Category Archives: USA – New Hampshire

2015 – The Travel Year in Review ✈

Today is Christmas and time to reflect. 2015 has been a good year. Even though I get the feeling we worked around the clock, I did find the time somehow to post 25 times on this blog this year, which is about every two weeks. Not bad at all.

The beginning of the year was clearly taken over by Boston’s most ridiculous winter ever. It ended up getting its own category with 8 posts. So far, the weather has been good to us with a record-breaking Christmas Eve yesterday and 70 degrees. We had wine on the front porch outside last night. Unreal.

After the brutal winter, we went to Europe for two weeks in May for some lovely family celebrations in Germany, a train conductor strike for 7 days, cycling in the Netherlands and two trips to Cologne. In early summer, we had to say goodbye to Jens Peter Zwei and enjoy biking. August was all about adventures in Mainehiking in New Hampshire and a farewell to a familiar running route.

And then fall came along. A hike south of Boston, followed by a trip to Fenway to see the Red Sox. Beautiful colors at Franconia Notch made for some very nice blog posts, and all of a sudden it was winter. Who knows what the new year will bring but our winter vacation is already booked. Hint, watch the video. Merry Christmas, Happy New Year and read you again in 2016.

Heute ist Weihnachten und Zeit zum Nachdenken. 2015 war ein gutes Jahr. Auch wenn ich den Eindruck habe, dass wir rund um die Uhr gearbeitet haben, habe ich dieses Jahr doch irgendwie die Zeit gefunden, 25 mal was zu schreiben, also ungefähr alle zwei Wochen. Gar nicht mal so schlecht.

Am Jahresanfang ging es ganz klar um den beklopptesten Winter überhaupt in Boston. Er bekam sogar seine eigene Kategorie mit 8 Einträgen. Soweit war das Wetter gut zu uns und gestern hatten wir einen rekordbrechenden Heiligabend mit 20 Grad. Wir haben abends Wein draußen auf der Veranda getrunken. Unfassbar.

Nach dem brutalen Winter ging es im Mai zwei Wochen lang nach Europa für wunderbare Familienfeiern in Deutschland, einen Lokführerstreik von 7 TagenRadfahren in den Niederlanden und zwei Trips nach Köln. Im Frühsommer mussten wir uns von Jens Peter Zwei verabschieden und das Radfahren genießen. Der August war voll mit Abenteuern in MaineWandern  in New Hampshire und einem Abschied von einer bekannten Laufroute.

Und dann kam der Herbst. Eine Wanderung südlich von Boston und dann noch ein Ausflug nach Fenway, um die Red Sox spielen zu sehen. Wunderschöne Herbstfarben in Franconia Notch sorgten für einige sehr schöne Blogeinträge und plötzlich war der Winter da. Wer weiß, was das neue Jahr bringt, aber unser Winterurlaub ist bereits gebucht. Hinweis: Schaut euch das Video an. Frohe Weihnachten, einen guten Rutsch ins neue Jahr und wir lesen uns wieder 2016.

Advertisements

🍁 Fall Fluming 🍁

Hot days are not for everyone. I’m definitely a colder-climate person. That’s when I feel most comfortable. When we were traveling for a year and spent a lot of time in very hot countries, we both started missing the seasons. Growing up in Germany, I was always used to having four seasons around, and I liked that. New England also has four but they’re slightly different with every season being a little more intense than in Western Europe.

Winters are rough because they’re long, snowy and cold. If you followed this blog last winter, you know I had a million things to write about the winter of 2015.  While Europe awakens in March, trees start to bloom and joy is in the air, we are still hibernating as it often doesn’t warm up until late April or early May here. Spring is definitely better in Europe and a short-lived phenomenon of a only few weeks here before the heat and humidity kick in. If you like to run, summers can be your second least favorite season right after the terrible New England winter.

The fall, however, is spectacular. Even after 10 years, I never get tired of the crisp fall days that follow a hot summer, and leaves changing from green to bright yellow and red. In Europe, the leaves do change their colors but they are just not the same. Over the last decade, we had family and many friends visit during the fall and everyone was always awestruck by the beauty of fall in New England. It is the best time of the year. I love it.

When we went up to New Hampshire last week to explore Franconia Notch State Park, we also visited the Flume before heading back to Boston. The Flume is a gorge extending 800 feet at the base of Mount Liberty. While a little overpriced at $16 per person for a 2-mile self-guided walk, it was interesting to learn about how the granite rock of the Flume was formed millions of years ago when dark-colored lava in a molten condition was pushed up from below filling cracks that had been formed in the granite. That lava then solidified to form dikes. With the years, the main dike was worn away leaving the flume gorge.

We spent the morning after our hike exploring the Flume and were able to take some breathtaking pictures of the beautiful fall colors surrounding it. Enjoy!

It was two days after Columbus Day when a horde of retired British tourists hijacked the Flume at 9 am. They all ran into the theater to watch the intro movie. We joined them. Es war zwei Tage nach dem Columbus-Day-Feiertag, als eine Horde von pensionierten britischen Touristen die Flume um 9 Uhr morgens unter Beschlag nahm. Sie stürmten alle ins Theater, um den Einführungsfilm zu schauen. Wir gesellten uns zu ihnen.

It was two days after Columbus Day when a horde of retired British tourists hijacked the Flume at 9 am. They all ran into the theater to watch the intro movie. We joined them. Es war zwei Tage nach dem Columbus-Day-Feiertag, als eine Horde von pensionierten britischen Touristen die Flume um 9 Uhr morgens unter Beschlag nahm. Sie stürmten alle ins Theater, um den Einführungsfilm zu schauen. Wir gesellten uns zu ihnen.

On the way to the Flume. Could it get any more New England than this? Auf dem Weg zur Flume. Kann das überhaupt noch mehr nach Neuengland aussehen?

On the way to the Flume. Could it get any more New England than this? Auf dem Weg zur Flume. Kann das überhaupt noch mehr nach Neuengland aussehen?

The Flume. Die Flume.

The Flume. Die Flume.

Hay scented fern. It really smelled like hay and the hay schnapps my brother always buys at a remote hut in South Tyrol... Farnkraut mit Heugeruch. Es roch wirklich nach Heu und nach dem Heuschnaps, den mein Bruder immer von einer abgelegenen Hütte in Südtirol mitbringt...

Hay scented fern. It really smelled like hay and the hay schnapps my brother always buys at a remote hut in South Tyrol… Farnkraut mit Heugeruch. Es roch wirklich nach Heu und nach dem Heuschnaps, den mein Bruder immer von einer abgelegenen Hütte in Südtirol mitbringt…

I mean, seriously. How can it get any better than this? The woods look like they're on fire! Also echt jetzt. Wie kann das denn noch besser aussehen? Der Wald sieht aus, als stände er in Flammen!

I mean, seriously. How can it get any better than this? The woods look like they’re on fire! Also echt jetzt. Wie kann das denn noch besser aussehen? Der Wald sieht aus, als stände er in Flammen!

Towards the end of the walk. Stunning! Gegen Ende des Spaziergangs. Wahnsinn!

Towards the end of the walk. Stunning! Gegen Ende des Spaziergangs. Wahnsinn!

Heiße Tage sind nicht für Jedermann. Ich bin definitiv ein Kaltblüter bzw. „Kälterblüter”. Da fühle ich mich am wohlsten. Als wir ein Jahr lang auf Reisen waren und viel Zeit in heißen Ländern verbrachten, fingen wir beide an, die Jahreszeiten zu vermissen. Da ich in Deutschland aufgewachsen bin, hatte ich immer vier Jahreszeiten um mich und das fand ich auch gut. In Neuengland gibt es auch vier, aber sie sind ein bisschen anders und jede Jahreszeit ist ein bisschen intensiver im Vergleich zu Westeuropa.

Der Winter ist hart, weil er lang, verschneit und kalt ist. Wenn ihr letzten Winter diesen Blog verfolgt habt, dann wisst ihr, dass ich etliche Geschichten über den Winter von 2015 zu erzählen hatte. Während Europa im März erwacht, die Bäume anfangen zu blühen und sich jeder freut, halten wir noch Winterschlaf, da es oft erst Ende April oder Anfang Mai wärmer wird.  Der Frühling in Europa ist definitiv besser und ein kurzlebiges Phänomen von nur ein paar Wochen hier, bevor es heiß und schwül wird. Wenn man gerne läuft, dann kann der Sommer direkt nach dem schrecklichen Neuenglandwinter die am zweitwenigsten gemochte Jahreszeit sein.

Der Herbst ist allerdings spektakulär. Selbst nach 10 Jahren sind die frischen Herbsttage nach einem heißen Sommer und die sich von grün auf knallgelb oder rot verfärbenden Blätter immer wieder toll. In Europa verfärben sich die Blätter auch, aber es ist einfach nicht das gleiche. In den letzten 10 Jahren hatten wir im Herbst Familie und viele Freunde zu Besuch und jeder war immer vom schönen Herbst in Neuengland begeistert. Es ist die beste Zeit des Jahres. Ich find’s toll.

Als wir letzte Woche in New Hampshire im Franconia Notch State Park waren, besuchten wir auch die Flume (übersetzt Klamm bzw. enge Schlucht), bevor wir nach Boston zurückfuhren. Die Flume ist eine Schlucht von ca. 250 Metern am Fuße des Bergs Mount Liberty. Während der Eintrittspreis von 16 $ für einen Weg von 3 Kilometern ohne offizielle Führung etwas überteuert ist, war es interessant etwas über das Granitgestein der Flume zu lernen, das sich vor Millionen von Jahren formte, als dunkle Lava in geschmolzener Form hochgedrückt wurde und Risse im Granitgestein füllte. Diese Lava wurde dann hart und formte Dämme. Über die Jahre nutzte sich der Hauptdamm ab und so entstand die Flume-Schlucht.

Wir verbrachten den Morgen nach unserer Wanderung in der Flume und konnten einige tolle Fotos der schönen Herbstfarben dort machen. Viel Spaß!

Eureka! Franconica Notch State Park Hiking

Whenever we go hiking in New Hampshire, we find the trails not always rewarding since a lot of our time ends up being in the woods or climbing over boulders. In our opinion, hiking there is just not as great as it is elsewhere, like out west or in the Alps. However, we gave it another shot this week and found what we were looking for: a lovely 8.8-mile hike with three summits, scenic views of Franconia Notch State Park, and all of that just 2.5 hours from Boston.

The hike was a round trip starting at Lafayette Place, along the Falling Waters Trail, about 3-miles uphill through the woods turning left at Little Haystack Mountain onto the 1.7-mile best part along the Franconia Ridge Trail going over Mount Lincoln and Mount Layafette. That portion was very exposed and windy but exactly the type of hiking that we like. After the last summit, you pass the Greenleaf Hut (1.1 miles) and loop back around the Old Bridle Path, a little less than 3 miles. Lovely!

It might have been the fact that we didn’t have to lug around heavy packs full of camp gear and supplies for three days or just the foliage around us but despite the fact that the weather wasn’t even the greatest, that hike was the best of the year. So if you’re ever up there, check it out, it’s well worth it.

The hike. Die Wanderung.

The hike. Die Wanderung.

Falling Waters Trail. Lots of waterfalls. Nice! Falling Waters Wanderweg. Viele Wasserfälle. Schön!

Falling Waters Trail. Lots of waterfalls. Nice! Falling-Waters-Wanderweg. Viele Wasserfälle. Schön!

I like taking photos of signs. We were just at Galehead Hut over the summer. Ich mache gerne Fotos von Schildern. Im Sommer waren wir erst bei der Galehead-Hütte.

I like taking photos of signs. We were just at Garfield and the Galehead Hut over the summer. Ich mache gerne Fotos von Schildern. Im Sommer waren wir erst bei Garfield und der Galehead-Hütte.

Immer wenn wir in New Hampshire wandern gehen, finden wir die Wege meist nicht so toll, weil wir oft zu viel Zeit im Wald verbringen oder damit, über Felsblöcke zu klettern. Unserer Meinung nach ist Wandern dort einfach nicht so gut wie woanders, z.B. im Westen oder in den Alpen. Wir versuchten es allerdings diese Woche noch einmal und fanden das, wonach wir suchten: eine schöne 14km-Wanderung mit drei Gipfeln, schöner Aussicht über den Franconia Notch State Park und all das nur 2,5 Stunden von Boston entfernt.

Die Wanderung war ein Rundweg mit Beginn bei Lafayette Place, den Falling-Waters-Weg (fallende Gewässer) entlang, ca. 4,8 km bergauf durch den Wald und dann links bei dem Berg Little Haystack (kleiner Heuhaufen) auf den besten Teil von 2,7 km des Franconia-Ridge-Weges (Franconia-Gratwanderung) über Mount Lincoln und Mount Lafayette. Dieser Teil war sehr offen und windig, aber genau die Art von Wanderung, die uns gefällt. Nach dem letzten Gipfel kommt man an der Greenleaf-Hütte vorbei (1,8 km) und kommt auf dem Old-Bridle-Weg (alter Reitweg) zurück, ein bisschen weniger als 5 km. Richtig schön!

Vielleicht war es die Tatsache, dass wir keine schweren Rucksäcke voller Campingausrüstung und Vorräte für drei Tage rumschleppen mussten oder einfach die bunten Bäume um uns rum, aber trotz des nicht so tollen Wetters war das die beste Wanderung dieses Jahr. Wenn ihr also mal da oben seid, macht das, es lohnt sich echt.

Franconia Ridge Trail. It was cold. Es war kalt.

Franconia Ridge Trail. It was cold. Es war kalt.

Franconia Ridge Trail. Very nice hiking. Sehr schöne Wanderung.

Franconia Ridge Trail. Very nice hiking. Sehr schöne Wanderung.

View from the Ridge Trail. Foliage in the back. The weather wasn't so great, so the pictures only came out OK. Der Blick vom Franconia Ridge Trail. Bunte Bäume im Hintergrund. Das Wetter war nicht so toll, deshalb sind die Bilder nur OK.

View from the Ridge Trail. Foliage in the back. The weather wasn’t so great, so the pictures only came out OK. Der Blick vom Franconia-Ridge-Weg. Bunte Bäume im Hintergrund. Das Wetter war nicht so toll, deshalb sind die Bilder nur OK.

A Walk in the Woods: Backpacking in New Hampshire

When I was in Germany in May, I brought some books back, one of which being Bill Bryson’s “A Walk in the Woods”, which I wanted to read again. I last read it when I was in college, and all I remember is that it was about him hiking the Appalachian Trail and struggling a lot. Struggling? That’s what happened to us in New Hampshire last weekend. What was originally going to be the Pemi Loop ended up being shorter due to ridonculous steep trails full of boulders and rocks. Afterwards, I couldn’t move for two days straight. Was it worth it? Maybe.

The Pemi loop starts and finishes at the Lincoln Woods trailhead.

The Pemi loop starts and finishes at the Lincoln Woods trailhead, continues via the Bondcliff trail and then loops around the Garfield Ridge on the left. The yellow marks what’s part of the Appalachian Trail. We didn’t end up doing the outer portion on the left and headed back via the Franconia Brook Trail. Die Pemi-Schleife beginnt und endet bei Lincoln Woods, geht über den Bondcliff-Weg und dann weiter links über den Garfield-Kamm. Die gelbe Markierung zeigt den Teil des Appalachen-Wanderwegs. Wir kamen nicht zum Teil links außen und gingen über den Franconia-Brook-Weg zurück.

Day 1, Saturday, 8/15 – 3.5 hours of hiking

After a busy workweek, we got somewhat of a late start that brought us to the Lincoln Woods trailhead around 11:30 am with a “parking full” sign. Taking our chances, we went in anyway and were lucky enough to score a parking spot. Not sure what we would have done otherwise since our hike required us to park our vehicle overnight for 3 full days.

At Lincoln Woods, there was a ranger station where we got all the necessary information we needed, including a recreation pass for overnight parking for only $5. Score! We were also told that the official campsites usually filled up by 2:30 pm. Since we knew we were getting a late start and day 1 was always going to be a short hike, the ranger pointed out alternative camp sites along the trail where we could go.

The only catch? We would need to take a bear canister since there were bears around and no bear boxes outside of the official campsites. We did what we had to do but adding a couple of pounds to packs that already included our camping gear and food for 3 days wasn’t all that exciting. We had packed as light as we could, having learned a lot from our backcountry trip in Wyoming last year.

And on we went. The first part of the trail was very flat and a little dull. We took a little detour to Franconia Falls, which were quite nice. After that, we entered the Pemigewasset Wilderness and continued on the Bondcliff Trail. It was a true walk in the woods because we didn’t see anything other than trees all day. Knowing that we would hopefully get nice views on day 2, we accepted our fate and set up camp on an unmarked campsite deep in the woods.

After having been almost eaten alive by mosquitoes on day 3 in Wyoming, we had brought mosquito nets and bug spray for our New Hampshire trip. Exhausted from the work week and pre-weekend planning, we didn’t do much else other than eat dinner, read a little bit in the tent and go to bed early. We both slept surprisingly well that night.

Getting started at the ranger station. Los geht's bei der Ranger-Station.

Getting started at the ranger station. Los geht’s bei der Ranger-Station.

Franconia Falls/Wasserfälle

Franconia Falls/Wasserfälle

Entering the wilderness. Hinein in die Wildnis.

Entering the wilderness. Hinein in die Wildnis.

Day 2, Sunday, 8/16 – 7 hours and 10 minutes of hiking

The day started out OK as we headed up the Bondcliff Trail and got our first view at Mount Bond, being finally out of the woods. The White Mountains are not as spectacular as the Alps or the Rockies but we both enjoyed the scenery. Plus, as we were eating up our food, our packs kept getting lighter and lighter. Unfortunately, when we continued on to the Guyot shelter, we were back in the woods with a lot of climbing to do. We arrived at the shelter all thirsty and enjoyed the fresh water source. Tastiest water ever.

Continuing on to Mount Guyot, we enjoyed more great views outside of the woods but also slowly started to realize that the hike was taking longer than expected due to the difficulty of the trail. Lots of rocks and some climbing. We set a goal to get to the Galehead hut and then make a call to see how we felt. On we went.

When we arrived at Galehead, we felt awful, the reason being the “only” 0.8 miles from South Twin Mountain along the Twinway to the hut. Worst decent ever. If you hiked in the mountains before, you know that going down is a lot harder on your muscles than climbing up. I honestly can’t remember how many times we said “What the fuck?”, commenting on the ridiculousness of that hike. The entire trail was a boulder field, and it was really hard. Not only that but also dangerous. One wrong step and what would we have done? With our legs burning, we took a well-deserved break at Galehead.

Since it was getting late, we had to make a call on what we wanted to do. Matt went inside the hut and asked the waitress about the conditions of the trail getting to the next official campsite: the Garfield Ridge shelter. She said it was “pretty tame” with the exception of the final ascent, so on we went, trusting her judgment. We had to get to a campsite somehow and Garfield was only 2.6 miles away.

We found out pretty quickly that the trail was NOT tame. The opposite. Rocks and boulders, steep and nasty. We were pissed and just wanted to arrive. On the way, we met another hiker who told us that there was “an interesting waterfall” right before Garfield and that she had a rough time going down. With over 6 hours of hiking behind us, that part with the waterfall was basically a 60-degree climb straight up, at least it felt like it. In addition, we were also concerned that the place would be full since the ranger had warned us.

Arriving at Garfield around 5pm, we were greeted by the caretaker with a “Welcome, you’re the first ones to arrive”. Seriously? I was relieved but also annoyed by the ranger misleading us and me worrying for no reason because I was in so much pain at that point that I couldn’t walk straight anymore. The final trip from our tent to the water source, which was awfully far away, was one ordeal. Matt’s hips were swollen from the heavy pack and the long day.

Yet, there was also that great travel moment when we chatted up a hiker at the campsite who was hiking the overlapping portion of the Appalachian Trail and who confirmed that New Hampshire was by far the hardest part of it all. He had started in April and was expecting to finish at Mount Katahdin in Maine in about a month. We wished him best of luck, ate dinner and fell asleep instantly.

First summit view on day 2. Erster Gipfelblick am zweiten Tag.

First summit view on day 2 at Mount Bond. Erster Gipfelblick am zweiten Tag bei Mount Bond.

Day 2. The portions about the timberline were the best. Tag 2 Die Teile über der Baumgrenze waren die besten.

Day 2. The portions above the timberline were the best. Tag 2 Die Teile über der Baumgrenze waren die besten.

Hiking was the best in the Alpine Zone on day 2. Wandern war am besten in der alpinen Zone am zweiten Tag.

Hiking was the best in the Alpine zone on day 2. Wandern war am besten in der alpinen Zone am zweiten Tag.

South Twin was the worst ever. South Twin war das absolut Schlimmste.

South Twin was the worst ever. South Twin war das absolut Schlimmste.

Day 3, Monday, 8/17 – 5 hours of hiking

On our last day, we were ready to go home but we had a long day of hiking left, about 10 miles. Finishing the Pemi Loop wasn’t going to happen because there was no way, we would have been able to finish the hike on the same day and we had to be back at work on Tuesday. So, instead of continuing on the Garfield Ridge with apparently nice views, we started going back via the Franconia Brook Trail and the Thirteen Falls campsite. That also required going down that “waterfall” again, which did feel a little easier after a restful night but I was also paranoid the whole time that I would step somewhere wrong and hurt myself.

We were back in the woods. After the first 3 steep miles, the trail got easier but it was so boring. Woods, woods, woods. Nothing else. No views, just straight woods. We walked in silence and I was thinking about how I would write about this. The last couple of miles were flat, yet very painful due to the soreness from the previous day and our bodies being very exhausted.

We finally made it back to the Lincoln Woods parking lot but also agreed that those kinds of hiking trips are better suited for the American West or true Alpine hiking. In those areas, you’re guaranteed nice views every day, and what’s the point otherwise if you just walk through the woods? I can do that in Massachusetts and don’t need to travel anywhere. So, we’re done with New Hampshire for a while. Lessons learned during the summer of 2015.

And then we had to climb down the steep Garfield mess again on day 3. Und dann mussten wir den steilen Garfield-Weg am dritten Tag wieder runter.

And then we had to climb down the steep Garfield mess again on day 3. Und dann mussten wir den steilen Garfield-Weg am dritten Tag wieder runter.

And back in the woods we were. Woods, just woods. Und wieder waren wir zurück im Wald. Wald, nur Wald.

And back in the woods we were. Woods, just woods. Und wieder waren wir zurück im Wald. Wald, nur Wald.

Als ich im Mai in Deutschland war, brachte ich einige Bücher mit, eins davon war „A Walk in the Woods” (auf Deutsch „Picknick mit Bären”) von Bill Bryson, weil ich es noch einmal lesen wollte. Ich hatte es zuletzt zu meiner Unizeit gelesen und meine einzige Erinnerung war, dass er auf dem Appalachen-Weg wanderte und sich dabei sehr quälte. Quälte? Das traf auf uns letztes Wochenende in New Hampshire auch zu. Was ursprünglich die Pemi-Schleife werden sollte, musste aufgrund beschissener, steiler Wege voll mit Fels- und Gesteinsbrocken leider verkürzt werden.

1. Tag, Samstag, 15. August – 3,5 Stunden Wandern

Nach einer anstrengenden Arbeitswoche fuhren wir nicht allzu früh los und kamen am Ausgangspunkt Lincoln Woods gegen 11:30 Uhr und einem Schild „Parkplatz voll” an. Wir fuhren trotzdem rein und konnten uns zum Glück einen Parkplatz sichern. Ich bin mir nicht sicher, was wir sonst gemacht hätten, da wir unser Auto irgendwo für 3 Tage über Nacht parken mussten.

Bei Lincoln Woods war eine Ranger-Station, wo wir alle nötigen Informationen bekamen, die wir brauchten, einschließlich eines Parkausweises für nur 5 $. Volltreffer! Uns wurde außerdem gesagt, dass die offiziellen Campingplätze ab 14:30 Uhr voll sein würden. Da wir wussten, dass wir spät loswandern würden und der erste Tag sowieso eine kurze Wanderung sein sollte, zeigte uns der Ranger alternative Campingplätze entlang des Wanderwegs, zu denen wir gehen konnten.

Der einzige Haken? Wir brauchten einen Bärenkanister, da es dort Bären gab und keine Bärenkästen außerhalb der offiziellen Campingplätze. Wir konnten also nicht anders, aber das extra Kilo zusätzlich zu unserer Campingausrüstung und Essen für 3 Tage in unseren Rucksäcken war nicht allzu toll. Wir hatten so leicht wie möglich gepackt, nachdem wir bei unserer Rucksack-Wanderung in Wyoming letztes Jahr einiges gelernt hatten.

Uns los ging’s. Der erste Teil des Wegs war sehr flach und etwas langweilig. Wir machten einen kleinen Abstecher zu den Franconia-Wasserfällen, die echt ganz nett waren. Danach ging es in die Pemigewasset-Wildnis und weiter auf dem Bondcliff-Weg. Es war ein echter „Walk in the Woods” (Spazieren bzw. Wandern im Wald), denn wir sahen nichts anderes als Bäume den ganzen Tag. Wir wussten, dass wir am zweiten Tag hoffentlich eine schöne Aussicht haben würden, akzeptierten also unser Schicksal und bauten unser Zelt auf einem unmarkierten Zeltplatz im Wald auf.

Nachdem wir am dritten Tag in Wyoming beinahe bei lebendigem Leibe von Mücken zerfressen wurden, hatten wir diesmal Moskitonetze und Mückenspray für unseren Trip in New Hampshire mitgebracht. Platt von der Arbeitswoche und der Wochenendplanung machten wir nicht mehr als zu Abend zu essen, ein bisschen im Zelt zu lesen und früh schlafen zu gehen. Wir schliefen unglaublich gut in dieser Nacht.

Campsite on day 1. Just woods. Zeltplatz am ersten Tag. Nur Wald.

Campsite on day 1. Just woods. Zeltplatz am ersten Tag. Nur Wald.

2. Tag, Sonntag, 16. August – 7 Stunden und 10 Minuten Wandern

Der Tag fing ganz gut an, als wir den Bondcliff-Weg hochwanderten und unsere erste Aussicht bei Mount Bond hatten, endlich raus aus dem Wald. Die White Mountains sind nicht so spektakulär wie die Alpen oder die Rocky Mountains, aber wie genossen die Landschaft. Dazu kam noch, dass unsere Rucksäcke mit jeder Mahlzeit immer leichter wurden. Leider waren wir auf dem Weitermarsch zur Guyot-Hütte wieder zurück im Wald und hatten viel Aufstieg. Wir kamen bei der Hütte mit viel Durst an und genossen die Frischwasserquelle. Leckerstes Wasser überhaupt.

Auf dem Weg zu Mount Guyot gab es weitere schöne Ausblicke außerhalb des Waldes, aber uns wurde auch langsam klar, dass die Wanderung länger als erwartet dauerte, weil der Weg so schwer war. Viele Felsbrocken und ein bisschen Klettern. Wir setzen uns die Galehead-Hütte zum Ziel, um dort eine Entscheidung zu treffen, je nachdem wie wir uns fühlten. Weiter ging’s.

Als wir bei Galehead ankamen, ging es uns beschissen und das wegen der „nur” 1,2 km vom South Twin Mountain entlang des Twinway bis zur Hütte. Schlimmster Abstieg überhaupt. Wenn man schon mal in den Bergen gewandert ist, dann weiß man, dass Abstiege viel schlimmer für die Muskeln sind als hochzusteigen. Ich kann mich echt nicht mehr erinnern, wie oft wir “Was für eine Scheiße” gesagt und die bekloppte Wanderung kommentiert haben. Der ganze Weg war ein einziges Feld aus Felsblöcken und es war sauanstrengend. Nicht nur das, sondern auch gefährlich. Ein falscher Schritt und was dann? Mit halbtoten Beinen legten wir eine wohlverdiente Pause bei Galehead ein.

Da es schon spät wurde, mussten wir uns entscheiden, was wir machen wollten. Matt ging in die Hütte und erkundigte sich bei der Bedienung nach den Bedingungen des Wegs zum nächsten Campingplatz: die Garfield-Ridge-Hütte. Sie sagte, der Weg sei „ziemlich harmlos” mit Ausnahme des letzten Anstiegs, also gingen wir los und vertrauten ihrem Urteil. Wir mussten so oder so zu einem Campingplatz und Garfield war nur ca. 3 km entfernt.

Wir fanden ziemlich schnell raus, dass der Weg NICHT harmlos war. Das Gegenteil. Steine, Felsblöcke, steil und fies. Wir waren genervt und wollten einfach nur ankommen. Auf dem Weg trafen wir eine andere Wanderin, die uns von einem „interessanten Wasserfall” direkt vor Garfield erzählte und meinte, der Abstieg sei ziemlich hart gewesen. Mit über 6 Stunden auf den Beinen war dieser Teil mit dem Wasserfall im Prinzip ein Anstieg im direkten 60-Gradwinkel, zumindest fühlte es sich so an. Dazu machten wir uns auch noch Sorgen, dass vielleicht alles voll war, da der Ranger uns vorgewarnt hatte.

Als wir gegen 17:00 Uhr bei Garfield ankamen, wurden wir von der Wärterin mit einem „Willkommen, ihr seid die Ersten” begrüßt. Echt jetzt? Ich war erleichtert, aber auch verärgert, dass uns der Ranger falsche Informationen gegeben hatte, was mir ohne Grund Sorgen bereitete, weil mir an dem Punkt auch alles so wehtat, dass ich nicht mehr gerade gehen konnte. Als wir das letzte Mal Wasser holen mussten, was echt sauweit war, war das eine echte Qual. Matts Hüften waren vom schweren Rucksack und dem langen Tag angeschwollen.

Allerdings war da auch noch ein großartiger Reisemoment, als wir uns mit einem anderen Wanderer auf dem Campingplatz unterhielten, der auf dem überlappenden Teil des Appalachen-Weg wanderte und auch bestätigte, dass New Hampshire mit Abstand der schwierigste Teil von allem sei. Er hatte im April begonnen und hatte das Ende bei Mount Katahdin in Maine in ca. einem Monat angepeilt. Wir wünschten ihm viel Glück, aßen zu Abend und schliefen sofort ein.

Then the trail got nasty. Worst .8 miles ever. Dann wurde der Weg fies. Schlimmste 1,3 km überhaupt.

Then the trail got nasty. South Twin. Worst 0.8 miles ever. Dann wurde der Weg fies. South Twin. Schlimmste 1,3 km überhaupt.

The pictures look awfully familiar but were taken at different times on the same trail. Final ascent to Garfield. Diese Fotos sehen unheimlich gleich aus, wurden aber zu verschiedenen Zeitpunkten auf dem Wanderweg gemacht. Letzter Anstieg zu Garfield.

The pictures look awfully similar but were taken at different times on the same trail. Final ascent to Garfield. On the right the “waterfall” where you can see the water running down. Diese Fotos sehen unheimlich gleich aus, wurden aber zu verschiedenen Zeitpunkten auf dem Wanderweg gemacht. Letzter Anstieg zu Garfield. Rechts der „Wasserfall”, wo man das Wasser runterlaufen sieht.

At Garfield for night 2. Bei Garfield für die zweite Nacht.

At/bei Garfield

3. Tag, Montag, 17. August – 5 Stunden Wandern

An unserem letzten Tag waren wir echt bereit für die Heimreise, hatten aber einen langen Wandertag vor uns, ca. 16 km. Die Pemi-Schleife zu beenden war leider nicht drin, denn wir hätten die ganze Schleife nicht am selben Tag geschafft und mussten Dienstag wieder an die Arbeit. Anstatt also weiter am Garfield-Kamm entlang zu wandern, wo es anscheinend eine schöne Sicht gab, gingen wir zurück über den Franconia-Brook-Weg und den Campingplatz Thirteen Falls. Dabei mussten wir allerdings auch wieder den „Wasserfall” runter, allerdings war das nach einer erholsamen Nacht ein bisschen einfacher, aber ich hatte auch die ganze Zeit Schiss, dass einen falschen Schritt machen und mich verletzten würde.

Wir waren wieder im Wald. Nach den ersten 5 steilen Kilometern wurde der Weg einfacher, aber es war so langweilig. Wald, Wald, Wald. Nichts anderes. Keine Aussicht, einfach nur Wald. Wir gingen schweigend und ich dachte darüber nach, wie ich das hier niederschreiben würde. Die letzten Kilometer waren flach, haben allerdings sehr weh getan, da wir Muskelkater vom vorherigen Tag hatten und generell total platt waren.

Letztendlich kamen wir am Parkplatz bei Lincoln Woods an, waren uns allerdings einig, dass diese Art von Wanderung besser für den amerikanischen Westen oder alpine Regionen ist. In solchen Gebieten hat man jeden Tag garantiert schöne Blicke und was ist der Sinn und Zweck, wenn nur durch den Wald läuft? Das kann ich auch in Massachusetts und muss nirgendwo hinfahren. Also, wir sind mit New Hampshire erst mal eine Weile durch. Lektion gelernt im Sommer 2015.

And it's done. One final view of the river. Und das war's. Ein letzter Blick auf den Fluss.

And it’s done. One final view of the river. Und das war’s. Ein letzter Blick auf den Fluss.

Maine Adventures: A Little Bit Of Everything

After the Amtrak mess forced us to revise our bike plans for our Maine weekend, I’m actually quite happy with the way things turned out. Not that a cycling weekend wouldn’t have been great but reflecting back, we ended up doing a variety of things instead of just one. Sometimes, when you’re forced to revise your plans, you might end up with something even better.

Accommodations. Night one was always to be in a yurt. I first learned about yurts when we were reading a travel guide about Central Asia during our year off. Traditionally, it is a portable round tent covered with skins or felt used as a dwelling by nomads in the steppes of Central Asia. Since we never traveled there, I was very excited about experiencing a yurt in Maine. For sure, there weren’t any skins involved but it had the rustic feel and all the basics we needed for a comfortable night and a delicious dinner. Night two was a cabin in Fryeburg. Originally, this was to be an inn but the cabin had so much more character. It was equipped with about everything, including a water pump, a compost toilet, electricity and about every knick-knack you can imagine in a house. Plus, the view of the mountain and our morning coffee there were unbeatable.

Activities. We did about everything you could possibly do during a long weekend. From hiking in Brownfield (see this hiking report) on Friday to kayaking on the Saco River on Saturday, to playing a round of Jesse’s Thurn & Taxis board game on Sunday followed by a brewery visit, it couldn’t have been better. The kayaking activity turned out to be a little louder than we expected due to drunk people along the shorelines and the river yelling “Sacooo” from the top of their lungs, playing frisbee over our heads and polluting the river with beer cans. It sure felt like what we did in Laos (re-read here) but we had expected a quieter afternoon. Oh well.

Food and Drinks. We had a great mix of everything, from Jesse’s Uzbek plov at the yurt (thanks for cooking) to Subway (the only decent place to get lunch in town) to a visit to Fryeburg’s Good Beer Store all the way to delicious lobster rolls and burgers paired with fine brews at Ebenezer’s Pub and Restaurant in Lovell, the so-called best bar in America, to a hearty breakfast at the cabin, and an afternoon visit to the Moat Mountain Brewery across the state border in New Hampshire. We had a taste of it all and I loved every minute of it – maybe minus the drunk people on the Saco River…

So, sometimes, when life gives you lemons, you can make a whole weekend of lemonade out of it. And ours sure turned out pretty tasty.

*Most of the pictures are from Jesse. Thank you!

The food. Jesse's Uzbek plov, Lobster rolls at Ebenezer's, breakfast at the cabin and beer at Moat Mountain Brewery.

The food. Jesse’s Uzbek plov, Lobster rolls at Ebenezer’s, breakfast at the cabin and beer at Moat Mountain Brewery. Das Essen. Jesses usbekisches Plov, Hummerbrötchen bei Ebenezer’s, Frühstück in der Hütte und Bier in der Moat-Mountain-Brauerei.

The hike. Uphill it was.

The hike. Uphill it was. Die Wanderung. Steil war’s.

Burnt Meadow Mountain. Nice views.

Burnt Meadow Mountain. Nice views. Der Berg hieß Burnt Meadow. Schöne Aussicht.

The yurt.

The yurt. Die Jurte.

Kayaking on the Saco River

Kayaking on the Saco River. Kajakfahren auf dem Saco-Fluss.

And here are the drunk people.

And here are the drunk people… Und hier die Besoffenen…

Mount Tom Cabin

Mount Tom Cabin. Mount-Tom-Hütte.

The water pump

The water pump. Die Wasserpumpe.

At Ebenezer's. The front said "Welcome to beer heaven".

At Ebenezer’s. The front said “Welcome to beer heaven”. Bei Ebenezer’s. Am Eingang stand „Willkommen im Bierhimmel”.

Morning serenity

Morning peace. Morgendliche Ruhe.

A game of Thurn und Taxis

A game of Thurn and Taxis. Ein Spiel von Thurn und Taxis.

Nach dem Amtrak-Durcheinander mussten wir unsere Radpläne für unser Maine-Wochenende umschmeißen. Ich bin eigentlich ganz froh darüber, wie sich die Dinge entwickelten. Nicht dass ein Radwochenende nicht auch toll gewesen wäre, aber wenn ich jetzt drüber nachdenke, dann haben wir letztendlich viele verschiedene Dinge gemacht, anstatt nur einer Sache. Manchmal, wenn man gezwungen wird, seine Pläne zu ändern, dann kommt am Ende vielleicht sogar noch was Besseres raus.

Unterkünfte. Die erste Nacht sollte immer in einer Jurte sein. Ich hörte zum ersten Mal von Jurten, als wir während unseres freien Jahres einen Reiseführer über Zentralasien lasen. Traditionell ist das ein tragbares rundes mit Häuten oder Fell bedecktes Zelt, das von Nomaden als Behausung in den Steppen von Zentralasien benutzt wird. Da wir dort nicht waren, freute ich mich besonders auf das Erlebnis in einer Jurte in Maine. Natürlich gab es da keine Häute, aber sie hatte ein rustikales Ambiente und alles Wesentliche, was man für eine gemütliche Nacht und ein leckeres Abendessen braucht. Die zweite Nacht war in einer Hütte in Fryeburg. Ursprünglich sollte es ein Inn bzw. eine Pension werden, aber die Hütte hatte so viel mehr Persönlichkeit. Es war alles drin, einschließlich einer Wasserpumpe, Komposttoilette, Strom und allem möglichen Krimskrams, den man sich in einem Haus nur vorstellen kann. Dazu kam noch ein Blick auf die Berge und unser Morgenkaffee, unschlagbar.

Aktivitäten. Wir haben all das gemacht, was man an nur einem langen Wochenende machen kann. Von Wandern in Brownfield (siehe dieser Wanderbericht) am Freitag, über Kajakfahren auf dem Saco-Fluss am Samstag bis zu einer Runde von Jesses Brettspiel Thurn und Taxis am Sonntag, gefolgt von einem Besuch in einer Brauerei; es hätte nicht besser sein können. Das Kajakfahren war am Ende etwas lauter als wir erwartet hatten, wegen besoffenen Leuten am Ufer und auf dem Fluss, die aus voller Brust „Sacooo” schrien, über unseren Köpfen Frisbee spielten und den Fluss mit Bierdosen verschmutzten. Es hat sich so ein bisschen angefühlt wie das, was wir in Laos gemacht haben (hier noch mal lesen), aber wir hatten einen ruhigeren Nachmittag erwartet. Nun gut.

Essen und Trinken. Wir hatten eine gute Mischung aus allem, von Jesses usbekischem Plov in der Jurte (danke fürs Kochen) über Subway (dem einzigen Platz, wo es im Ort was Gescheites zum Mittagessen gab) bis zu einem Besuch im Good Beer Store (gutes Biergeschäft) in Fryeburg bis ganz hin zu Hummerbrötchen und Burgern, gepaart mit feinen Bieren im Ebenezer’s Pub und Restaurant in Lovell, der sogenannten besten Bar in Amerika, sowie einem herzhaften Frühstück in der Hütte und einem Nachmittagsbesuch in der Moat-Mountain-Brauerei über die Staatsgrenze in New Hampshire. Wir haben alles ausprobiert und ich fand das echt toll – vielleicht bis auf die Besoffenen auf dem Saco-Fluss…

Also, manchmal, wenn das Leben dir Zitronen gibt, dann kann man ein ganzes Wochenende voll Limonade draus machen. Und unsere hat ziemlich gut geschmeckt.

*Die meisten Bilder sind von Jesse. Danke!

Run Like The Wind: Blown Away At The Manchester City Marathon

The 26.2-mile journey through the city of Manchester in New Hampshire last weekend didn’t go as I expected. The thing with marathons is that you train for months, you can do whatever you want, but it all comes down to that one day and what happens then. I don’t think I could have done anything differently for this training cycle. I was prepared. And then two things happened: the weather and some weird breathing stuff.

For those of you who live in New England, a Nor’easter is quite common. Wikipedia defines it as macro-scale storm along the Upper East Coast of the United States and Atlantic Canada. It gets its name from the direction the wind is coming in from the storm. Depending on the season, Nor’easters can cause severe coastal flooding, coastal erosion, hurricane force winds or blizzard conditions. While it rained (and even snowed) in Boston that day, we had dry conditions up in New Hampshire. But we got those hurricane force winds. We all suffered. It wasn’t bad throughout the whole course but I particularly remember mile 15, a straight road, and winds that made me feel like I didn’t even move. It was quite the day.

Then the breathing. Even during training runs, I sometimes get these little episodes when my heart rate goes up for no particular reason, and I need to catch my breath. Stopping completely helps. I’ve talked to other runners, and I don’t think it’s anything to worry about. It doesn’t happen very often, and it never happened to me during a race until last Sunday. And that sucked. At mile 4, I was chatting with another runner and suddenly noticed that something got out of control. I slowed down. It didn’t go away. I walked a little, and it didn’t go away. I had to stop. Damn it. Who stops at mile 4 in a marathon? There went my goal. Out the window.

When Matt saw me in the first half of the marathon, I didn’t look too happy because I was upset about what had happened. I had put so much hard work into my training and then that! However, I was able to pull myself together and pick up my pace a bit. I even had some fast miles to make up for my lost time, and I felt good. I came through the halfway point with a reasonable split that could have still given me a decent goal finishing time if I picked it up some in the second half of the race.

My friend Urvi had organized little cheer zones. I had seen people throughout the race, and I knew everyone was waiting around the 30k mark. Similar to the Boston Marathon, that gave me a boost. And it was great. Nothing beats the cheers you get from your fellow runners after you’ve already logged 18+ miles. Matt was there was well, handing me some water and running with me for a little. I felt great. On I went. Everything went well up until mile 23 when I got the breathing problem again.

I think I know what the wall feels like. I’ve run half marathons when I went out too fast and just suffered for the last few miles. In Manchester, I don’t think I hit the wall. In my head, I was calculating my finishing time, and thought I could still come in faster than in Boston despite the mile 4 incident. Maybe I put myself under too much pressure. Maybe the air was just too cold to breathe that day. Suddenly, I couldn’t breathe again, and my heart started beating like crazy. I had to walk. My legs were fine. It did not feel like the wall.

Mile 23 was hard. After I was able to breathe again, I started running again and didn’t stop until I had crossed the finish line. Disappointed with myself. It was a tough day, and things happened that I just couldn’t control. To close this post on a positive note, I would like to point out all the good things that happened on Sunday: an awesome SRR cheer zone (thank you guys, you’re awesome), the nature parts of the course (trail sections, woods, a bike bath), the challenging hills (yes, I actually enjoyed tackling them), the fact that we didn’t get any rain and that we all finished in brutal conditions, impressive PRs, post race hugs and Matt getting up at the crack of dawn to stand in the cold for hours and to drive me home when I was ready to pass out. I’m going to try again until I get what I want. See ya! 🙂

Awesome pics by Tom Cole

The ever growing medal collection (includes Matt's medals). Die stets wachsende Medaillensammlung (einschließlich Matts Medaillen).

The ever-growing medal collection (includes Matt’s medals). Die stets wachsende Medaillensammlung (einschließlich Matts Medaillen).

Der Weg von 42 km durch die Stadt Manchester in New Hampshire letztes Wochenende war nicht so, wie ich dachte. Die Sache mit den Marathons ist, dass man monatelang trainiert und machen kann, was man will, denn es kommt dann auf den einen Tag an und was da passiert. Ich denke nicht, dass ich in diesem Trainingszyklus etwas hätte anders machen können. Ich war vorbereitet. Und dann sind zwei Dinge passiert: das Wetter und komische Atemprobleme.

Die von euch, die in Neuengland leben, wissen, dass ein Nor’easter (Nordoststurm) häufig vorkommt. Wikipedia definiert diesen als einen großflächigen Sturm entlang der oberen Ostküste in den USA und den atlantischen Provinzen Kanadas. Er bekommt seinen Namen von der Windrichtung, aus der der Wind während des Sturms kommt. Je nach Jahreszeit können diese Stürme schlimme Überflutungen, Küstenerosionen, Orkanböen oder Schneestürme verursachen. Während es in Boston an dem Tag regnete (und später auch schneite), war es bei uns in New Hampshire trocken. Aber wir hatten die Orkanböen. Wir litten alle. Es war nicht die ganze Strecke über schlimm, aber ich erinnere mich ganz besonders an Meile 15 (Kilometer 24), eine gerade Straße und solch ein Wind, dass ich das Gefühl hatte, mich gar nicht mehr zu bewegen. Das war schon ein Tag.

Und dann das mit dem Atmen. Manchmal passiert das auch im Training, dass ich so kleine Vorfälle habe, wenn meine Herzfrequenz ohne Grund schnell hochgeht und ich nach Luft schnappen muss. Anhalten hilft dann. Ich hab mich schon mit anderen Läufern unterhalten und das ist jetzt nichts, worüber man sich Sorgen machen müsste. Es passiert nicht oft und kam bis letzten Sonntag noch nie während eines Wettlaufs vor. Und das war echt scheiße. Bei Meile 4 (Kilometer 6) unterhielt ich mich mit einer anderen Läuferin und merkte plötzlich, dass etwas nicht stimmte. Ich fiel ein bisschen zurück. Es ging nicht weg. Ich ging ein Stück zu Fuß, aber es ging nicht weg. Ich musste anhalten. Mist. Wer hält denn bei Kilometer 6 in einem Marathon an? Das war’s dann wohl mit meiner Zielzeit. Dahin.

Als Matt mich in der ersten Hälfte des Marathons sah, sah ich nicht besonders glücklich aus, denn ich ärgerte mich über das, was passiert war. Ich hatte so hart trainiert und dann das! Nun gut, ich raffte mich zusammen und beschleunigte etwas. Ich hatte sogar ein paar schnellere Kilometer, um die verlorene Zeit ein bisschen aufzuholen und ich fühlte mich gut. Am Halbmarathonpunkt hatte ich eine vernünftige Zeit und hätte damit auch eine anständige Zielzeit erreichen können, wenn ich in der zweiten Hälfte noch ein bisschen zugelegen würde.

Meine Freundin Urvi hatte ein paar kleine Jubelstationen organisiert. Ich sah die Leute über die Strecke verteilt und wusste, dass sie alle wieder bei Kilometer 30 warten würden. Ähnlich wie beim Boston Marathon hat mich das vorangetrieben. Es gibt nichts Besseres als ein paar Jubelschreie, nachdem man schon 30 Kilometer gelaufen ist. Matt war auch da, gab mir ein bisschen Wasser und lief ein kleines Stück mit mir. Ich fühlte mich gut. Weiter ging’s. Alles ging gut bis Meile 23 (Kilometer 37), als ich wieder nicht richtig atmen konnte.

Ich denke, ich weiß, wie sich die Wand anfühlt (die Wand ist der Punkt in einem Marathon, wenn man gar nicht mehr kann). Ich hatte schon Halbmarathons, bei denen ich zu schnell gelaufen bin und dann am Ende total abgekackt bin. In Manchester war das nicht die Wand. In meinem Kopf rechnete ich mir meine Endzeit aus und dachte, dass ich trotz der Geschehnisse bei Kilometer 6 schneller als in Boston sein würde. Vielleicht hab ich mich einfach unter zu viel Druck gesetzt. Vielleicht war die Luft auch einfach zu kalt an dem Tag. Plötzlich konnte ich nicht richtig atmen und mein Herz schlug wie bekloppt. Ich musste zu Fuß gehen. Meine Beine waren OK. Es hat sich nicht wie die Wand angefühlt.

Meile 23 (Kilometer 37) war hart. Als ich wieder atmen konnte, fing ich an zu laufen und das bis zur Ziellinie. Ich war über mich selbst enttäuscht. Es war ein anstrengender Tag und es passierten Dinge, die ich nicht kontrollieren konnte. Um diesen Eintrag positiv zu beenden, will ich noch mal alle guten Dinge aufzählen, die am Sonntag passiert sind: eine tolle SRR-Jubelzone (danke an euch, ihr seid toll), die Teile der Strecke mit viel Natur (Waldboden, Waldabschnitte, ein Radweg), die anstrengenden Berge (ja, ich fand es toll, sie zu meistern), die Tatsache, dass es nicht geregnet hat und dass wir alle unter den brutalen Bedingungen durchs Ziel gekommen sind, beeindruckende Bestzeiten, Umarmungen am Ziel und Matt, der im Morgengrauen aufstand, dann stundenlang draußen in der Kälte war und mich dann nach Hause gefahren hat, als ich halbtot war. Ich werde das noch mal probieren, bis ich das bekomme, was ich will. Bis dann! 🙂

Coole Fotos von Tom Cole

The Road To Manchester: Thoughts On Marathon Training

This week’s revelation of the contents inside the time capsule found in the lion on top of Boston’s Old State House and the fact that they’re going to put a Boston Marathon 2013 medal inside a new one, among other things, stirred up some emotional memories from the events at the finish line last year. What better item to pick than that medal, so that whoever opens the time capsule in the future can think back to the people of 2013 and what they went through that day.

While I don’t want to put more salt into that wound, I wanted to write down some of my experience training for my second marathon, the Manchester City Marathon on November 2nd in Manchester, NH. Tomorrow will be the last day of marathon peak week where we run the most miles and also do our last long run. It also means the start of the taper when we reduce our mileage drastically to give our bodies time to recover so that we perform well on race day. It also means a time of doubt. We often ask ourselves: Did I do enough? Did I train correctly? What if I blow up?

Marathon training is hard. Training for Boston this year was hard enough. Being super psyched to have gotten one of the 10 coveted Somerville Road Runner numbers, I jumped into my training like a crazy person. Long runs, higher mileage, hills, track workouts. I was determined to do everything I could to tackle my first marathon. Well, it didn’t take long to hurt myself. In late January, a foot injury crushed my training plan, and I had to resort to pool running because I couldn’t walk properly, let alone run. The training period also coincided with one of the longest and nastiest winters we had since I moved here 9 years go. Luckily, it all worked out, and I managed to finish under 4 hours.

After my injury, I sought some advice from our SRR coach Joe. He was extremely helpful in keeping me sane and giving me advice on how to change my training to still have a successful marathon. One of the things he recommended was to not overdo it on the long runs but still make sure to get good mileage in by spreading out runs in a given week. This is exactly what I did for Manchester this time.

Looking at my training log for the six weeks before the taper for Boston, I was running 4-5 times a week with an average of 39 miles, peaking at 45. That was all I could handle. Our bodies need time to adjust to that training load, and I was also recovering from an injury. When I finished Boston (here is my race report again), I knew I wanted to try another marathon but would approach it differently. For this training cycle, I ran mostly 6 times a week averaging 49 miles and having three weeks over 50. That’s where I wanted to be for Boston but I wasn’t ready. I also didn’t go crazy with the long runs only doing two 18 milers but tempo runs every week.

Now why am I writing about this on my travel blog? Well, running is like traveling. Many of my long runs are like sightseeing tours of Boston. Today, I ran to the Esplanade through Charlestown by Bunker Hill Monument back to Boston through Christopher Columbus Park by my favorite building in the city, the Custom House and through many other parts of Boston. Running makes you explore your surroundings, pushes you to the limit, you meet fantastic people along the way, make new friends and appreciate life in general. It’s not always easy but I do love it.

Now for Manchester, I hope my approach is the right one this time. I made it through the hard training phase OK and hit many milestones: running more than 50 miles in a week and running 7 days in a row once (Victor style). I would love to do 3:45 or even 3:40, my official Boston qualifying time but we all know you have to be at least 2 minutes faster to get in due to the high competition. And Manchester is hilly. My friend Jesse told me something interesting: In your second marathon, you correct the mistakes of your first one but you’ll make new ones. Well, let’s see what they are in two weeks but until then, I’ll enjoy what they call “taper madness“. See you at the start line!

Can't wait to get one of those for 2014. Ich kann's kaum erwarten, einen von denen für 2014 zu bekommen.

Can’t wait to get one of those for 2014 (picture from the race site). Ich kann’s kaum erwarten, eine von denen für 2014 zu bekommen (Bild von der Webseite).

Als diese Woche die Inhalte der Zeitkapsel aus dem Löwen oben am Boston Old State House bekannt gegeben wurden und sich herausstellte, dass unter anderem eine Medaille vom Boston Marathon 2013 in eine neue Kapsel rein sollte, hat das alte Wunden von den Ereignissen an der Ziellinie letztes Jahr wieder aufgerissen. Was für einen besseren Gegenstand hätte man wählen können als diese Medaille, so dass wer auch immer die Zeitkapsel in der Zukunft öffnet an die Leute von 2013 denkt und was sie an dem Tag durchgemacht haben.

Ich will natürlich nicht mehr Salz in diese Wunde streuen, aber ich wollte meine Erfahrungen des Trainings für meinen zweiten Marathon, den Manchester City Marathon am 2. November in Manchester, New Hampshire aufschreiben. Morgen ist der letzte Tag der härtesten Trainingswoche, wenn man die meisten Kilometer läuft und auch seinen letzten langen Lauf macht. Es heißt auch, dass dann die Phase beginnt, in der man die Kilometer drastisch reduziert (man nennt das hier Taper), um seinem Körper Zeit zur Erholung zu geben, so dass man am Tag des Marathons gut läuft. Es ist auch eine Zeit der Zweifel. Man fragt sich oft: Habe ich genug gemacht? Habe ich richtig trainiert? Was, wenn ich auf einmal nicht mehr kann?

Das Marathontraining ist hart. Das Training für Boston war schwer genug. Ich war damals super aufgeregt, dass ich eine von den heißbegehrten Startnummern der Somerville Road Runners bekommen hatte und stürzte mich wie eine Bekloppte ins Training. Lange Läufe, viel mehr Kilometer, Berge und Tempoläufe. Ich war fest entschlossen, dass ich alles in meiner Macht stehende tun würde, um meinen ersten Marathon anzugehen. Nun ja, es dauerte nicht lange, bis ich mir weh tat. Im späten Januar machte mir eine Fußverletzung einen Strich durch meinen Trainingsplan und ich musste Aquajogging machen, weil ich nicht richtig gehen konnte, geschweige denn laufen. Die Trainingsphase war auch zeitgleich mit einem der längsten und schrecklichsten Winter, die ich in meinen 9 Jahren hier gesehen hatte. Zum Glück ging alles gut aus und ich kam unter 4 Stunden ins Ziel.

Nach meiner Verletzung fragte ich unseren SRR-Trainer Joe nach Rat. Er war wirklich sehr hilfreich, mich bei gesundem Verstand zu halten und mir Tipps zu geben, wie ich mein Training abändern könnte, um einen erfolgreichen Marathon zu laufen. Er empfiel mir z.B., dass ich es mit den langen Läufen nicht übertreiben sollte, aber darauf achten sollte, trotzdem viele Kilometer zu laufen, indem ich meine Läufe über die Woche verteilen würde. Genau das habe ich diesmal für Manchester gemacht.

Wenn ich mir mein Trainingsprotokoll für die sechs Wochen vor dem Taper für Boston anschaue, dann bin ich 4-5 Mal die Woche und durchschnittlich 63 km gelaufen, 72 in der härtesten Woche. Mehr ging nicht. Unser Körper braucht Zeit, um das Training verarbeiten zu können und außerdem erholte ich mich von einer Verletzung. Als ich in Boston fertig war (hier noch mal mein Bericht), wusste ich, dass ich noch mal einen Marathon probieren wollte, alles aber anders angehen würde. In diesem Trainingszyklus bin ich meistens 6 Mal die Woche mit durchschnittlich 79 km gelaufen und 3 Wochen mit über 80. Das wollte ich für Boston, aber ich war noch nicht soweit. Ich hab es dieses Mal mit den langen Läufen auch nicht übertrieben und bin nur zweimal 29 km gelaufen, dafür aber Tempoläufe jede Woche.

Warum schreibe ich darüber nun auf meinem Reiseblog? Nun gut, Laufen ist wie Reisen. Viele meiner langen Läufe sind wie Sightseeing-Touren durch Boston. Heute bin ich zur Esplanade (die Flusspromenade) gelaufen, dann durch Charlestown vorbei am Bunker Hill Monument zurück nach Boston durch den Christopher Columbus Park, vorbei an meinem Lieblingsgebäude der Stadt, dem Custom Tower und durch viele andere Teile von Boston. Laufen lässt dich deine Umgebung entdecken, bringt dich an deine Grenzen, man trifft tolle Leute, findet neue Freunde und weiß das Leben allgemein besser zu schätzen. Es ist nicht immer einfach, aber ich mach’s einfach gern.

Ich hoffe, dass mein Ansatz für Manchester dieses Mal der richtige ist. Ich bin durch die harte Trainingsphase gut durchgekommen und habe viele Meilensteine geschafft: mehr als 80 km in einer Woche zu laufen und dann noch einmal 7 Tage am Stück zu laufen (ganz im SRR Victor-Stil). Ich würde gerne 3:45 oder sogar 3:40 laufen, meine offizielle Qualifikationszeit für Boston, aber wir wissen alle, dass man mindestens 2 Minuten schneller sein muss, weil die Konkurrenz so groß ist. Und Manchester ist nicht flach. Jesse, ein Freund von mir, hat mir was Interessantes erzählt: Bei deinem zweiten Marathon korrigierst du die Fehler deines ersten und macht aber neue. Gut, dann schauen wir mal in zwei Wochen, aber bis dahin genieße ich, was man “Taper Madness” nennt. Bis dann am Start!