Category Archives: Nicaragua

The Dark Side of Travel: Trash

Yes, I hate to break it to you, but traveling is not always fun, because you see a lot of things you wish you hadn’t seen. One of those is irresponsible behavior towards the environment. OK, I get it that people in Central America and South America might have other things to worry about than where their trash goes, or that they don’t have the appropriate services to take care of that, but when I see people toss their water bottle out of the bus, along with other items like packaged food, all sorts of plastic materials, cans and so forth, and I see all the trash piled up on the side of the road, I get really mad.

Fortunately, we’re leaving this continent again soon, and I don’t have to live in this garbage. It is a sad way to think though. Do people not care when their front yard is covered in trash and their lakes are too polluted to swim in? And for those where you still can, I saw people throw their cigarette butts in, and then they jumped in five minutes later. We have also seen many instances of trash being burned out in the fields. It is really toxic to burn waste, but they don’t seem to know about that here (or care?). It seems hopeless, and I don’t foresee any changes in the future.

(House near Carmelita, Guatemala, Haus in der Nähe von Carmelita, Guatemala)

Ja, ich muss es leider rauslassen, aber Reisen ist nicht immer lustig, denn man sieht viele Dinge, die man lieber nicht gesehen hätte. Ein Beispiel ist das verantwortungslose Verhalten gegenüber der Umwelt. OK, ich kann ja verstehen, dass die Leute in Zentral- und Südamerika vielleicht andere Sorgen haben, als sich Gedanken zu machen, was mit dem Müll passiert, oder dass sie nicht einfach die Art von Müllabfuhr haben, die sich um alles kümmert, aber wenn ich sehe, wie Leute hier Plastikflaschen aus dem Bus werfen, zusammen mit anderen Dingen, wie abgepacktem Essen, allen möglichen Sachen aus Plastik, Dosen usw., und ich dann den ganzen Müll am Straßenrand sehe, werde ich echt sauer.

Zum Glück verlassen wir diesen Kontinenten bald wieder und ich muss nicht in diesem Müll leben. Das ist eine traurige Denkweise. Ist es den Leuten egal, wenn ihr Vorgarten voller Müll liegt und die Seen so verschmutzt sind, dass man nicht mehr darin schwimmen kann? Und die, die noch sauber sind, dort habe ich Leute gesehen, die ihre Kippen reinwarfen und dann fünf Minuten später reinsprangen. Wir haben auch oft gesehen, wie Müll auf den Feldern verbrannt wurde. Müllverbrennung ist wirklich giftig, aber anscheinend wissen das die Leute hier nicht (oder es ist ihnen egal?). Es scheint aussichtslos und ich sehe auch keine Veränderungen für die Zukunft.

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Cheats, Cheats, Cheats

We had all heard about them and were prepared when we came down here, but every day, we face new challenges in dealing with people who are trying to rip us off. Today’s example is about a bus ride from Rivas to Granada in Nicaragua.

You can either take a chicken bus or slightly better buses. We were waiting for a chicken bus when someone approached us pointing to a more modern bus that had just left. He yelled and whistled until the driver stopped, various people jumped out, grabbed our bags, and urged us to get in. I couldn’t even run that fast after the guy with my bag thinking “What if he’s stealing my bag RIGHT NOW?” Luckily, we all made it on board.

We paid our fare to Granada. About 40 minutes into the ride, some other passenger told me the bus would not stop in Granada, but at an intersection where we could either take another bus or “one of those bicycles”. And guess what? The guy who had rushed us into the bus later turned out to be one of the bicycle people!

Luckily, another friendly Westerner told us not to take those bikes, because they were not safe, and pointed us to the respective bus stop where – 5 minutes later – an insanely cheap chicken bus showed up, and drove us all the way to Granada. Before that, a gazillion bicycle drivers had tried to lure us in for ridiculous fares. We were also overcharged on the first bus. Not much, but still!

You know, we try to be friendly to people here and not too judgmental, but this really pisses me off. They try every day, and I don’t like it that I have the word MONEY written all over my forehead, only because I’m white. Please treat us like people, too! I’m sure there are nice ones out here, too. But this is how they treat their tourists.

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Wir hatten von ihnen gehört und waren auf sie vorbereitet, als wir hierher kamen, aber jeden Tag müssen wir uns neuen Herausforderungen stellen, wenn es um Leute geht, die uns abzocken wollen. Das Beispiel heute handelt von einer Busfahrt von Rivas nach Granada in Nicaragua.

Man kann entweder mit dem Chickenbus oder etwas besseren Bussen fahren. Wir warteten gerade auf einen Chickenbus, als jemand auf uns zukam und auf einen moderneren Bus deutete, der gerade abgefahren war. Er rief und pfiff ihm hinterher, bis der Fahrer anhielt, mehrere Leute aus dem Bus sprangen, unsere Rucksäcke nahmen uns drängten einzusteigen. Ich konnte noch nicht mal so schnell hinter dem einen Typ mit meinem Rucksack herrennen und dachte die ganze Zeit “Was ist, wenn der JETZT GERADE meinen Rucksack klaut?” Glücklicherweise schafften wir es alle an Bord.

Wir zahlten die Fahrtkosten nach Granada. Nach 40 Minuten Fahrt sagte mir ein anderer Passagier, dass der Bus nicht in Granada anhalten würde, aber an einer Kreuzung, wo wir entweder “eins der Fahrräder” oder einen weiteren Bus nehmen könnten. Und wisst ihr was? Der Typ, der uns vorher zum Bus gehetzt hatte, war einer der Fahrradleute da!

Zum Glück sagte uns ein freundlicher Weißer, dass wir nicht mit diesen Rädern fahren sollten, da sie nicht sicher seien, und zeigte uns den Weg zur Bushaltestelle, wo – 5 Minuten später – ein spottbilliger Chickenbus vorbeikam und uns nach Granada fuhr. Davor wurden wir von unzähligen Radfahrern belästigt, die versuchten, uns für lächerliche Preise auch dorthin zu fahren. Wir hatten am Ende auch viel zu viel für den ersten Bus bezahlt. Nicht viel, aber trotzdem!

Wisst ihr, wir versuchen hier, freundlich zu den Leuten zu sein und auch nicht zu viele Vorurteile zu haben, aber das nervt mich echt. Sie versuchen es jeden Tag und ich kann es nicht leiden, dass auf meiner Stirn das Wort GELD geschrieben steht, nur weil ich weiß bin. Bitte behandelt uns auch wie Menschen! Ich bin mir sicher, dass es hier auch nette Menschen gibt, aber so wird man als Touristen behandelt.

An Insight Into Nicaraguan Culture

We arrived on Island Ometepe in Lake Nicaragua yesterday and tackled Volcano Concepción today. While the view of the island was stunning, our guide was actually the most interesting part of the hike. At 22 years, she is the only female guide on the entire island, and hopes to be a trailblazer for other Nicaraguan women.

Not only was she passionate about the English language (like myself), she was also very curious and mature in how she positioned herself in Nicaraguan society. While her two younger sisters got pregnant in their teens, she went her own way by taking on various jobs, learning a foreign language, and finally becoming a tour guide. She also refuses to send money home to fund her parents and siblings, unwilling to find work, and demanding from her to help out, a common expectation in Latin cultures. The only exception is her little brother, whose studies she gladly supports financially.

With the goal of getting an English certificate, needed for the tourism industry, she dreams of going to Costa Rica. When she asked me when I had my first job, I told her I was a paper girl at age 11. She said she admired the way we start working so early in Western cultures, and how it makes us value our money so much more. I admire HER for her strength to put her foot down in this macho society, and going her own way.

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Wir kamen gestern auf der Insel Ometepe im Nicaraguasee an und nahmen heute den Vulkan Concepción in Angriff. Obwohl der Blick auf die Insel umwerfend war, war unsere Führung eigentlich der interessanteste Teil der Wanderung. Mit 22 Jahren ist sie die einzige Fremdenführerin auf der ganzen Insel und hofft, so Vorreiterin für nicaraguanische Frauen zu sein.

Sie hatte nicht nur eine Leidenschaft für die englische Sprache (wie ich), sondern war auch sehr neugierung und reif in ihrer Ansicht, die ihre Stellung in der nicaraguanischen Gesellschaft betraf. Während ihre zwei jüngeren Schwestern als Teenager schwanger wurden, ging sie ihren eigenen Weg, indem sie sich verschiedene Jobs suchte, eine Fremdsprache lernte und letztendlich Fremdenführerin wurde. Sie weigerte sich außerdem, Geld nach Hause zu schicken, um ihre Eltern und Geschwister zu finanzieren, die sich keine Arbeit suchen wollen und von ihr erwarten, dass sie blecht, eine übliche Erwartungshaltung in lateinamerikanischen Kulturen. Die einzige Ausnahme ist dabei ihr kleiner Bruder, dessen Studien sie gerne finanziell unterstützt.

Mit dem Ziel, ein Englischzertifikat zu erwerben, das man für die Tourismusbranche braucht, träumt sie davon, nach Costa Rica zu gehen. Als sie mich fragte, wann ich meinen ersten Job hatte, erzählte ich ihr, dass ich mit 11 Jahren Zeitungen austrug. Sie sagte, sie bewundere die Art und Weise, wie wir in den westlichen Kulturen so früh anfingen zu arbeiten und wie mehr man damit sein Geld zu schätzen lerne. Ich bewundere SIE für ihre Stärke, sich in dieser Macho-Gesellschaft durchzusetzen und ihren eigenen Weg zu gehen.