Tag Archives: Germany

Waiting for Godot…

In college, we read Samuel Beckett’s “Waiting for Godot”. There, the two main characters Vladimir and Estragon wait for the arrival of Godot, while engaging in a variety of discussions even though Godot never shows up in the end. While I sit here waiting for our offspring to arrive, I’ll take this quiet time to engage in reflections about 2017, and to look forward to what’s ahead in 2018.

2018 did not start with a bang but with a gas main leak in our neighborhood that began on New Year’s Eve around 6 pm, visible from our kitchen and what felt like the entire Boston Fire Department showing up trying to deal with a blazing fire that ended up lasting for almost two days. Holy shit! If that didn’t raise the bar for 2018, I don’t know what did.

2017 was a journey of ups and downs. In terms of travel, we definitely got around a lot. After spending important family time in Germany in March, I ran the Newport Marathon in April, followed by two terrific weeks in Portugal, Spain, and Germany with many adventures, including a derailed high-speed train and running a 5k around the Sagrada Familia with my co-workers I had never met in real life before.

In the fall, we went out west to Washington State to hike in the North Cascades. What a week of beautiful views, tons of smoke, backcountry experiences and being able to just relax. In October, we set out one more time to New Hampshire to enjoy the area around Mount Chocorua before I wrapped up my running for the year. I did end up running one more Thanksgiving race, and I’m grateful for what I was able to do.

Now the waiting game is on, and we expect our little Godot to make an appearance in January. Until then, we’ll enjoy the calm before the storm (even though we had more than a foot of snow yesterday). Bring it on, 2018!

An der Uni lasen wir „Waiting for Godot” von Samuel Beckett. Dort warten die zwei Hauptfiguren Vladimir und Estragon auf die Ankunft von Godot und diskutieren währenddessen über Hinz und Kunz, auch wenn Godot am Ende dann doch nicht auftaucht. Während ich hier sitze und auf unseren Nachwuchs warte, nutze ich die ruhige Zeit, reflektiere über 2017 und freue mich auf das, was 2018 kommt.

2018 begann nicht mit einem Knall, sondern am Silvesterabend gegen 18:00 Uhr mit einer kaputten Gasleitung bei uns in der Nähe, sichtbar von unserer Küche aus und mit der gefühlt kompletten Feuerwehr von Boston am Start, die versuchte, ein loderndes Feuer zu bekämpfen, das letzten Endes fast zwei Tage durchgehend brannte. Meine Fresse! Wenn das mal nicht die Messlatte für 2018 hochgesetzt hat, dann weiß ich nicht was.

2017 war ein Jahr mit Höhen und Tiefen. Reisetechnisch sind wir gut rumgekommen. Nach einer wichtigen Zeit mit der Familie im März in Deutschland, lief ich den Newport Marathon im April,  gefolgt von zwei tollen Wochen in Portugal, Spanien und Deutschland mit vielen Abenteuern, wie z.B einem entgleisten Schnellzug und einem 5km-Lauf um die Sagrada Familia mit meinen Arbeitskollegen, die sich vorher noch nicht in echt gesehen hatte.

Im Herbst waren wir im Westen im Staat Washington zum Wandern in den North Cascades. Was eine Woche mit tollen Aussichten, viel Rauch, Abenteuern in der Wildnis und einfach nur Entspannung. Im Oktober waren wir dann noch mal in New Hampshire in der Gegend um Mount Chocorua, bevor ich mich dann vom Laufen verabschiedete. An Thanksgiving hatten wir dann noch ein letztes Rennen und ich bin dankbar für das, was ging.

Jetzt ist Warten angesagt und wir rechnen mit unserem kleinen Godot im Januar. Bis dahin genießen wir die Ruhe vor dem Sturm (obwohl wir gestern 33 cm Schnee bekommen haben). Auf geht’s, 2018!

Jamón, Ham, Schinken in Spain/Spanien

The Art Of Striking In Germany

What would a trip to Europe be without a train strike? Very often when we go over there, we book one of those fabulous Europa-Spezial tickets with Deutsche Bahn that take you to major European cities at an affordable price. This year in May, we booked a train trip from Frankfurt to Haarlem in the Netherlands. The day before we left, Deutsche Bahn announced that the train conductors would be striking for 7 days. Yes, 7 days — a whole week.

Living in Germany, I never had to deal with train strikes because I got everywhere by car, so this time I wasn’t really sure what to do. As it turned out, a train strike in Germany is as organized as you would expect from the Germans. First of all, they announced an exact start date and end date. Second, this didn’t mean that no trains were running. It was a limited schedule. I was impressed.

I’m sure it sucked for most commuters trying to get to work that week, and this was also the 8th strike since the previous fall, so I can only report from our perspective. We didn’t really have many interruptions because most of our connections were on long distance trains, and those were mostly running. Even at the train stations, you didn’t notice that much if you didn’t know. On the way to the Netherlands, all our trains ran on schedule and on the way back, only one InterCity train did not. We had to ask for information and were told to just take the following train, which happened to be a high-speed ICE, so we ended up at our destination half an hour earlier than expected. Really?

If this were to happen in Southern Europe, I would expect major interruptions, a standstill and not being able to get anywhere. Not so in Germany. Even during a train conductor strike, the Germans are efficient, organized and accommodating. On our last train, they announced that they would be making more frequent stops to help people get home during the strike. German efficiency at its best!

Bild announcing the 7-day strike. And yes, Kate also had her baby that week. Bild kündigt 7 Tage Streik an. Und ja, das Baby von Kate kam auch in dieser Woche.

Bild announcing the 7-day strike. And yes, Kate also had her baby that week. Bild kündigt 7 Tage Streik an. Und ja, das Baby von Kate kam auch in dieser Woche.

This is what the train schedule looks like during a strike. A small info message on the lower right. So sieht der Reisefahrplan während eines Streiks aus. Eine kleine Infonachricht rechts unten.

This is what the train schedule looks like during a strike. A small info message on the lower right. So sieht der Reisefahrplan während eines Streiks aus. Eine kleine Infonachricht rechts unten.

Was wäre eine Reise nach Europa ohne einen Bahnstreik? Wenn wir dort sind, buchen wir oft eins von den tollen Europa-Spezial-Tickets von der Deutschen Bahn, mit denen man zum günstigen Preis in größere europäische Städte fahren kann. Dieses Jahr im Mai buchten wir eine Zugreise von Frankfurt nach Haarlem in den Niederlanden. Am Tag vor unserer Abfahrt kündigte die Deutsche Bahn einen siebentägigen Lokführerstreik an. Ja, 7 Tage — eine ganze Woche.

Als ich in Deutschland war, musste ich mich nie mit Zugstreiks auseinandersetzen, weil ich überall mit dem Auto hinkam und so war ich diesmal nicht sicher, was ich tun sollte. Wie sich herausstellte, ist ein Zugstreik in Deutschland so organisiert, wie man es von den Deutschen erwarten würde. Zunächst wurde ein Anfangs- und dann ein Enddatum angekündigt. Und dann bedeutete das nicht, dass keine Züge fuhren. Der Zugverkehr war eingeschränkt. Ich war beeindruckt.

Ich bin mir sicher, dass es in der Woche für die meisten Pendler richtig beschissen war, zur Arbeit zu kommen und außerdem war es seit vergangenem Herbst der 8. Streik, also kann ich nur aus unserer Perspektive berichten. Wir hatten nicht wirklich viele Einschränkungen, da die meisten unserer Verbindungen Langstreckenzüge waren und die zum größten Teil fuhren. Selbst an den Bahnhöfen fiel das nicht so sonderlich auf, wenn man es nicht wusste. Auf der Fahrt in die Niederlande fuhren alle unsere Züge planmäßig und auf der Rückfahrt fiel nur ein Intercityzug aus. Wir mussten nach Informationen fragen und uns wurde gesagt, wir sollten den nächsten Zug nehmen, der dann sogar ein schneller ICE war und wir letzten Endes eine halbe Stunde früher an unserem Ziel waren. Echt jetzt?

Wenn das in Südeuropa passieren würde, dann würde ich mit großen Einschränkungen und Stillstand rechnen und davon ausgehen, nirgendwo hinzukommen. Nicht so in Deutschland. Selbst während eines Lokführerstreiks sind die Deutschen effizient, organisiert und passen sich an. In unserem letzten Zug wurde angekündigt, dass man öfter anhalte, damit die Leute während des Streiks heimkämen. Deutsche Effizienz vom Feinsten!