein, WÄHREND man durchfährt. Oh und habe ich schon den einen Kreisel in der Nähe der Tufts-Uni in Somerville erwähnt? Der hat nämlich Ampeln IM Kreisverkehr. Das geht doch gegen jede Logik.

Was anderes machen als Auto fahren.

Die Leute hier machen viele komische Dinge, wenn sie Auto fahren. Make-Up auftragen, essen, SMS schreiben und am Telefon sein… OK, viele Leute fahren hier Automatik (Matt und ich nicht), haben also die Hände frei, um das alles zu machen, aber bitte! Macht das nicht. Massachusetts hat mittlerweile Strafen eingeführt, wenn man hinter dem Steuer SMS schreibt, aber ich hab noch nie jemanden gesehen, der bestraft wurde. Eine meiner Kolleginnen hat mal gesagt, dass sie im Auto IMMER telefoniert, als wäre das das Normalste überhaupt! Es ist ganz, ganz gefährlich. In Deutschland (ich sage nicht, dass da alles besser ist) muss man eine Freisprechanlage haben, wenn man während der Fahrt telefonieren will. Wenn man das nicht macht, muss man Strafe bezahlen und das ist dann auch so!

Überholen und blinken.

Da Leute nicht wirklich die linke Spur zum Überholen nutzen, überholt man hier links UND rechts, denn sonst würde man nie zu Hause ankommen. OK, ich akzeptiere das. Aber benutzt doch euren verdammten Blinker, wenn ihr das macht. Schon oft haben Autos vor mir ohne Blinker die Spur gewechselt und da hab ich echt Schiss, denn ich weiß wirklich nicht, was ihr vorhabt. Oh und dann hab ich auch schon Leute gesehen, die ihren Blinker anmachen, wenn sie IN den Kreisverkehr fahren. Es gibt nur eine Richtung, es sei denn, man ist in Irland. Massachusetts kennt dieses Problem und versucht seit kurzem, die Autofahrer mit “Use your blinkah“-Schildern auf der Autobahn darauf aufmerksam zu machen. (Das heißt: „Benutzt euren Blinkah.” So wie die Leute in Boston hier reden.) Ich find’s gut.

Rote Ampeln. 

Leute fahren regelmäßig über rote Ampeln. OK, man darf hier bei rot rechts abbiegen, wenn dort kein Schild steht, dass man das nicht darf (ich muss jetzt immer daran denken, dass man das in Deutschland NICHT darf, wenn ich da fahre), und ich finde, dass das Zeit spart, aber bitte hört auf, über rote Ampeln zu fahren. Das macht mir Angst, besonders wenn ich auf meinem Rad unterwegs bin. In anderen Ländern kriegt man dafür den Führerschein abgenommen. Hier hab ich noch gesehen, dass jemand von der Polizei angehalten wurde.

Autos und Fahrräder.

Ich fahre echt sehr gerne Rad und bin diesen Sommer die 48 km hin und zurück zur Arbeit auch schon ein paar Mal gefahren, aber es kann manchmal echt ein Albtraum sein. Die Autofahrer merken meistens nicht, dass es auch Radfahrer gibt. Letzte Woche hat Matt direkt gesehen, wie ein Auto einem Radfahrer seitlich reingefahren ist. Boston bemüht sich, dass es mehr Radwege gibt und ich finde das echt gut, aber es ist einfach noch keine gute Stadt für Radfahrer. Wie bereits erwähnt, wenn Autos über rote Ampeln fahren, dann ist das für die Radfahrer sehr gefährlich. Es wird auch oft für kurze Zeit mit Warnblinklicht AUF dem Radweg geparkt und dann muss ich einen Bogen machen, wobei da die Gefahr besteht, dass mich jemand von der anderen Seite umfährt. Während unserer Sommer-Radtour auf Cape Cod vor zwei Jahren meckerte uns ein Autofahrer an, dass wir auf einer Straße mit kleinem Seitenstreifen doch bitte AUF der weißen Linie fahren sollten. So ist das eigentlich nicht gedacht…

Ein Lob zum Abschluss.

Letzten Endes muss ich doch auch ein bisschen nett zu den Autofahrern hier sein. Autos sehen mich oft als Läufer nicht, aber wenn sie mich sehen, dann halten sie oft auch an, auch wenn ich manchmal eine rote Ampel habe. Das ist echt nett. Als ich mal in Spanien meine Freundinnen, die dort studiert haben, besucht habe, wurde ich gewarnt, dass ein Zebrastreifen nicht unbedingt bedeutet, dass die Autos da anhalten. Andere Länder, andere Sitten. Ich sollte mich langsam mal dran gewöhnen.

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4 thoughts on “Driving in Massachusetts

  1. Undine Urbach

    hahaha, great … but let me tell you, it’s all much worse in Taiwan 😉

    > Up Up And Away > hat

    Reply
  2. Pingback: Only in America | Up Up And Away

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