Category Archives: Running

Arrival in Fort Collins

Our last really long driving day was from Wall, SD to Fort Collins, CO. Almost 400 miles. As mentioned in a previous post, we hit Mount Rushmore on the way and also drove through the Black Hills, which were more scenic and enjoyable. We got started early but it was a long driving day with a baby. Once we entered Wyoming, there was really nothing but it was also refreshing to not see any billboards for a while. We were so happy and exhausted when we got to Fort Collins.

Fort Collins is a college town, home of New Belgium Brewing, and can also be your base for exploring Rocky Mountain National Park. The day of our arrival and the day after, we just took it easy, explored town and went for a run. It was delightful. I went for a 5 miler and took some pictures of Colorado State University, which had lots of students milling around and bikes everywhere. Despite the 5,000-foot elevation and a whole week of not running, it wasn’t that hard.

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Entrance sign. Eingangsschild.

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The Colorado State Rams are the athletic teams. Die Colorado State Rams (Sturmböcke) sind die Sportmannschaften.

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Rocky Mountain foothills in the distance. Rocky-Mountain-Ausläufer in der Ferne.

Unser letzter richtig langer Tag im Auto war von Wall, Süddakota nach Fort Collins, Colorado. Fast 400 Meilen (bald 650 km). Wie bereits in einem vorherigen Bericht erwähnt, fuhren wir bei Mount Rushmore vorbei und auch durch die Black Hills, die landschaftlich schöner und reizender waren. Wir fuhren früh los, aber es war ein langer Tag im Auto mit einem Baby. Als wir nach Wyoming kamen, war da wirklich gar nichts, aber es war auch mal nett, eine Weile lang keine Reklametafeln zu sehen. Wir waren so froh und kaputt, als wir in Fort Collins ankamen.

Fort Collins ist eine Unistadt, die Heimat der New-Belgium-Brauerei und kann auch ein guter Standort sein, um den Rocky Mountain Nationalpark zu erkunden. Am Tag unserer Ankunft und am Tag danach gingen wir es locker an, erkundeten die Stadt und gingen laufen. Es war herrlich. Ich lief 8 km und machte ein paar Bilder von der Colorado State Universität, dem Studentenleben dort und den ganzen Fahrrädern. Trotz der Lage auf 5000 Fuß (1524 m) und einer Woche ohne Laufen, war es gar nicht so schwer.

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So many bikes. So viele Fahrräder.

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Bike parking. Fahrradparkplätze.

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First night at our AirBnB. One of many New Belgium beers. We didn’t make it to the brewery because they were closed the day we wanted to go. Erster Abend im AirBnB. Eins von vielen New-Belgium-Bieren. Wir schafften es nicht in die Brauerei, weil sie an dem Tag, an dem wir hinwollten, geschlossen hatte.

Parenting is Hard

In our running club, we often say “Marathons are hard”. It is certainly true. But if you want to really know what’s hard, try taking care of a newborn. After a marathon, you get to sleep and rest on your laurels. With a baby, getting rest looks very different and working in shifts at night is no joke. I am grateful that Matt is here for another two weeks and that my parents are coming at the end of the month. Everyone says that it will get easier, and we expected this to be hard.

I look forward to taking her to places when she gets a little older. Right now, she is just too little to go out much, so whenever we go outside for a run/walk or whatever activity, we just take turns while the other one stays in the house. She does nap during the day and eventually falls asleep at night but the fussy periods and the interrupted sleep is rough, but we’ll get through it. It is all worth it in the end.

Here’s to a new chapter in our lives! I’ll refrain from posting pictures of her to keep her privacy but I can’t wait for her first smile. Until then: Coffee, please!

In unserem Sportverein sagen wir oft „Marathons sind hart”. Das stimmt wohl. Wenn man allerdings wirklich wissen will, was hart ist, dann soll man mal versuchen, sich um ein Neugeborenes zu kümmern. Nach einem Marathon kann man schlafen und sich auf seinen Lorbeeren ausruhen. Mit einem Baby sieht die Erholung ganz anders aus und Nachtschichten sind kein Witz. Ich bin froh, dass Matt noch zwei Wochen hier ist und dass meine Eltern Ende des Monats kommen. Jeder sagt, dass es leichter wird und wir hatten damit gerechnet, dass es anstrengend wird.

Ich freue mich darauf, sie mit rauszunehmen, wenn sie ein bisschen älter ist. Momentan ist sie noch zu klein und wenn wir rausgehen, um zu laufen/spazieren zu gehen oder was auch sonst zu machen, dann wechseln wir uns ab, während die andere Person zu Hause bleibt. Sie schläft viel tagsüber und schläft dann auch nachts irgendwann ein, aber die quengeligen Momente und der unterbrochene Schlaf ist anstrengend, aber wir kommen da schon durch. Am Ende lohnt sich das doch alles.

Auf ein neues Kapitel in unserem Leben! Ich stelle hier keine Fotos von ihr rein, um ihre Privatsphäre zu schützen, aber ich freue mich schon auf ihr erstes Lächeln. Bis dahin: Kaffee bitte!

🏃 Running & Life 🏃

There comes a time for every runner when you realize that your body has limits. We all like to push ourselves to get faster and stronger, and it feels so good. Whether it’s for a marathon or our first race, we always feel like we can do more, go farther, run faster, and do better. It’s almost like a vicious cycle because once you get hooked, there is no way back. Running is now part of my life. It clears my head, gives me alone time, and keeps me fit.

Shortly after my last marathon, I got pregnant. Other than the few weeks of mild nausea and general fatigue initially, everything was great. I continued to run, logging 30+ miles every week, and felt great. During my runs, I pictured myself writing a running post after giving birth about how great I felt and how I kept going. I didn’t want to publish it earlier because I felt like I was going to jinx it. Well, the jinxing happened on its own about 2 weeks ago.

On my last 7-mile run, my lower left back started feeling off. I took the weekend off to just bike a little and take it easy. But it just wouldn’t go away. I attempted a 2-mile run about five days later only to realize that it was not going to work. Now, 2 weeks later, I’m still walking around, and have officially realized that this is probably the end of my running for now. Or maybe not. I had told myself early that I would run as long as it felt good, and now it no longer does.

The baby and my overall health are obviously more important than everything else. I can still walk around and maybe go swimming at some point. There is plenty of time next year to get back to where I used to be, and I’ll have more important things to do anyway. Plus, with the days getting shorter now, this is not a bad time to just take it easy, rest up and enjoy the calm before the storm. I’ll be back next year. 😊

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My friend Urvi and I at my last 10k in September in Gloucester, MA. Felt great! Photo credit: Urvi. Meine Freundin Urvi und ich bei meinem letzten 10km-Lauf im September in Gloucester, MA. Fühlte sich großartig an! Fotoquelle: Urvi.

Es kommt eine Zeit für jeden Läufer, wenn man feststellt, dass der Körper Grenzen hat. Wir wollen alle immer schneller und stärker werden und es fühlt sich so gut an. Egal ob für einen Marathon oder unser erstes Rennen, wir denken immer, dass noch mehr geht, wir weiter und schneller laufen und besser werden können. Es ist fast wie ein Teufelskreis, denn wenn man einmal drin ist, gibt es kein Zurück mehr. Laufen gehört nun für mich dazu. Es macht den Kopf frei, gibt mir Zeit für mich alleine und hält mich in Form.

Kurz nach meinem letzten Marathon wurde ich schwanger. Bis auf das bisschen Übelkeit und allgemeine Plattheit gegen Anfang war alles super. Ich lief weiter, über 30 Meilen (~48 km) jede Woche und fühlte mich großartig. Während meiner Läufe stellte ich mir vor, wie ich nach der Geburt einen Blogartikel schreiben würde, wie gut es mir ging und wie ich immer weiterlief. Ich wollte abergläubisch vorher nichts schreiben, weil ich mir nichts verderben wollte. Nun ja, das kam vor ca. 2 Wochen alles von ganz allein.

Bei meinem letzten 7-Meilenlauf (11 km) fühlte sich mein Rücken komisch an. Ich ließ es am Wochenende locker angehen und fuhr nur ein bisschen Fahrrad. Aber es wollte nicht weggehen. Ich versuchte mich fünf Tage später an 2 Meilen (~ 3 km), stellte allerdings fest, dass das nicht funktionierte. Jetzt, 2 Wochen später, spaziere ich immer noch rum und habe offiziell festgestellt, dass das wahrscheinlich erst mal das Ende meiner Lauferei ist. Oder vielleicht auch nicht. Ich hatte mir von Anfang an gesagt, dass ich so lange laufen würde, wie es sich gut anfühlt und jetzt tut es das nicht mehr.

Das Baby und meine allgemeine Gesundheit sind natürlich wichtiger als alles andere. Ich kann immer noch rumlaufen und vielleicht irgendwann auch schwimmen gehen. Nächstes Jahr ist genug Zeit, um wieder in Form zu kommen und ich werde wichtigere Dinge zu tun haben. Dazu kommt noch, dass die Tage kürzer werden und es eigentlich keine schlechte Zeit ist, es lockerer anzugehen, sich zu entspannen und die Ruhe vor dem Sturm zu genießen. Bis nächstes Jahr. 😊

Baby’s first subconscious 5k in May in Barcelona. Der erste unbewusste 5km-Lauf für das Baby im Mai in Barcelona.

All Marathons Are Hard, But Some Marathons Are Harder Than Others…

When I was in Germany in March, I brought back some books from my room. One of them was my brother’s high school copy of Animal Farm by George Orwell, who also wrote my favorite English novel of all times: 1984. If you read the book, you know about the famous quote “All animals are equal but some animals are more equal than others”. As I’m reflecting on the Newport Marathon and the fact that marathons are just hard no matter what, this race was definitely harder than others due to the hilly course and a training cycle gone awry.

I did not have high hopes going in, but this one was probably the hardest marathon I have done so far. Starting out at an 8:20 pace, I felt good for about 10 miles when I lost about two minutes having to catch my breath. This is anxiety and I have learned how to control it when it happens. Rather than getting upset, I tried to relax and was back to my normal pace two miles later. But it all felt hard even though I was used to running that pace during my training.

Approaching the half-way mark, which was also the finish area, I had serious thoughts about just dropping out. “I don’t want to do it anymore”, my body said to me. But my mind said “Shut up and just do it”. Matt and Julie, who had done the 5k, were already drinking beer at the Shipyard Beer Garden, and I gave them the thumbs down when I passed because I was done.

The second part of the course was just hard. Up and down and up and down. When I saw a street sign for “Purgatory Road”, I knew I was almost in hell. My endurance started fading around mile 18 and even though I did not hit the wall, I was just getting slower and slower. I kept seeing Victor and Dennis on the switchbacks and when I passed walking Victor, I knew he was having a rougher day than I had.

The finish was all a blur and we reunited afterwards, had beers and reminisced about a race that was much harder than we thought. What’s left are memories of a weekend full of laughs, lots of things gone wrong (read Urvi’s story here), a nice medal and some closure for marathons because I am done with them for a while. Plus, with the fact that I didn’t get into Boston this year despite qualifying, and the weather looking a bit on the warmer side, I’m really happy being a spectator tomorrow. Peace! ☮

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Photo credit: Urvi/Paola

Alle Marathons sind schwer, aber manche Marathons sind schwerer als andere…

Als ich im März in Deutschland war, habe ich ein paar Bücher aus meinem Zimmer mitgebracht. Eins davon war „Farm der Tiere” von meinem Bruder aus der Schule und von George Orwell, der auch meinen liebsten englischen Roman aller Zeiten geschrieben hatte: 1984. Wenn ihr das Buch gelesen habt, dann kennt ihr sicher das berühmte Zitat „Alle Tiere sind gleich, aber manche sind gleicher”. Wenn ich jetzt über den Newport-Marathon nachdenke und die Tatsache, dass Marathons einfach schwer sind, dann war dieses Rennen definitiv schwerer wegen der bergigen Strecke und einem Trainingszyklus, in dem alles schief ging.

Ich hatte von Anfang an keine großen Hoffnungen, aber das war bestimmt der schwerste Marathon, an dem ich je teilgenommen habe. Es ging los mit Tempo 5:11 pro Kilometer und das fühlte sich ungefähr 16 Kilometer ganz gut an, bis ich ungefähr 2 Minuten verlor, um meine Atmung zu kontrollieren. Das ist innerliche Unruhe und ich habe gelernt, damit umzugehen, wenn das passiert. Anstatt mich aufzuregen, habe ich mich entspannt und war drei Kilometer später bei meinem alten Tempo. Aber es fühlte sich alles schwer an, obwohl ich das Tempo von meinem Training gewohnt war.

Als ich am Halbmarathon-Punkt war, der sich auch im Zielbereich fand, dachte ich echt daran, einfach auszusteigen. „Ich will nicht mehr”, sagte mein Körper zu mir, aber mein Kopf sagte mir „Halt die Klappe und mach das jetzt”. Matt und Julie, die den 5km-Lauf bereits hinter sich hatten, waren schon im Shipyard-Biergarten am Bier trinken und ich habe meinen Daumen runtergehalten, als ich vorbei kam, weil ich fertig war.

Der zweite Teil der Strecke war einfach schwer. Hoch und runter und hoch und runter. Als ich ein Straßenschild mit der Aufschrift „Purgatory Road” (Fegefeuer-Straße) sah, wusste ich, dass ich fast in der Hölle war. Meine Ausdauer ließ ab Kilometer 29 nach und obwohl „die Wand” nicht kam, wurde ich wurde immer langsamer. Ich sah Victor und Dennis, als sie mir mehrmals entgegen kamen, und als ich den gehenden Victor überholte, wusste ich, dass er einen schlimmeren Tag hatte als ich.

Am Ziel ging alles ganz schnell und wir waren danach schnell alle vereint, tranken Bier und erinnerten uns an ein Rennen zurück, das viel schwerer war, als wir dachten. Was jetzt übrig bleibt sind Erinnerungen an ein Wochenende voller Gelächter, viele Dinge, die schief liefen (lest hier Urvis Geschichte), eine schöne Medaille und ein Marathonabschluss, denn ich bin erst mal für eine Weile damit fertig. Außerdem ist da noch die Tatsache, dass ich dieses Jahr trotz Qualifikation nicht in den Boston-Marathon reingekommen bin und der Wetterbericht etwas warm aussieht, so dass ich echt froh bin, morgen nur Zuschauerin zu sein. Peace! ☮

Medal

Liebster Award Nomination – Dankeschön!

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Things have been so busy that I haven’t had the chance to post my final blog post about Vegas yet. It’s in the works and almost done. Sometimes, I struggle to find time to write a post but this week, I got nominated for the Liebster Award and that got me all pumped up to start writing again.

So what is this nomination? The Liebster Award has been around since 2011 to encourage bloggers to discover and promote new and emerging blogs with less than 1,000 followers. My blog isn’t actually new but I also never actively promoted it, so I was pleasantly delighted when Matthew from The Adventures of a Day Hiker called out our blog this week. Matthew is a also huge fan of our national parks, so thank you for the nomination!

After the nomination, things go like this:

  1. Post about the award, thank the person who nominated you and link to their blog.
  2. Answer their questions about yourself.
  3. Nominate 5 –10 people with fewer than 1,000 followers, let them know via social media.
  4. Write your own set of questions for your nominees.
  5. Feel good about yourself for winning an award and pass it on.

And here are my answer’s to Matthew’s questions.

Why did you start blogging? In 2010, we quit our jobs to travel the world for a year. The blog was originally created to tell stories about our experience traveling for close friends and family. After the trip was over, I decided to keep it alive by filling it with travel stories about new trips and past trips because we will never stop exploring. I write in English and then translate everything to German, so that my family and anyone who is more comfortable with German can read it, too.

What is your favorite place you’ve ever visited? Matt and I both love the outdoors. National parks are definitely on top of my list, for example Banff National Park in Canada and Grand Teton National Park in Wyoming but we were also huge fans of Ecuador and Laos during our year off traveling.

What place is atop your bucket list? More national parks and more hiking. In fact, we booked flights to Seattle and are going the North Cascades later this year. I would also love to go to Glacier National Park in Montana and travel to Nepal some day to hike in the Himalayas.

What is your dream job? I would work less in order to have more free time to explore, maybe 10-20 hours a week, and also spend less time in the car and more time outside.

What is your favorite book? 1984 by George Orwell, a dystopian novel published in 1949 about a totalitarian surveillance state. I first read it in high school in English class. It is also one of the few books I have read multiple times (another one is Das Parfum by Patrick Süskind). Plus, it gets you from the first sentence: It was a bright cold day in April, and the clocks were striking thirteen… Don’t get me started on why this book is now more relevant than ever…

What are your favorite things to do when you’re not blogging? Running, which fits in with being outdoors and being active. With winters in New England, it can be challenging but I don’t care. Running gives me a free mind and time to myself. I love it. Sometimes I also blog about running because I consider it related to traveling because it takes you to new places, lets you explore and makes you feel free.

Do you travel with children? We don’t have children but if we did, I would certainly travel with them.

My nominations

1. My World Wanders, a travel blog about adventures with really nice photos. I also like the travel advice articles. Don’t let anyone tell you that you can’t afford to travel. 🙂

2. Image Earth Travel hails from Australia and takes you around the world through stunning photos and travel stories.

3. Stay Wild. Roam Free. A small town girl from Wisconsin blogs about her love for the outdoors. I liked her post about Arizona. We were just there in October. Magical state!

4. Travel Muses love to do family-friendly trips all over the world, including the US, Europe, New Zealand and Asia. They offer great inspiration for your next trip to save you some planning time.

5. Regular Guy Adventures. The keyword for this blog is BHAG, an acronym I happened to know from work: Big hairy audacious goals! His blog greets you with a giant map of the US with pins for the places he has been. Love it!

My questions

  1. Who is your favorite travel writer and why?
  2. If a nature lover asks you for a place to go, where would you send that person?
  3. What is the best city you have ever traveled to and why?
  4. What is your top travel app and why?
  5. What is the weirdest food you have ever eaten on the road?

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Es ist die ganze Zeit so viel los und ich kam bisher noch nicht dazu, meinen letzten Bericht über Las Vegas zu veröffentlichen. Ich bin dran und fast fertig. Manchmal finde ich es einfach schwierig, die Zeit für einen Bericht zu finden, aber diese Woche wurde ich für den Liebster-Award nominiert und habe jetzt wieder Lust zum Schreiben.

Was ist das für eine Nominierung? Den Liebster-Award gibt es seit 2011 und er regt Blogger dazu an, neue und entstehende Blogs mit weniger als 1.000 Followern zu entdecken und zu fördern, von daher war ich positiv überrascht, als Matthew von The Adventures of a Day Hiker diese Woche unseren Blog nominiert hat. Matthew ist auch ein großer Fan von Nationalparks, danke also für die Nominerung!

Nach der Nominierung geht es so weiter:

  1. Man schreibt über den Award, dankt der Person, von der man nominiert wurde und verlinkt auf deren Blog.
  2. Man beantwortet eine Reihe von Fragen über sich.
  3. Man nominiert 5-10 Blogs mit weniger als 1.000 Followern und sagt ihnen über Social Media Bescheid.
  4. Man schreibt selbst Fragen für die Nominierten.
  5. Man freut sich über den Award und gibt ihn weiter.

Und hier meine Antworten auf Matthews Fragen.

Warum hast du mit dem Bloggen angefangen? 2010 haben wir unsere Jobs gekündigt und sind ein Jahr rumgereist. Der Blog war ursprünglich für unsere Reisegeschichten, enge Freunde und Familie da. Als die Reise vorbei war, nahm ich mir vor, den Blog am Leben zu erhalten und ihn mit neuen und alten Reisegeschichten zu füllen, weil es immer weiter geht. Ich schreibe auf Englisch und übersetze alles auf Deutsch, so dass meine Familie und jeder, der lieber was auf Deutsch liest, alles mitverfolgen kann.

Was ist ein Ort, den du am liebsten besucht hast? Matt und ich sind beide gerne draußen. Nationalparks sind definitiv oben auf unserer Liste, zum Beispiel Banff National Park in Kanada und Grand Teton National Park in Wyoming, aber uns hat es bei unserer Weltreise auch total gut in Ecuador und Laos gefallen.

Was steht ganz oben auf deiner Löffelliste? Mehr Nationalparks und mehr Wandern. Tatsache ist, wir haben Flüge nach Seattle gebucht und fahren später dieses Jahr in die North Cascades. Ich würde auch sehr gerne in den Glacier Nationalpark in Montana und nach Nepal fahren, um irgendwann im Himalaya zu wandern.

Was ist dein Traumjob? Ich würde weniger arbeiten, um mehr Zeit zum Entdecken zu haben, vielleicht 10-20 Stunden die Woche und ich würde auch weniger Zeit im Auto und mehr draußen verbringen.

Was ist dein Lieblingsbuch? 1984 von George Orwell, ein dystopischer Roman aus dem Jahr 1949 über einen totalitären Überwachungsstaat. Ich habe das Buch zum ersten Mal in meinem Englischkurs in der Oberstufe gelesen. Es ist auch eins der wenigen Bücher, die ich mehrmals gelesen habe (das andere ist Das Parfum von Patrick Süskind). Dazu kommt noch der erste Satz: Es war ein heller, kalter Tag im April und die Uhren schlugen dreizehn… Und fangt mir gar nicht damit an, wie relevant das Buch in der heutigen Zeit ist.

Was machst du am liebsten, wenn du nicht bloggst? Laufen, denn das heißt draußen und aktiv sein. Mit dem Winter in Neuengland kann das eine Herausforderung sein, aber mir ist das egal. Laufen macht den Kopf frei und ich habe Zeit für mich. Mir gefällt das. Manchmal blogge ich auch über das Laufen, weil es ähnlich wie Reisen ist, weil man an neue Orte kommt, entdecken kann und ein Gefühl der Freiheit bekommt.

Reist du mit Kindern? Wir haben keine Kinder, aber wenn wir welche hätten, dann würde ich auch mit ihnen verreisen.

Meine Nominierungen

1. My World Wanders, ein Reiseblog über Abenteuer mit richtig tollen Fotos. Ich mag auch die Reisetipps. Lasst euch nie sagen, dass ihr euch eine Reise nicht leisten könnt! 🙂

2. Image Earth Travel grüßt euch aus Australien und führt euch mit tollen Fotos und Reisegeschichten durch die Welt.

3. Stay Wild. Roam Free. Ein Mädel aus einer Kleinstadt in Wisconsin bloggt über ihre Liebe zur Natur. Ich mag ihren Bericht über Arizona. Wir waren gerade erst im Oktober da. Ein zauberhafter Bundesstaat!

4. Travel Muses verreisen gerne mit Kindern in der ganzen Welt, einschließlich den USA, Europa, Neuseeland und Asien. Sie haben tolle Ideen für eure nächste Reise und sparen euch Zeit bei der Vorbereitung.

5. Regular Guy Adventures.  Das Schlüsselwort hier ist BHAG, eine Abkürzung, die ich zufällig von der Arbeit kenne: Big hairy audacious goals (große haarige waghalsige Ziele)! Sein Blog begrüßt euch mit einer riesigen Karte der USA und Nadeln an den Stellen, wo er bereits war. Sehr cool!

Meine Fragen

  1. Wer ist dein liebster Reiseschriftsteller und warum?
  2. Wenn ein Naturliebhaber dich nach einem Ort fragst, wo würdest du ihn hinschicken?
  3. Welche ist deine Lieblingsstadt und warum?
  4. Welche ist deine Lieblingsreise-App und warum?
  5. Was ist das Komischste, das du jemals unterwegs gegessen hast?

Running in Québec – C’est bon !

I have said it before but I can’t say it enough: Running while you’re traveling is the best way to explore a new area. You might venture somewhere that you would have never gone to walking around as a tourist. On our second day in Québec two weeks ago, we spent the morning going for a run, and it was a great decision.

When I booked our AirBnB, I picked an area outside of Old Québec: La-Cité–Limoilou, just on the other side of the river and a 2 km walk from the fortifying walls. Old Québec is very hilly, and we both didn’t really feel like running there with all the tourists around, so we stayed close to the river. And wow, was that pleasant!

The Parc linéaire de la Rivière-Saint-Charles runs 32 km along the river and is almost like the Esplanade in Boston but much better. The path is divided for bikers and pedestrians, and it was fabulous. Pure nature, great running and a place we might have not explored just walking around Québec. If you’re ever in that area, go check it out.

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One way for pedestrians and another one for bikers. The bikers were going pretty fast, so the separation made sense. Ein Weg für Fußgänger und ein anderer für Radfahrer. Die Radfahrer waren ziemlich schnell unterwegs, deshalb war die Aufteilung ganz sinnvoll.

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What a nice park. Was für ein schöner Park.

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Works by Truong Chanh Trung representing local birds in a stylish way. I saw several of them. Kunst von  Truong Chanh Trung, die regionale Vögel auf stilvolle Art repräsentiert. Ich habe mehrere davon gesehen.

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Downtown Québec in the distance. Der Stadtkern von Québec in der Ferne.

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These were all over the place with different fitness tips. Diese waren überall mit unterschiedlichen Fitnesstipps.

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We might not have ended up in Cartier-Brébeuf but with a run, this was pretty close. Some local history. Wir wären vielleicht nicht ins Cartier-Brébeuf gekommen, aber mit einem Lauf war das nicht so weit. Ein bisschen Geschichte aus der Gegend.

Ich habe es schon mal gesagt, aber ich kann es nicht genug sagen: Wenn man auf Reisen laufen geht, erkundet man so am besten eine neue Gegend. Man kommt vielleicht wohin, wo man so nicht als Tourist spazieren gehen würde. Am zweiten Tag in Québec vor zwei Wochen, verbrachten wir den Morgen mit einem Lauf und es war eine super Entscheidung.

Als ich unser AirBnB gebucht hatte, suchte ich eine Gegend außerhalb der Altstadt von Québec aus: La-Cité–Limoilou, einfach nur auf der anderen Seite des Flusses und 2 km zu Fuß von der Stadtmauer entfernt. Die Altstadt von Québec hat viele Berge und wir hatten nicht wirklich Lust drauf, dort mit den ganzen Touristen laufen zu gehen, also blieben wir beim Fluss. Und wow, war das schön!

Der Parc linéaire de la Rivière-Saint-Charles geht 32 km am Fluss entlang und ist fast so wie die Esplanade in Boston, aber viel schöner. Der Weg ist für Radfahrer und Fußgänger getrennt und das war super. Natur pur, super Laufstrecke und ein Ort, den wir nicht als Fußgänger in Québec erkundet hätten. Wenn ihr in der Gegend seid, geht da mal hin.

The Providence Marathon – No Excuses!

“Few things in life match the thrill of a marathon” – Fred Lebow

It was a weekend when everything came together: a hard marathon training cycle, perfect running weather, wonderful company, and a well-organized race. The tagline “no excuses” was coined, resulting in the fastest half marathon in 13 years for my friend Urvi, a 12-minute personal marathon best for me, and the most unreal feeling ever crossing the finish with a Boston qualifying time. Here is the story of our race weekend in Providence.

Pre-marathon. We took the train down to Providence Saturday afternoon after I had been pacing around the house all morning getting nervous about Sunday. I had trained so hard for this marathon and with two marathons under my belt so far plus having trained well, I knew I had a chance of running a personal best. I just didn’t know how well I could do, and I didn’t want to go into the race too confident. It backfired at the Manchester City Marathon when I was chatting with another running during the early miles, then got one of my breathing episodes when my heart rate went up, and had to stop at mile 4, completely throwing off my time. That race also had a Nor’easter, which I could have used as my excuse but things just didn’t go well at all. Since then, I had sworn to myself to be more focused. I was nervous. Really nervous.

The “expo”. Our train zipped us down to Providence in less than 40 minutes, compared to a car ride that would have taken us at least an hour. Fabulous! Our AirBnB was walking distance from the train station, and we were there in no time. After dropping off our bags, we headed to the expo. It was inside the Providence Mall near the North Face store. Once inside the mall, it was really hard to find. Where were all the runners? Volunteering at the ginormous Boston expo two weeks earlier, we started laughing when we arrived at the Providence “expo” inside an abandoned store with barely any people around. The number and t-shirt pick-up took about a minute, and we were done!

Providence and dinner activities. We strolled around Providence a little bit making sure not to walk too much in anticipation of our race the next day. Urvi had mentioned that Providence was like a mini Boston and it sure felt like that. The capitol was definitely more majestic than the Massachusetts state house but sights like the Omni Parker Hotel and a green line through town, apparently the Providence Heritage Trail, surely reminded us of Boston’s freedom trail. We had dinner at our AirBnB with a fellow Somerville Road Runner, Brendan, his wife Liz and their cute little 2-year old son Declan. Thanks, Urvi for cooking! When we looked at the perfect forecast for the next day (mid forties, cloudy and 1-mile-an-hour winds…), Brendan said “no excuses”, and I took that to heart. A new mantra was born. Whenever conditions are great, there is really no excuse to not run well.

Race morning. After heading to bed at 9:30 pm, we got up well rested around 5 am, had breakfast and walked to the start line. Everything was so easy. I love small races. I loved that about Manchester, too. Boston was surely a highlight, and also my first marathon, but the story of us on the marathon bus nearly peeing our pants experiencing more pain before the marathon than during the race will be forever ingrained in my memory. Providence was so easy. No major crowds but still busy enough. I loved it.

The race. During the race, I kept a few things in my mind: advice from our coach Joe and Deb’s race spreadsheet. Thank you, you guys. You definitely kept me going. Joe’s first piece of advice was: The first 10 miles must feel easy, and I tried to stick to that. I tagged along the 3:45 pace group for a little and took off after a while following Joe’s second recommendation: Let the pace come to you. And hell yeah, it came. Deb (and Laurie) had given me a pep talk a few weeks prior encouraging me that I could run a BQ. Deb sent me a spreadsheet with target paces for the whole 26.2 miles. She had me come in with a 3:36, which I thought was a little aggressive but it wasn’t too far off to what I ended up doing. I just had to make sure to not go out too fast. My first mile ended up being 8:31, which was faster than what I wanted but was still reasonable enough.

The course. My memory of the course isn’t as vivid as what I remembered from Boston when I wrote my race report because I was well familiar with the course. What I do remember is that it was very pleasant, yet not overly scenic, and there was a lot of bike path, which made for flat and fast running but was also a little dull at times because it felt very long and the crowds were thin. Brendan had also told us about a guy who would blast loud music, which you would hear passing his house but also later on the bike path, a lot further away. Supposedly, he was supposed to play “Eye of the Tiger” but it was actually the Rocky theme song. It was AWESOME!

Words in my head. If you are a runner, you know that there is a lot of weird stuff going on in your head while you race. I kept telling myself that there were no excuses to not run well because the conditions were just so perfect. When would I get the chance to do this again having trained so well? Don’t fuck this up! Those words accompanied me until the end. I crossed the half marathon mat in a little under 1:50 and knew I could be on track to do a 3:40, so I kept going. At mile 15, I started getting tired so I had to make little goals. A gel at mile 18 or counting down the miles to 20. After that, I would have to see whether I would hit the wall. I hit the wall during a half marathon before, and it’s the most horrible thing. Everything else is misery for the rest of the race. Luckily, the wall never came.

The end. For the last 6 miles, I kept a steady pace and was passing a lot of people, including a boy who was crying, so I yelled something positive at him. That’s what a marathon does to you. When you pass a lot of people late in the game, you know that things are going well. At mile 23, there was one short hill I had to conquer, and while I was running up, I told myself to relax, and that it was OK to run up the hill slowly. Relax in your head. You can make it up later if you have the energy. Don’t fuck it up now. You’re so close. Around mile 24, I knew I had a shot of breaking 3:40. The last two miles were hard and all about mental strength, telling myself to not fuck this up. As I made the final turn and saw the finish line, my eyes locked in on the clock, and I sprinted as fast as I could. I heard Urvi yelling my name and crossed with a 3:39:52, which later ended up being an official 3:39:39. Urvi and her (surprise guest) husband Jesse were there with a hug, and it was wonderful.

Marathons are hard. There is no denying that. The odds were in my favor this training cycle with the mildest winter Boston had seen in decades and no major injuries. Being well-trained, cautious and mentally strong can make a finish the way I experienced it on Sunday one of the most incredible things, and it’s hard to describe unless you experience it yourself. Would I do it again? Oh yes! But I also know that not every marathon will be like the Providence Marathon (so far I experienced two good ones and one bad one), so for now I can revel in the memories from last weekend. For the love of running! See you at the next race!

PS: Nice job, Brendan on running a 3:23 and to Chris, another Somerville Road Runner, who came in fourth overall in 2:38 with only 3 weeks of running after a stress fracture. How is this possible???

Arrival in Providence. Our AirBnB (and Urvi)

Arrival in Providence. Our AirBnB (and Urvi). Ankunft in Providence. Unser AirBnB (und Urvi).

2

The Capitol – kinda cool. Das Capitol – echt cool.

Expo

The “expo”. When the door looks like that, you know it’s going to be small. Die „Expo”. Wenn die Tür so aussieht, weiß man, das alles sehr klein sein wird.

The final sprint to the finish. Thank you Jesse for capturing that special moment.

The final sprint to the finish. Thank you Jesse for capturing that special moment. Der Sprint ins Ziel am Ende. Danke, Jesse, dass du diesen besonderen Moment festgehalten hast.

Post race with our gold. Thanks again, Jesse for taking this (with Urvi's phone).

Post race with our gold. Thanks again, Jesse for taking this (with Urvi’s phone). Nach dem Rennen mit unserem Gold. Danke nochmal an Jesse für das Foto (mit Urvis Telefon).

„Wenige Dinge im Leben sind so spannend wie der Nervenkitzel eines Marathons” – Fred Lebow

Es war ein Wochenende, an dem alles zusammen kam: hartes Marathon-Training, perfektes Laufwetter, wunderbare Gesellschaft und ein super organisiertes Rennen. Der Spruch „keine Ausreden“ wurde geprägt und darauf folgte der schnellste Halbmarathon in 13 Jahren für meine Freundin Urvi, eine Marathon-Bestzeit von 12 Minuten für mich und das absolut irrealste Gefühl beim Zieleinlauf mit einer Qualifikationszeit für den Boston Marathon. Hier ist die Geschichte unseres Laufwochenendes in Providence.

Vor dem Marathon. Wir fuhren Samstagnachmittag mit dem Zug nach Providence, nachdem ich den ganzen Morgen im Haus herumgeschlichen war und wegen Sonntag ganz nervös wurde. Ich hatte so hart für diesen Marathon trainiert und mit zwei Marathons in der Tasche sowie gut gelaufenem Training wusste ich, dass ich eine Chance auf eine Bestzeit hatte. Ich wusste allerdings nicht, wie gut ich laufen könnte und wollte nicht zu selbstsicher ins Rennen gehen. Beim Manchester City Marathon ging das nach hinten los, als ich mit einer anderen Läuferin plauderte, dann Atemprobleme bekam, meine Herzfrequenz hochging und ich bei Kilometer 6 anhalten musste, was meine Endzeit komplett durcheinander brachte. Bei dem Rennen hatten wir auch einen Regensturm, den ich als meine Ausreden hätte nehmen können, aber es lief einfach alles nicht so gut. Seitdem hatte ich mir geschworen, dass ich mich besser konzentrieren würde. Ich war nervös. Sehr nervös.

Die „Expo”. Unser Zug brachte uns blitzschnell in unter 40 Minuten nach Providence, verglichen mit einer Autofahrt, die mindestens eine Stunde gedauert hätte. Genial! Unser AirBnB war zu Fuß vom Bahnhof aus zu erreichen und wir waren im Nu da. Nachdem wir unser Gepäck abgeladen hatten, ging es weiter zur Expo. Diese war in der Providence-Mall in der Nähe des North-Face-Geschäfts. Als wir in der Mall waren, war alles schwer zu finden. Wo waren die ganzen Läufer? Da wir zwei Wochen vorher bei der riesigen Boston-Expo mitgeholfen hatten, fingen wir bei unserer Ankunft bei der Providence-„Expo“ an zu lachen, denn sie war in einem leerstehenden Geschäft und es war kaum einer da. Das Abholen der Startnummer und des T-Shirts dauerte eine Minute und wir waren fertig!

Providence und das Abendessen. Wir liefen ein bisschen in Providence herum, wollten aber wegen des Rennens am nächsten Tag nicht zu weit gehen. Urvi hatte erwähnt, dass Providence wie ein Mini-Boston war und so fühlte es sich an. Das Capitol war definitiv majestätischer als das State House von Massachusetts, aber Sehenswürdigkeiten wie das Omni Parker Hotel und eine grün durchgezogene Linie durch die Stadt, anscheinend der Providence Heritage Trail, erinnerte uns an den Freedom Trail in Boston. Wir aßen mit unserem Mitläufer der Somerville Road Runners Brendan, seiner Frau Liz und ihrem süßen zweijährigen Sohn Declan zu Abend. Danke fürs Kochen, Urvi! Als wir den perfekten Wetterbericht für den nächsten Tag sahen (7-8 Grad, bewölkt und ein Wind von 1 Meile pro Stunde…), sagte Brendan „keine Ausreden“ und das nahm ich mir zu Herzen. Ein neues Mantra war geboren. Immer wenn die Bedingungen gut sind, gibt es wirklich keine Ausreden, nicht gut zu laufen.

Der Morgen des Rennens. Nachdem wir um 21:30 Uhr ins Bett gegangen waren, standen wir um 5 Uhr auf, frühstückten und machten uns auf zum Start. Alles war so einfach. Ich finde kleine Rennen toll. Das hat mir auch an Manchester gefallen. Boston war natürlich auch ein Highlight und dazu mein erster Marathon, aber unsere Geschichte über den Marathonbus, als wir uns fast in die Hose machten und mehr Schmerzen hatten als während des Marathons wird mir für immer in Erinnerung bleiben. Providence war so einfach. Keine Horde Menschen, aber trotzdem noch genug los. Herrlich!

Das Rennen. Während des Rennens hielt ich mir einige Dinge im Hinterkopf: Rat von unserem Trainer Joe und Debs Exel-Tabelle. Ich danke euch! Ihr habt mich definitiv in Gang gehalten. Der erste Tipp von Joe war: Die ersten 10 Meilen (16 Kilometer) müssen sich einfach anfühlen, und ich versuchte, mich daran zu halten. Ich lief zunächst mit der Tempogruppe 3:45, ließ sie nach einer Weile hinter mir und folgte Joes zweitem Rat: Lass das Tempo auf dich zukommen. Und so war’s: es kam! Deb (und Laurie) hatten mir ein paar Wochen vorher gut zugeredet und mir Mut gemacht, dass ich eine Boston-Qualifikationszeit laufen könnte. Deb schickte mir eine Excel-Tabelle mit Tempovorschlägen für alle 26,2 Meilen. Sie hatte einen Zieleinlauf von 3:36 geplant, was ich etwas aggressiv fand, aber im Endeffekt war das nicht so weit weg von meiner richtigen Zeit. Ich musste nur sichergehen, dass ich nicht so schnell startete. Meine erste Meile war 8:31 (5:18 pro Kilometer), etwas schneller als geplant, aber noch in einigermaßen Ordnung.

Die Strecke. Meine Erinnerungen an die Strecke sind nicht so lebhaft wie die von Boston, als ich meinen Bericht schrieb, weil ich mit der Strecke sehr vertraut war. An was ich mich allerdings erinnere, ist dass alles sehr angenehm war, allerdings nicht sonderlich landschaftlich reizvoll und es gab viel Radweg, was einen schnell laufen ließ und manchmal auch ein bisschen langweilig war, weil es lang erschien und dort wenige Zuschauer waren. Brendan hatte uns von einem Typen erzählt, der immer Musik lauf aufdrehte, die man dann beim Vorbeilaufen hören würde und dann später noch mal auf dem Radweg, viel weiter weg. Anscheinend hätte „Eye of the Tiger“ gespielt werden sollte, aber es kam der Titelsong von Rocky. Der ABSOLUTE WAHNSINN!

Worte in meinem Kopf. Als Läufer gehen einem während eines Rennens viele komische Dinge durch den Kopf. Ich redete mir ein, dass es wirklich keine Ausreden gäbe, nicht gut zu laufen, weil die Bedingungen einfach so perfekt waren. Wann würde ich wieder dieselbe Möglichkeit mit so gutem Training haben? Versau dir’s nicht! Diese Worte begleiteten mich bis ans Ende. Ich lief über die Matte für den Halbmarathon in ein bisschen weniger als 1:50 und wusste, dass ich gute Chancen auf 3:40 hatte, also lief ich weiter. Bei Meile 15 (Kilometer 24) wurde ich langsam müde und musste mir also kleine Ziele setzen. Ein Gel bei Meile 18 (Kilometer 29) oder auf 20 Meilen (32 Kilometer) runterzählen. Danach würde ich dann merken, ob die Wand kommt oder nicht (Erklärung: Die Wand bedeutet, dass man einen Punkt erreicht, an dem man nicht mehr kann, was bei einem Marathon nicht untypisch ist). Ich bin schon mal bei einem Halbmarathon gegen eine Wand gelaufen und es ist furchtbar. Alles danach ist nur noch eine Qual. Zum Glück kam die Wand nie.

Das Ende. Für die letzten knapp 10 Kilometer versuchte ich, ein konstantes Tempo zu halten und überholte viele Leute, unter anderem auch einen Jungen, der weinte, also rief ich ihm etwas Positives zu. Wenn man so spät viele Leute überholt, weiß man, dass es gut läuft. Bei Meile 23 (Kilometer 37) war ein kurzer Berg, den ich erklimmen musste, und während ich hochlief, zwang ich mich zu entspannen und sagte mir, dass es in Ordnung sei, den Berg langsam hochzulaufen. Du bist fast da. Bei Meile 24 (ca. Kilometer 39) wusste ich, dass ich unter 3:40 kommen könnte. Die letzten zwei Meilen (3 Kilometer) waren hart und es ging nur um mentale Stärke und mir einzureden, dass ich mir das nicht versauen sollte. Als ich um die letzte Ecke bog und das Ziel sah, konzentrierte ich mich auf die Uhr und rannte so schnell ich konnte. Ich hörte Urvi meinen Namen rufen und kam mit 3:39:52 ins Ziel, was später eine offizielle Zeit von 3:39:39 wurde. Urvi und ihr (Überraschungsgast) Mann Jesse waren dort, nahmen mich in den Arm und es war herrlich.

Marathons sind hart. Daran zweifelt keiner. Die Karten standen gut für mein Training, der Winter war der mildeste, den Boston seit Jahrzehnten erlebt hatte und ich hatte keine großen Verletzungen. Mit gutem Training und einem starken Willen kann ein Ziellauf wie meiner am Sonntag einer der unglaublichsten Dinge überhaupt sein und man kann das kaum beschreiben, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Würde ich das noch mal machen? Ei logisch! Aber ich weiß auch, dass nicht jeder Marathon wie der Providence Marathon sein kann (soweit hatte ich zwei gute und einen sehr schlechten), aber nun schwelge ich erst mal in den Erinnerungen von letztem Wochenende. Weil Laufen toll ist. Wir sehen uns beim nächsten Rennen!

PS: Super gemacht, Brendan mit einer Laufzeit von 3:23 und Chris, ein weiterer Somerville Road Runner, der den vierten Platz in 2:38 belegte und das nur 3 Wochen nach einer Stressfraktur. Wie geht das???