Category Archives: Germany

A 5k in Barcelona

Running while traveling is a great way to explore new things and see places you might not have seen if you just stroll around. In Sevilla, we went for a run along the river the night of our failed arrival, and it was great. In Barcelona, we signed up for a 5k around the Sagrada Familia.

Another bonus was meeting two of my co-workers in the flesh after working together for more than 1.5 years on a daily basis and seeing each other only on a screen. It was their first 5k, and I was pumped to finally meet them and to also cheer them on.

The route went multiple laps around the Sagrada Familia. We had just been there the day before when we picked up our bibs close by, and the area is usually mobbed with tourists, so it was even better to return the following day with closed roads.

There were multiple races going on that day. Ours was small with 200+ people, and we enjoyed every minute of it. Without a GPS, it might have been tricky to know how far along you were and how many laps you needed to do. The course ended up longer than 5k but I didn’t care. 4 weeks post marathon, I had no goals and just enjoyed looking at the magnificent Sagrada Familia. What a morning!

With the Sagrada Familia. We came with our club singlets, of course. Mit der Sagrada Familia. Wir kamen natürlich in unseren Trikots von unserem Sportverein.

Post race victory. The race was only €5, which included an orange shirt, granola, post race beverages and treats. Siegesfeier nach dem Rennen. Das Rennen kostete nur 5 € und dafür gab es ein orangenes T-Shirt, Müsli, Getränke danach und Leckereien.

Während einer Reise laufen zu gehen ist eine tolle Möglichkeit, neue Dinge zu erkunden und Orte zu sehen, an die man sonst wahrscheinlich nicht gekommen wäre, wenn man spazieren geht. In Sevilla liefen wir am Abend nach unserer gescheiterten Ankunft am Fluss entlang und es war toll. In Barcelona meldeten wir uns bei einem 5km-Lauf um die Sagrada Familia an.

Ein weiterer Bonus war, zwei meiner Arbeitskolleginnen in echt kennenzulernen und das nach mehr als 1,5 Jahren täglicher Zusammenarbeit, bei der wir uns immer nur auf einem Bildschirm sahen. Es war der erste 5km-Lauf für sie und ich freute mich wie bekloppt, sie endlich zu treffen und sie anzufeuern.

Die Route ging einfach mehrere Runden um die Sagrada Familia. Wir waren gerade noch am Vortag dort, um uns in der Nähe unsere Startnummern abzuholen und die Gegend ist normalerweise knallvoll mit Touristen, deshalb war es umso besser, am nächsten Tag zu abgesperrten Straßen zurückzukommen.

Es gab an dem Tag mehrere Rennen. Unseres war mit ein bisschen mehr als 200 Leuten klein und wir haben jede Minute genossen. Ohne eine Sportuhr mit Navi hätte es schwierig sein können, zu wissen wo man gerade war und wie viele Runden man noch laufen musste. Die Strecke war dann am Ende länger als 5 km, aber mir war das egal. 4 Wochen nach meinem Marathon hatte ich keine Ziele und habe einfach nur die Sicht auf die herrliche Sagrada Familia genossen. Was ein Vormittag!

Stop all the Clocks*: The Newport Marathon

To say that training for the Newport Marathon was not easy is truly an understatement. Never have I felt as exhausted and drained as during a training cycle. This was the first time I partially trained indoors due to the lack of light outside after work in the winter. I can consider myself lucky that we do have a gym at work but spending endless hours on the treadmill and the elliptical did create a feeling of boredom and monotony throughout the winter despite the entertainment of many Friends episodes.

In addition, our track workouts were cancelled, so I did not feel I was getting the quality speed workouts that I was supposed to do. While doing more volume than last year for Providence, I also raced less due to being tired of running half marathon after half marathon. I only did a few select races, such as the Derry 16 Miler in New Hampshire, one 5k, the bitterly cold Salem Black Cat 20 Miler where the temperature was still 16 degrees with brutal winds when I left afterwards, and a 5-miler today.

And then, my grandmother suddenly passed away in March, and the world turned black. The little motivation I had left, went away and I stopped caring about my stupid marathon training. Because running is not everything. I decided to make the trip to Germany to be with my family and attend the funeral, and I’m glad I did. In addition to all this emotional wreckage, I was coming off a cold before my trip, only to catch another one and being utterly miserable upon my return. While I didn’t stop running, I stopped caring and just felt empty.

As we got closer to the marathon, and I started recovering, I started thinking about how my grandmother never gave up and had a strong will in her long life of 97 years. So here I am, one week out. Even though I still feel blue, I will run my fourth marathon for my grandmother and think about all the wonderful moments we had together while I’m out there struggling next week. Thank you for everything, my dear Oma! ❤

*”Stop all the clocks” is the first line in “Funeral Blues”, a poem by W.H. Auden from 1936, also referenced in the movie “Four Weddings and a Funeral”. Link here.

Man könnte sagen, dass das Training für den Newport-Marathon nicht einfach war, aber das wäre etwas untertrieben. Noch nie zuvor war ich während einer Trainingsphase so erschöpft und ausgelaugt. Diesmal hab ich auch zum ersten Mal teilweise drinnen trainiert, weil man im Winter an meiner Arbeit draußen einfach nix sieht. Ich bin ja froh, dass wir an der Arbeit einen Fitnessraum haben, aber unzählige Stunden auf dem Laufband und dem Crosstrainer führten einfach zu einem Gefühl von Langeweile und Eintönigkeit im Winter, obwohl ich durch viele Friends-Folgen einiges an Unterhaltung hatte.

Dazu kam noch, dass unser Intervalltraining abgesagt wurde und ich das Gefühl hatte, nicht die Qualität an Training zu bekommen, die ich eigentlich haben sollte. Obwohl ich mehr Kilometer als letztes Jahr für Providence gelaufen bin, war ich es leid, an allen möglichen Halbmarathons teilzunehmen und habe mir nur ein paar ausgewählte Rennen ausgesucht, wie den Derry 16-Meilenlauf in New Hampshire, einen 5km-Lauf, den saukalten Black-Cat-Lauf (20 Meilen), wo es immer noch -9 Grad waren, als ich nach Hause fuhr und einen 5-Meilenlauf heute.

Und dann starb plötzlich meine Oma im März und die Welt wurde schwarz. Das bisschen Motivation, das ich noch hatte, war dann auch weg und mir war das doofe Marathontraining dann auch egal. Laufen ist halt nicht alles. Ich entschloss mich, nach Deutschland zu reisen, um Zeit mit meiner Familie zu verbringen und bei der Beerdigung dabei zu sein, und ich bin froh, dass ich das gemacht habe. Zu den ganzen schlechten Gefühlen hatte ich mich gerade von einer Erkältung erholt, um mir dann eine neue vor meiner Rückkehr einzufangen und danach dann einfach nur ein Haufen Elend zu sein. Obwohl ich weitergelaufen bin, war mir alles egal und ich fühlte mich einfach leer.

Als wir dann näher an den Marathon kamen, und es so langsam bergauf ging, habe ich daran gedacht, dass meine Oma nie aufgegeben hat und in ihren 97 Jahren immer einen starken Willen hatte. Hier bin ich also, 1 Woche vorher. Obwohl ich immer noch sehr traurig bin, werde ich meinen vierten Marathon für meine Oma laufen und an all die schönen Momente denken, die wir zusammen hatten, wenn ich mich nächste Woche rumquäle. Danke für alles, meine liebe Oma! ❤

*„Die Uhren stoppt” ist die erste Zeile von „Begräbnis-Blues”, einem Gedicht von W.H. Auden von 1936, auch bekannt aus dem Film „Vier Hochzeiten und ein Todesfall”. Hier der Link.

2015 – The Travel Year in Review ✈

Today is Christmas and time to reflect. 2015 has been a good year. Even though I get the feeling we worked around the clock, I did find the time somehow to post 25 times on this blog this year, which is about every two weeks. Not bad at all.

The beginning of the year was clearly taken over by Boston’s most ridiculous winter ever. It ended up getting its own category with 8 posts. So far, the weather has been good to us with a record-breaking Christmas Eve yesterday and 70 degrees. We had wine on the front porch outside last night. Unreal.

After the brutal winter, we went to Europe for two weeks in May for some lovely family celebrations in Germany, a train conductor strike for 7 days, cycling in the Netherlands and two trips to Cologne. In early summer, we had to say goodbye to Jens Peter Zwei and enjoy biking. August was all about adventures in Mainehiking in New Hampshire and a farewell to a familiar running route.

And then fall came along. A hike south of Boston, followed by a trip to Fenway to see the Red Sox. Beautiful colors at Franconia Notch made for some very nice blog posts, and all of a sudden it was winter. Who knows what the new year will bring but our winter vacation is already booked. Hint, watch the video. Merry Christmas, Happy New Year and read you again in 2016.

Heute ist Weihnachten und Zeit zum Nachdenken. 2015 war ein gutes Jahr. Auch wenn ich den Eindruck habe, dass wir rund um die Uhr gearbeitet haben, habe ich dieses Jahr doch irgendwie die Zeit gefunden, 25 mal was zu schreiben, also ungefähr alle zwei Wochen. Gar nicht mal so schlecht.

Am Jahresanfang ging es ganz klar um den beklopptesten Winter überhaupt in Boston. Er bekam sogar seine eigene Kategorie mit 8 Einträgen. Soweit war das Wetter gut zu uns und gestern hatten wir einen rekordbrechenden Heiligabend mit 20 Grad. Wir haben abends Wein draußen auf der Veranda getrunken. Unfassbar.

Nach dem brutalen Winter ging es im Mai zwei Wochen lang nach Europa für wunderbare Familienfeiern in Deutschland, einen Lokführerstreik von 7 TagenRadfahren in den Niederlanden und zwei Trips nach Köln. Im Frühsommer mussten wir uns von Jens Peter Zwei verabschieden und das Radfahren genießen. Der August war voll mit Abenteuern in MaineWandern  in New Hampshire und einem Abschied von einer bekannten Laufroute.

Und dann kam der Herbst. Eine Wanderung südlich von Boston und dann noch ein Ausflug nach Fenway, um die Red Sox spielen zu sehen. Wunderschöne Herbstfarben in Franconia Notch sorgten für einige sehr schöne Blogeinträge und plötzlich war der Winter da. Wer weiß, was das neue Jahr bringt, aber unser Winterurlaub ist bereits gebucht. Hinweis: Schaut euch das Video an. Frohe Weihnachten, einen guten Rutsch ins neue Jahr und wir lesen uns wieder 2016.

Cologne → Fancy Station Lockers ★ Rhine Tour ★ Maibäume

Before we went to Cologne this past May, I watched Rick Steves’ “Germany’s Black Forest and Cologne” episode again, which was taped in August of 2000. A lot has changed this then. Rick Steves’ kids are grown-ups now and what I particularly noticed at the central train station in Cologne were the fancy station lockers.

On this trip, we had traveled to Germany with suitcases since we didn’t plan any sophisticated backpacking trips. We were going to spend the afternoon in Cologne before spending the night at our friends’ house in Dünnwald, a district of Cologne, and heading to Haarlem in the Netherlands the following day. Picking up Matt’s suitcase was particularly fun after many Kölsch with our friends Angie and Daniel.

We had a little bit of time to spare before meeting up with Angie and Daniel in the afternoon, so we took Angie’s recommendation to do a boat tour on the Rhine. What a joy that was. We also learned more about the tradition of maypoles (Maibäume), which is not really much of a thing in the area where I grew up (Hesse) but certainly is in Cologne. I’ll let the pictures do the rest of the talking. Enjoy!

Minute 1:33 → the old station lockers, die alten Schließfächer

The fancy station locker. You would put in your suitcase and it would be lowered down to another level. With a card, you can pick it up later at any of the machines.  Das extravangante Schließfach. Man stellte seinen Koffer da rein und dieser wurde dann eine Etage runtergefahren. Mit einer Karte kann man ihn dann an einer beliebigen Maschine später wieder abholen.

The fancy station lockers. You would put in your suitcase and it would be lowered down to another level. With a card, you could pick it up later at any of the machines.
Die extravanganten Schließfächer. Man stellte seinen Koffer da rein und dieser wurde dann eine Etage runtergefahren. Mit einer Karte konnte man ihn dann an einer beliebigen Maschine später wieder abholen.

This was after many Kölsch. Das war nach vielen Kölsch.

This was after many Kölsch. Das war nach vielen Kölsch.

Bevor wir dieses Jahr im Mai nach Köln fuhren, schaute ich mir noch mal Rick Steves Folge „Deutschlands Schwarzwald und Köln” an, die im August 2000 gedreht wurde. Seitdem hat sich viel verändert. Die Kinder von Rick Steves sind groß und mir sind besonders die extravaganten Schließfächer am Hauptbahnhof in Köln aufgefallen.

Für diese Reise nach Deutschland brachten wir Koffer, weil wir diesmal keine ausgefallenen Wanderungen geplant hatten. Wir wollten den Nachmittag in Köln und dann die Nacht bei unseren Freunden in Dünnwald, einem Stadtteil von Köln, verbringen, bevor es dann am Tag danach nach Haarlem in die Niederlande ging. Die Abholung von Matts Koffer nach vielen Kölsch mit unseren Freunden Angie und Daniel war besonders lustig.

Wir hatten ein bisschen Zeit übrig, bevor wir uns mit Angie und Daniel am Nachmittag trafen und befolgten Angies Tipp, eine Schifffahrt auf dem Rhein zu machen. Das war echt toll. Wir lernten auch mehr über die Maibaumtradition, die in Hessen, wo ich herkomme, nicht wirklich Tradition ist, allerdings in Köln sehr beliebt ist. Ich lassen die Bilder den Rest erklären. Viel Spaß!

This made me laugh, such a German sight. The Ordnungsamt or code enforcement authority makes sure you follow the rules.  Hier musste ich lachen, so deutsch. Das Ordnungsamt stellt sicher, dass sich alle an die Regeln halten.

This made me laugh, such a German sight. The Ordnungsamt or code enforcement authority makes sure you follow the rules. Hier musste ich lachen, so deutsch. Das Ordnungsamt stellt sicher, dass sich alle an die Regeln halten.

Matt's comment was: What the hell is a mustard museum? We didn't go in but apparently you can learn about all things mustard in there.  Matts Kommentar war: Was zum Teufel ist denn ein Senfmuseum? Wir waren nicht drin, aber anscheinend kann man dort alles zum Thema Senf lernen.

Matt’s comment was: What the hell is a mustard museum? We didn’t go in but apparently you can learn about all things mustard in there. Matts Kommentar war: Was zum Teufel ist denn ein Senfmuseum? Wir waren nicht drin, aber anscheinend kann man dort alles zum Thema Senf lernen.

The first two Kölsch. These are so light that you can drink endlessly. Not sure how many we ended up having that day but certainly more than 10 each.  Die ersten zwei Kölsch. Die sind so leicht, dass man endlos trinken kann. Ich weiß nicht mehr, wie viele wir an dem Tag hatten, aber sicher jeder mehr als 10.

The first two Kölsch. These are so light that you can drink endlessly. Not sure how many we ended up having that day but certainly more than 10 each. Die ersten zwei Kölsch. Die sind so leicht, dass man endlos trinken kann. Ich weiß nicht mehr, wie viele wir an dem Tag hatten, aber sicher jeder mehr als 10.

Cologne's crane houses during our Rhine tour, now used as apartment buildings. Kölns Kranhäuser während unserer Rheinfahrt, in denen jetzt Wohnungen sind.

Cologne’s crane houses during our Rhine tour, now used as apartment buildings. Kölns Kranhäuser während unserer Rheinfahrt, in denen jetzt Wohnungen sind.

View from Kölntriangle across the river in Köln Deutz. This was a great way to get a nice view without the tourist crowds. Thanks for this insider tip, Angie! Blick vom Kölntriangle über den Fluss in Köln Deutz. Hier bekam man einen tollen Block ohne die ganzen Touristen. Danke für den Insidertipp, Angie!

View from KölnTriangle across the river in Köln Deutz. For only 3 Euros, this was a great way to get a nice view without the tourist crowds. Thanks for this insider tip, Angie! Blick vom KölnTriangle über den Fluss in Köln Deutz. Für nur 3 Euro bekam man hier einen tollen Block ohne die ganzen Touristen. Danke für den Insidertipp, Angie!

A maypole, known as Maibaum in German. These are used by men to woo girls. The tree stays there for a month until the 1st of June. When the guy comes back to get it, he either gets a cooked dinner if the girl likes him or a case of beer if she doesn't. Sounds like a pretty good deal to me.  Ein Maibaum. Diese werden von Männern benutzt, um ein Mädchen zu umwerben. Der Baum bleibt einen Monat lang bis zum 1. Juni stehen. Wenn der Kerl kommt, um ihn abzuholen, bekommt er entweder ein Abendessen gekocht, wenn das Mädchen ihn mag oder eine Kiste Bier, wenn sie ihn nicht mag. Hört sich nach einer guten Abmachung an.

A maypole, known as Maibaum in German. These are used by men to woo girls. The tree stays for a month until the 1st of June. When the guy comes back to get it, he either gets a dinner invitation if the girl likes him or a case of beer if she doesn’t. Sounds like a pretty good deal to me. Ein Maibaum. Diese werden von Männern benutzt, um Mädchen zu umwerben. Der Baum bleibt einen Monat lang bis zum 1. Juni stehen. Wenn der Kerl kommt, um ihn abzuholen, bekommt er entweder eine Einladung zum Abendessen, wenn das Mädchen ihn mag oder eine Kiste Bier, wenn sie ihn nicht mag. Hört sich nach einer guten Abmachung an.

A whole house for pig knuckles only. Ein ganzes Haus für nur Haxen.

A whole house for pig knuckles only. Ein ganzes Haus für nur Haxen.

Traveling: A Note On Gargoyles

Thanks for the picture, Arrogant Ale Project. Danke für das Foto, Arrogant Ale Project.

Thanks for the picture, Arrogant Ale Project. Danke für das Foto, Arrogant Ale Project.

When I learned the word gargoyle in the English language, it was initially in connection to one of Matt’s Arrogant Bastard beer glasses. In architecture, a gargoyle is a carved or formed grotesque with a spout designed to convey water from a roof and away from the side of a building, thereby preventing rainwater from running down masonry walls and eroding the mortar between.

During our travels, we learned how gargoyles carry cultural significance depending on where you are. In Ecuador, they took the form of native animals, such as alligators, Galapagos tortoises, blue-footed boobies, armadillos, howler monkeys, pumas, and others. This year in Cologne, we found ourselves looking at gargoyles again, related to the history of the construction of Cologne Cathedral in the shape of devils, animals, and demonic chimeras. Pretty cool, right?

More about gargoyles at Cologne Cathedral

Gargoyles in Quito

Gargoyles in the shape of local animals at the Basílica del Voto Nacional, a Roman Catholic church located in the historic center of Quito, Ecuador, the largest neo-Gothic basilica in the Americas. Wasserspeier in Form von einheimischen Tieren an der Basílica del Voto Nacional, einer römisch-katholischen Kirche im historischen Zentrum von Quito in Ecuador, der größten neugotischen Basilika auf dem amerikanischen Kontinenten.

Als ich das Wort Gargoyle auf Englisch lernte, war das zunächst im Zusammenhang mit einem von Matts Biergläsern von Arrogant Bastard. Im Bereich Architektur ist ein Gargoyle oder auf Deutsch Wasserspeier eine in Stein gehauene oder geformte fratzenhafte Figur mit einem Abflussrohr, das zur Wasserableitung an Dächern entwickelt wurde, von der Seite eines Gebäudes weggeht und somit verhindert, dass Regenwasser am Mauerwerk herunterläuft und den Mörtel in den Zwischenräumen erodiert.

Während unserer Reise lernten wir, dass Wasserspeier kulturelle Bedeutungen haben, je nachdem, wo man gerade ist. In Ecuador nahmen sie die Form von einheimischen Tieren an, wie z.B. Alligatoren, Galapagos-Schildkröten, Blaufußtölpel, Gürteltiere, Brüllaffen, Pumas und andere. Dieses Jahr in Köln fanden wir erneut Wasserspeier vor, die kulturelle Bedeutungen im Zusammenhang mit dem Bau des Kölner Doms in Form von Teufeln, Tieren und dämonischen Trugbildern (Schimären) trugen. Ziemlich cool, oder?

Mehr zu den Wasserspeiern am Kölner Dom

Gargoyles in Cologne. I wonder what cultural significance they carry? Wasserspeier in Köln. Ich frage mich, welche kulturelle Bedeutung sie wohl haben?

Gargoyles in Cologne. I wonder what cultural significance they carry? Wasserspeier in Köln. Ich frage mich, welche kulturelle Bedeutung sie wohl haben?

Basílica del Voto Nacional in Quito and Cologne Cathedral. They look like siblings, don't they? Basílica del Voto Nacional in Quito und der Kölner Dom. Die sehen wie Geschwister aus, oder?

Basílica del Voto Nacional in Quito and Cologne Cathedral. They look like siblings, don’t they? Basílica del Voto Nacional in Quito und der Kölner Dom. Die sehen wie Geschwister aus, oder?

The Art Of Striking In Germany

What would a trip to Europe be without a train strike? Very often when we go over there, we book one of those fabulous Europa-Spezial tickets with Deutsche Bahn that take you to major European cities at an affordable price. This year in May, we booked a train trip from Frankfurt to Haarlem in the Netherlands. The day before we left, Deutsche Bahn announced that the train conductors would be striking for 7 days. Yes, 7 days — a whole week.

Living in Germany, I never had to deal with train strikes because I got everywhere by car, so this time I wasn’t really sure what to do. As it turned out, a train strike in Germany is as organized as you would expect from the Germans. First of all, they announced an exact start date and end date. Second, this didn’t mean that no trains were running. It was a limited schedule. I was impressed.

I’m sure it sucked for most commuters trying to get to work that week, and this was also the 8th strike since the previous fall, so I can only report from our perspective. We didn’t really have many interruptions because most of our connections were on long distance trains, and those were mostly running. Even at the train stations, you didn’t notice that much if you didn’t know. On the way to the Netherlands, all our trains ran on schedule and on the way back, only one InterCity train did not. We had to ask for information and were told to just take the following train, which happened to be a high-speed ICE, so we ended up at our destination half an hour earlier than expected. Really?

If this were to happen in Southern Europe, I would expect major interruptions, a standstill and not being able to get anywhere. Not so in Germany. Even during a train conductor strike, the Germans are efficient, organized and accommodating. On our last train, they announced that they would be making more frequent stops to help people get home during the strike. German efficiency at its best!

Bild announcing the 7-day strike. And yes, Kate also had her baby that week. Bild kündigt 7 Tage Streik an. Und ja, das Baby von Kate kam auch in dieser Woche.

Bild announcing the 7-day strike. And yes, Kate also had her baby that week. Bild kündigt 7 Tage Streik an. Und ja, das Baby von Kate kam auch in dieser Woche.

This is what the train schedule looks like during a strike. A small info message on the lower right. So sieht der Reisefahrplan während eines Streiks aus. Eine kleine Infonachricht rechts unten.

This is what the train schedule looks like during a strike. A small info message on the lower right. So sieht der Reisefahrplan während eines Streiks aus. Eine kleine Infonachricht rechts unten.

Was wäre eine Reise nach Europa ohne einen Bahnstreik? Wenn wir dort sind, buchen wir oft eins von den tollen Europa-Spezial-Tickets von der Deutschen Bahn, mit denen man zum günstigen Preis in größere europäische Städte fahren kann. Dieses Jahr im Mai buchten wir eine Zugreise von Frankfurt nach Haarlem in den Niederlanden. Am Tag vor unserer Abfahrt kündigte die Deutsche Bahn einen siebentägigen Lokführerstreik an. Ja, 7 Tage — eine ganze Woche.

Als ich in Deutschland war, musste ich mich nie mit Zugstreiks auseinandersetzen, weil ich überall mit dem Auto hinkam und so war ich diesmal nicht sicher, was ich tun sollte. Wie sich herausstellte, ist ein Zugstreik in Deutschland so organisiert, wie man es von den Deutschen erwarten würde. Zunächst wurde ein Anfangs- und dann ein Enddatum angekündigt. Und dann bedeutete das nicht, dass keine Züge fuhren. Der Zugverkehr war eingeschränkt. Ich war beeindruckt.

Ich bin mir sicher, dass es in der Woche für die meisten Pendler richtig beschissen war, zur Arbeit zu kommen und außerdem war es seit vergangenem Herbst der 8. Streik, also kann ich nur aus unserer Perspektive berichten. Wir hatten nicht wirklich viele Einschränkungen, da die meisten unserer Verbindungen Langstreckenzüge waren und die zum größten Teil fuhren. Selbst an den Bahnhöfen fiel das nicht so sonderlich auf, wenn man es nicht wusste. Auf der Fahrt in die Niederlande fuhren alle unsere Züge planmäßig und auf der Rückfahrt fiel nur ein Intercityzug aus. Wir mussten nach Informationen fragen und uns wurde gesagt, wir sollten den nächsten Zug nehmen, der dann sogar ein schneller ICE war und wir letzten Endes eine halbe Stunde früher an unserem Ziel waren. Echt jetzt?

Wenn das in Südeuropa passieren würde, dann würde ich mit großen Einschränkungen und Stillstand rechnen und davon ausgehen, nirgendwo hinzukommen. Nicht so in Deutschland. Selbst während eines Lokführerstreiks sind die Deutschen effizient, organisiert und passen sich an. In unserem letzten Zug wurde angekündigt, dass man öfter anhalte, damit die Leute während des Streiks heimkämen. Deutsche Effizienz vom Feinsten!

Soccer In The U.S.

World Cup fever is finally here! The U.S. and Germany advance to the round 16, and many people are going nuts here. This is now my third World Cup since I moved here, and things are very different now. Traditionally, Americans have not been too excited about this event, and there are many reasons why. First, it is just not one of the major sports here. Baseball, basketball and football are way more popular and supported much more at a younger age. In addition, they are a major part of the college sport culture here. In Germany, there is no such thing as college sports. Team sports happen through the local town you live in outside of school, and soccer is by far the most popular one. Talent scouting begins as a very young age. Compared to that, if you have less support, you don’t do as well, and you don’t get very far. Why would you be excited about that? I do understand. My first World Cup memories date back to 1990 when I was watching the games in our living room, jumping up and down the couch with my mom and my grandmother when Germany won the cup.

The U.S. team, led by coach Jürgen Klinsmann, has done very well so far with their win against Ghana and a tie with Portugal. And that gets the nation excited. I love it. Before Thursday’s game against Germany, Klinsmann was in the news because he provided “American workers with a form letter to give to their bosses as an excuse to take off work Thursday”. Many American businesses streamed the game. So did my company. It was a little weird for me because I was the only German fan and the only one screaming when we scored. But hey, we both made it.

Whenever the German team plays, it’s a huge deal back home. When they finished second in the World Cup in 2002, I remember waiting at the Römerplatz in Frankfurt for the team to arrive. The entire square was full of flags, something I had not seen until then. I grew up with the notion that showing the flag was not OK due to our history. When the World Cup took place in my native Germany in 2006, people were watching the games in public squares on large screens. The Frankfurt Main river even had a screen installed in the river. This was when Germans coined the word “Public Viewing”, which has a different meaning in English: to look at a dead person or to have an open house. Well, the American equivalent -“viewing parties” – is finally a thing in the U.S. Matt took the day off for the U.S. Germany game last Thursday and watched it among other fans at Government Center in Boston.

While I’m very excited about the hype around soccer in the U.S., there are still some people here who don’t get it. There is nothing wrong with not getting it but if you don’t, stop adding your two cents all the time. One of the major arguments is that soccer is a boring game because there are not many goals. It’s not just about goals. It’s about the action that takes place, missed opportunities, and the joy of people from different nationalities coming together, cheering in a competition that excites people all around the world. After the U.S. lost to Germany and still advanced to the round of 16, some called the game weird without understanding what the group stage actually is. I don’t get baseball, and I never will, but I don’t go around complaining how boring I think of a game it is. Compared to an American sports game, you can also watch soccer in peace and quiet without being interrupted by ads every 5 minutes. Can’t you just be happy that your team advanced?

I’m certainly happy for both the U.S. and Germany. My plan is to take a half day on Monday, and to finally watch the game among lots of other Germans at the Goethe-Institut in Boston. And on Tuesday, I’ll be rooting for the U.S. Go teams!

PS: Luckily, whenever someone says something stupid about soccer, someone else jumps in and either explains or brings some very good counterarguments. Check out this hilarious reaction to Ann Coulter’s recent rant about soccer.

City Hall Plaza

City Hall Plaza on Thursday. City Hall Plaza am Donnerstag.

Photo: http://Instagram.com/dangirmus

Work

Working hard. Harte Arbeit.

Das WM-Fieber ist endlich hier! USA und Deutschland sind im Achtelfinale und viele Leute flippen hier aus. Das ist die dritte WM, seitdem ich hier bin, und die Dinge sind jetzt sehr anders. Traditionell freuten sich die Amerikaner eher weniger über dieses Event und das hat viele Gründe. Erstens ist das keine der größten Sportarten hier. Baseball, Basketball und Football sind viel beliebter und werden schon im jungen Alter mehr gefördert. Dazu kommt noch die ganze College-Sportkultur. In Deutschland gibt es keine Sportmannschaften an der Uni. Mannschaftssport gibt es in dem Ort, in dem man wohnt und das außerhalb der Schule, und Fußball ist bei weitem der beliebteste. Die Talentförderung beginnt sehr früh. Wenn man das vergleicht und weniger Unterstützung hat, dann spielt man auch nicht so gut und kommt nicht so weit. Warum sollte man sich darüber freuen? Ich versteh das schon. Meine ersten WM-Erinnerungen sind von 1990, als ich die Spiele in unserem Wohnzimmer schaute und mit meiner Mutter und Oma wild auf der Couch herumhüpfte, als Deutschland den Pokal holte.

Das US-Team von Trainer Jürgen Klinsmann hat sich mit dem Sieg gegen Ghana und dem Remis gegen Portugal sehr gut geschlagen. Und darüber freut sich die Nation. Ich find das toll. Vor dem Spiel am Donnerstag machte Klinsmann Schlagzeilen, als er ein Schreiben aufsetzte, das amerikanische Angestellte ihrem Chef als Ausrede vorlegen könnten, um an dem Tag blau zu machen. Viele amerikanische Firmen zeigten das Spiel. Meine auch. Es war etwas komisch für mich, denn ich war der einzige deutsche Fan und die einzige, die bei unserem Tor laut jubelte. Aber hey, wir sind beide durch.

Immer wenn die Nationalelf spielt, dann ist das zu Hause ein großes Ding. Als wir bei der WM 2002 Vizeweltmeister wurden, erinnere ich mich gerne daran zurück, wie wir auf dem Römerplatz in Frankfurt auf die Ankunft des Teams warteten. Der ganze Platz war voller Fahnen und ich hatte sowas bis dahin noch nicht gesehen. Ich wuchs mit der Auffassung auf, dass wir wegen unserer Geschichte keine Flaggen zeigen durften. Als die WM dann 2006 in Deutschland stattfand, schauten die Leute sich die Spiele auf öffentlichen Plätzen an. Der Main in Frankfurt hatte sogar eine Leinwand im Fluss. Damals entstand der Begriff „Public Viewing“, der auf English eine andere Bedeutung hat, nämlich die öffentliche Aufbahrung eines Toten oder einen Tag der offenen Tür. Also, das amerikanische Gegenstück heißt „Viewing Parties“ und ist mittlerweile auch in den USA angekommen. Matt nahm sich am Donnerstag den Tag für das US-Deutschlandspiel frei und schaute es sich mit anderen Fans bei Government Center in Boston an.

Während ich mich sehr über den ganzen Trubel um Fußball in den USA freue, gibt es immer noch Leute, die keine Ahnung haben. Es ist nicht schlimm, wenn man das Spiel nicht versteht, aber wenn das der Fall ist, dann hört bitte auf, bei allem mitschwätzen zu wollen. Eins der Hauptargumente ist, dass Fußfall langweilig sein soll, weil es nicht viele Tore gibt. Es geht nicht nur um die Tore. Es geht um alles, was auf dem Spielfeld passiert, um verpasste Chancen und die Freude, die Leute aus verschiedenen Nationen haben, wenn man sich zusammen ein Spiel anschaut und seine Mannschaft in einem Turnier anfeuert, das die ganze Welt begeistert. Nachdem die USA gegen Deutschland verloren hatte und trotzdem ins Achtelfinale weiterkam, bezeichneten einige Fußball als seltsam, ohne jegliches Verständnis, was eigentlich die Gruppenspiele sind. Ich verstehe Baseball auch nicht und werde es auch nie, aber ich lauf nicht rum und meckere die ganze Zeit, wie langweilig ich das Spiel doch finde. Im Vergleich zu einer amerikanischen Sportart kann man Fußball in aller Ruhe genießen, ohne alle 5 Minuten von nerviger Werbung gestört zu werden. Könnt ihr euch nicht einfach freuen, dass euer Team weiter ist?

Ich freu mich auf jeden Fall für die USA und Deutschland. Am Montag nehm ich mir einen halben Tag frei und schau mir das Spiel mit vielen anderen deutschen Fans im Goethe-Institut in Boston an. Und am Dienstag drück ich den Amerikanern die Daumen. Auf gehts!

PS: Zum Glück ist es so, dass immer wenn jemand etwas Bescheuertes über Fußball sagt, jemand anderes entweder etwas erklärt oder sehr gute Gegenargumente bringt. Hier eine lustige Reaktion auf Ann Coulters neustes Geblöke zum Thema Fußball. (Ann Coulter ist eine amerikanische konservative Kolumnistin und Sachbuchautorin.)