Tag Archives: Europe

What Happened to Night Trains?

When we planned out this trip, we had this romantic notion of riding the night train from Lisbon to Madrid. RENFE, the Spanish railroad, offered tickets on the Trenhotel, a train that serves as a night hotel. We even plurged some by getting fancy first class tickets with a private cabin. After all, we’re no longer 21…

We had been on night trains before. The last one was in 2011 from Bulgaria to Istanbul, and apart from being woken up in the middle of the night to get off at the border and show our passports, we had fond memories. Until we boarded the Trenhotel…

The Trenhotel was old and looked like it came straight from the 70s or 80s. With no ventilation, it got really hot and our jetlag (we just couldn’t​ fall asleep) along with lots of shaking made for a rough night. We got to Madrid all exhausted.

I read an article the other day that those night trains might come to an end soon due to cheaper and faster flights. Gone are those romantic days when you would ride through Europe on night trains. It makes me a little sad but next time, we’re going for something different.

PS: We took the AVE, Spain’s high speed train from Madrid to Sevilla in half the time it takes to drive, so that is definitely the way to go. Quiet, speedy and comfortable!

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Waiting for the night train not knowing what’s coming. Warten auf den Nachtzug, ohne zu wissen, was kommt.

Als wir diese Reise planten, hatten wir diese romantische Vorstellung, mit dem Nachtzug von Lissabon nach Madrid zu fahren. RENFE, die spanische Eisenbahn, hatte ein Angebot für das Trenhotel, einen Zug, der wie ein Nachthotel ist. Wir haben sogar ein bisschen mehr ausgegeben und uns Tickets in der ersten Klasse mit einem privaten Abteil gegönnt. Wir sind ja auch keine 21 mehr…

Wir waren schon vorher in Nachtzügen. Der letzte war 2011 von Bulgarien nach Istanbul und bis auf die Tatsache, dass wir mitten in der Nacht aufgeweckt wurden, um an der Grenze auszusteigen und unsere Pässe zu zeigen, hatten wir schöne Erinnerungen. Bis wir in das Trenhotel einstiegen.

Das Trenhotel war alt und sah aus, als käme es direkt aus den 70er oder 80er Jahren. Ohne Lüftung wurde es ziemlich heiß und unser Jetlag (wir konnten einfach nicht einschlafen) sowie viel Ruckeln führte zu einer harten Nacht. Wir kamen platt in Madrid an.

Ich habe letztens einen Artikel gelesen, dass solche Nachtzüge wahrscheinlich bald ein Ende haben, weil es günstigere und schnellere Flüge gibt. Vorbei sind die romantischen Tage, in denen man mit Nachtzügen durch Europa fuhr. Das macht mich ein bisschen traurig, aber nächstes Mal suchen wir uns was anderes aus.

PS: Wir nahmen den AVE, Spaniens Schnellzug von Madrid nach Sevilla in der Hälfte der Zeit, die man mit dem Auto braucht, so muss man es also machen. Leise, schnell und bequem!

We changed the beds to sit for a while. Wir veränderten die Betten, um eine Weile zu sitzen.

Our sleeping arrangements. Unsere Schlafgemächer.

Happy on the AVE. Glücklich im AVE.

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The Art Of Striking In Germany

What would a trip to Europe be without a train strike? Very often when we go over there, we book one of those fabulous Europa-Spezial tickets with Deutsche Bahn that take you to major European cities at an affordable price. This year in May, we booked a train trip from Frankfurt to Haarlem in the Netherlands. The day before we left, Deutsche Bahn announced that the train conductors would be striking for 7 days. Yes, 7 days — a whole week.

Living in Germany, I never had to deal with train strikes because I got everywhere by car, so this time I wasn’t really sure what to do. As it turned out, a train strike in Germany is as organized as you would expect from the Germans. First of all, they announced an exact start date and end date. Second, this didn’t mean that no trains were running. It was a limited schedule. I was impressed.

I’m sure it sucked for most commuters trying to get to work that week, and this was also the 8th strike since the previous fall, so I can only report from our perspective. We didn’t really have many interruptions because most of our connections were on long distance trains, and those were mostly running. Even at the train stations, you didn’t notice that much if you didn’t know. On the way to the Netherlands, all our trains ran on schedule and on the way back, only one InterCity train did not. We had to ask for information and were told to just take the following train, which happened to be a high-speed ICE, so we ended up at our destination half an hour earlier than expected. Really?

If this were to happen in Southern Europe, I would expect major interruptions, a standstill and not being able to get anywhere. Not so in Germany. Even during a train conductor strike, the Germans are efficient, organized and accommodating. On our last train, they announced that they would be making more frequent stops to help people get home during the strike. German efficiency at its best!

Bild announcing the 7-day strike. And yes, Kate also had her baby that week. Bild kündigt 7 Tage Streik an. Und ja, das Baby von Kate kam auch in dieser Woche.

Bild announcing the 7-day strike. And yes, Kate also had her baby that week. Bild kündigt 7 Tage Streik an. Und ja, das Baby von Kate kam auch in dieser Woche.

This is what the train schedule looks like during a strike. A small info message on the lower right. So sieht der Reisefahrplan während eines Streiks aus. Eine kleine Infonachricht rechts unten.

This is what the train schedule looks like during a strike. A small info message on the lower right. So sieht der Reisefahrplan während eines Streiks aus. Eine kleine Infonachricht rechts unten.

Was wäre eine Reise nach Europa ohne einen Bahnstreik? Wenn wir dort sind, buchen wir oft eins von den tollen Europa-Spezial-Tickets von der Deutschen Bahn, mit denen man zum günstigen Preis in größere europäische Städte fahren kann. Dieses Jahr im Mai buchten wir eine Zugreise von Frankfurt nach Haarlem in den Niederlanden. Am Tag vor unserer Abfahrt kündigte die Deutsche Bahn einen siebentägigen Lokführerstreik an. Ja, 7 Tage — eine ganze Woche.

Als ich in Deutschland war, musste ich mich nie mit Zugstreiks auseinandersetzen, weil ich überall mit dem Auto hinkam und so war ich diesmal nicht sicher, was ich tun sollte. Wie sich herausstellte, ist ein Zugstreik in Deutschland so organisiert, wie man es von den Deutschen erwarten würde. Zunächst wurde ein Anfangs- und dann ein Enddatum angekündigt. Und dann bedeutete das nicht, dass keine Züge fuhren. Der Zugverkehr war eingeschränkt. Ich war beeindruckt.

Ich bin mir sicher, dass es in der Woche für die meisten Pendler richtig beschissen war, zur Arbeit zu kommen und außerdem war es seit vergangenem Herbst der 8. Streik, also kann ich nur aus unserer Perspektive berichten. Wir hatten nicht wirklich viele Einschränkungen, da die meisten unserer Verbindungen Langstreckenzüge waren und die zum größten Teil fuhren. Selbst an den Bahnhöfen fiel das nicht so sonderlich auf, wenn man es nicht wusste. Auf der Fahrt in die Niederlande fuhren alle unsere Züge planmäßig und auf der Rückfahrt fiel nur ein Intercityzug aus. Wir mussten nach Informationen fragen und uns wurde gesagt, wir sollten den nächsten Zug nehmen, der dann sogar ein schneller ICE war und wir letzten Endes eine halbe Stunde früher an unserem Ziel waren. Echt jetzt?

Wenn das in Südeuropa passieren würde, dann würde ich mit großen Einschränkungen und Stillstand rechnen und davon ausgehen, nirgendwo hinzukommen. Nicht so in Deutschland. Selbst während eines Lokführerstreiks sind die Deutschen effizient, organisiert und passen sich an. In unserem letzten Zug wurde angekündigt, dass man öfter anhalte, damit die Leute während des Streiks heimkämen. Deutsche Effizienz vom Feinsten!