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A 5k in Barcelona

Running while traveling is a great way to explore new things and see places you might not have seen if you just stroll around. In Sevilla, we went for a run along the river the night of our failed arrival, and it was great. In Barcelona, we signed up for a 5k around the Sagrada Familia.

Another bonus was meeting two of my co-workers in the flesh after working together for more than 1.5 years on a daily basis and seeing each other only on a screen. It was their first 5k, and I was pumped to finally meet them and to also cheer them on.

The route went multiple laps around the Sagrada Familia. We had just been there the day before when we picked up our bibs close by, and the area is usually mobbed with tourists, so it was even better to return the following day with closed roads.

There were multiple races going on that day. Ours was small with 200+ people, and we enjoyed every minute of it. Without a GPS, it might have been tricky to know how far along you were and how many laps you needed to do. The course ended up longer than 5k but I didn’t care. 4 weeks post marathon, I had no goals and just enjoyed looking at the magnificent Sagrada Familia. What a morning!

With the Sagrada Familia. We came with our club singlets, of course. Mit der Sagrada Familia. Wir kamen natürlich in unseren Trikots von unserem Sportverein.

Post race victory. The race was only €5, which included an orange shirt, granola, post race beverages and treats. Siegesfeier nach dem Rennen. Das Rennen kostete nur 5 € und dafür gab es ein orangenes T-Shirt, Müsli, Getränke danach und Leckereien.

Während einer Reise laufen zu gehen ist eine tolle Möglichkeit, neue Dinge zu erkunden und Orte zu sehen, an die man sonst wahrscheinlich nicht gekommen wäre, wenn man spazieren geht. In Sevilla liefen wir am Abend nach unserer gescheiterten Ankunft am Fluss entlang und es war toll. In Barcelona meldeten wir uns bei einem 5km-Lauf um die Sagrada Familia an.

Ein weiterer Bonus war, zwei meiner Arbeitskolleginnen in echt kennenzulernen und das nach mehr als 1,5 Jahren täglicher Zusammenarbeit, bei der wir uns immer nur auf einem Bildschirm sahen. Es war der erste 5km-Lauf für sie und ich freute mich wie bekloppt, sie endlich zu treffen und sie anzufeuern.

Die Route ging einfach mehrere Runden um die Sagrada Familia. Wir waren gerade noch am Vortag dort, um uns in der Nähe unsere Startnummern abzuholen und die Gegend ist normalerweise knallvoll mit Touristen, deshalb war es umso besser, am nächsten Tag zu abgesperrten Straßen zurückzukommen.

Es gab an dem Tag mehrere Rennen. Unseres war mit ein bisschen mehr als 200 Leuten klein und wir haben jede Minute genossen. Ohne eine Sportuhr mit Navi hätte es schwierig sein können, zu wissen wo man gerade war und wie viele Runden man noch laufen musste. Die Strecke war dann am Ende länger als 5 km, aber mir war das egal. 4 Wochen nach meinem Marathon hatte ich keine Ziele und habe einfach nur die Sicht auf die herrliche Sagrada Familia genossen. Was ein Vormittag!

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Stop all the Clocks*: The Newport Marathon

To say that training for the Newport Marathon was not easy is truly an understatement. Never have I felt as exhausted and drained as during a training cycle. This was the first time I partially trained indoors due to the lack of light outside after work in the winter. I can consider myself lucky that we do have a gym at work but spending endless hours on the treadmill and the elliptical did create a feeling of boredom and monotony throughout the winter despite the entertainment of many Friends episodes.

In addition, our track workouts were cancelled, so I did not feel I was getting the quality speed workouts that I was supposed to do. While doing more volume than last year for Providence, I also raced less due to being tired of running half marathon after half marathon. I only did a few select races, such as the Derry 16 Miler in New Hampshire, one 5k, the bitterly cold Salem Black Cat 20 Miler where the temperature was still 16 degrees with brutal winds when I left afterwards, and a 5-miler today.

And then, my grandmother suddenly passed away in March, and the world turned black. The little motivation I had left, went away and I stopped caring about my stupid marathon training. Because running is not everything. I decided to make the trip to Germany to be with my family and attend the funeral, and I’m glad I did. In addition to all this emotional wreckage, I was coming off a cold before my trip, only to catch another one and being utterly miserable upon my return. While I didn’t stop running, I stopped caring and just felt empty.

As we got closer to the marathon, and I started recovering, I started thinking about how my grandmother never gave up and had a strong will in her long life of 97 years. So here I am, one week out. Even though I still feel blue, I will run my fourth marathon for my grandmother and think about all the wonderful moments we had together while I’m out there struggling next week. Thank you for everything, my dear Oma! ❤

*”Stop all the clocks” is the first line in “Funeral Blues”, a poem by W.H. Auden from 1936, also referenced in the movie “Four Weddings and a Funeral”. Link here.

Man könnte sagen, dass das Training für den Newport-Marathon nicht einfach war, aber das wäre etwas untertrieben. Noch nie zuvor war ich während einer Trainingsphase so erschöpft und ausgelaugt. Diesmal hab ich auch zum ersten Mal teilweise drinnen trainiert, weil man im Winter an meiner Arbeit draußen einfach nix sieht. Ich bin ja froh, dass wir an der Arbeit einen Fitnessraum haben, aber unzählige Stunden auf dem Laufband und dem Crosstrainer führten einfach zu einem Gefühl von Langeweile und Eintönigkeit im Winter, obwohl ich durch viele Friends-Folgen einiges an Unterhaltung hatte.

Dazu kam noch, dass unser Intervalltraining abgesagt wurde und ich das Gefühl hatte, nicht die Qualität an Training zu bekommen, die ich eigentlich haben sollte. Obwohl ich mehr Kilometer als letztes Jahr für Providence gelaufen bin, war ich es leid, an allen möglichen Halbmarathons teilzunehmen und habe mir nur ein paar ausgewählte Rennen ausgesucht, wie den Derry 16-Meilenlauf in New Hampshire, einen 5km-Lauf, den saukalten Black-Cat-Lauf (20 Meilen), wo es immer noch -9 Grad waren, als ich nach Hause fuhr und einen 5-Meilenlauf heute.

Und dann starb plötzlich meine Oma im März und die Welt wurde schwarz. Das bisschen Motivation, das ich noch hatte, war dann auch weg und mir war das doofe Marathontraining dann auch egal. Laufen ist halt nicht alles. Ich entschloss mich, nach Deutschland zu reisen, um Zeit mit meiner Familie zu verbringen und bei der Beerdigung dabei zu sein, und ich bin froh, dass ich das gemacht habe. Zu den ganzen schlechten Gefühlen hatte ich mich gerade von einer Erkältung erholt, um mir dann eine neue vor meiner Rückkehr einzufangen und danach dann einfach nur ein Haufen Elend zu sein. Obwohl ich weitergelaufen bin, war mir alles egal und ich fühlte mich einfach leer.

Als wir dann näher an den Marathon kamen, und es so langsam bergauf ging, habe ich daran gedacht, dass meine Oma nie aufgegeben hat und in ihren 97 Jahren immer einen starken Willen hatte. Hier bin ich also, 1 Woche vorher. Obwohl ich immer noch sehr traurig bin, werde ich meinen vierten Marathon für meine Oma laufen und an all die schönen Momente denken, die wir zusammen hatten, wenn ich mich nächste Woche rumquäle. Danke für alles, meine liebe Oma! ❤

*„Die Uhren stoppt” ist die erste Zeile von „Begräbnis-Blues”, einem Gedicht von W.H. Auden von 1936, auch bekannt aus dem Film „Vier Hochzeiten und ein Todesfall”. Hier der Link.

Running in Miami 🏃 👟

One of the best ways to explore a new place is on foot. Bring your running shoes to your new travel destination and go out for a run. It’s a great way to get to know the area like the locals. We went on a couple of runs in Miami and they were certainly interesting. Here we go.

Eine der besten Möglichkeiten, einen neuen Ort zu erkunden ist zu Fuß. Bringt eure Laufschuhe zu eurem neuen Reiseziel mit und geht laufen. So kann man toll die Gegend wie Einheimische kennenlernen. Wir sind in Miami ein paar Mal laufen gegangen und das war echt interessant. Los geht’s.

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It was a jungle out there. Of course, we expected palm trees but so much vegetation in the middle of the city? Nuts! Das war ein Dschungel da draußen. Natürlich hatten wir mit Palmen gerechnet, aber dass es mitten in der Stadt so grün ist? Verrückt!

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Lack of parks. I guess if your city is a jungle, you don’t need that many parks. There were a few, like Kennedy Park in Coconut Grove, but they were relatively small compared to Boston. Mangel an Parks. Wenn deine Stadt ein Dschungel ist, dann braucht man wohl auch nicht so viele Parks. Es gab ein paar, wie der Kennedy-Park im Stadtteil Coconut Grove, aber sie waren relativ klein im Vergleich zu Boston.

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Concrete, so much concrete. The first route we discovered was along the elevated metro line, called The Underline. The picture on the right looks nice, right? Don’t be fooled because next to the path was a lot of traffic like the picture on the left that I took during one of our car rides. Not only that but also a lot of hairy road crossings. Be careful out there! Beton, so viel Beton. Die erste Route, die wir entdeckten, ging an der Hochbahn entlang (The Underline). Das Bild rechts sieht nett aus, gelle? Lasst euch nicht täuschen, denn neben dem Weg war sehr viel Verkehr, so wie auf dem Foto links, das ich bei einer unserer Autofahrten gemacht habe. Nicht nur das, sondern auch viele gefährliche Kreuzungen. Vorsicht ist dort geboten!

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Another route we discovered was the Rickenbacker Trail that takes you over a bridge to Key Biscayne for 8.5 miles of scenic running. Pretty cool for a city. Eine andere von uns entdeckte Route war der Rickenbacker-Weg, der über eine Brücke zum Key Biscayne ging, ca. 14 km lang mit schöner Sicht. Ziemlich cool für eine Stadt.

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The bridge to Key Biscayne from afar, the only hill in Miami. Runners apparently use it to train for Boston here. For us, that “hill” was a piece of cake. Die Brücke zum Key Biscayne aus Entfernung, der einzige Berg in Miami. Läufer trainieren hier anscheinend für Boston. Für uns war dieser „Berg” ein Klacks.

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On the bridge, you could get some pretty cool views of the Miami skyline. Auf der Brücke hatte man einen ziemlich coolen Blick auf die Miami-Skyline.

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The downside was the amount of concrete and all the traffic. It doesn’t look that bad here but it was actually pretty bad. I’m sure there are some nice routes along Miami Beach but we didn’t explore that area. However, it sure was nice to run in shorts and t-shirt in February. Der Nachteil war der ganze Beton und Verkehr. Es sieht hier nicht ganz so schlimm aus, aber es war ziemlich ätzend. Es gibt sicherlich schöne Routen entlang Miami Beach, aber die Gegend haben wir nicht erkundet. Es war allerdings echt schön, im Februar in Shorts und T-Shirt laufen zu gehen.

 

Bye Bye, Baby!

Last week, I had to say goodbye to one of my running routes due to an office move: The Battle Road in Concord, Massachusetts. Now why did I like it so much? It gave me a way to get some trail running in after work, soak in some local history, and just enjoy the scenery. The trail follows the path of British soldiers during the opening battle of the American Revolution on April 19th, 1775. I’m sure I’ll find some ways to run at my new location but this one was a special one. Here’s my tribute.

Letzte Woche musste ich mich wegen unseres Büroumzugs von einer meiner Laufrouten verabschieden: Der Battle Road in Concord, Massachusetts. Nun, warum fand ich die so gut? Sie gab mir die Möglichkeit, nach der Arbeit auf Waldwegen zu laufen, ein bisschen Geschichte von hier aufzusaugen und einfach nur die Landschaft zu genießen. Der Weg folgt der Route von britischen Soldaten während der Eröffnungsschlacht der amerikanischen Revolution am 19. April 1775. Ich bin mir sicher, dass ich an meinem neuen Standort auch Laufrouten finden werde, aber das hier war schon was Besonderes. Hier ist meine Hommage.

Paul Revere Capture Site. This is where I usually started my runs. Die Stelle, an der man Paul Revere festnahm. Dort fing mein Lauf in der Regeln an.

Paul Revere Capture Site. This is where I usually started my runs. Die Stelle, an der man Paul Revere festnahm. Dort fing mein Lauf in der Regel an.

Throughout the trail, you'll see these markers telling you how far away you are from Boston Harbor. A half marathon distance to go from here. Auf dem Weg sieht man diese Markierungen, auf denen steht, wie weit man vom Bostoner Hafen entfernt ist. Eine Halbmarathonstrecke von hier.

Throughout the trail, you’ll see these markers telling you how far away you are from Boston Harbor. Roughly a half marathon distance to go from here. Auf dem Weg sieht man diese Markierungen, auf denen steht, wie weit man vom Bostoner Hafen entfernt ist. Ungefähr eine Halbmarathonstrecke von hier.

Hartwell Tavern from the 18th century. It is staffed from late May through October with daily tours by Park Rangers dressed in colonial attire. I was secretly dreaming about sneaking out of work and attending one of the tours. Die Hartwell-Taverne aus dem 18. Jahrhundert. Sie ist vom späten Mai bis Oktober mit Personal besetzt und hat Park-Ranger mit Kleidung im Kolonialstil bieten dort täglich Touren an. Ich hab oft vorgestellt, wie ich heimlich von der Arbeit verschwinde und dort an einer Tour teilnehme.

Hartwell Tavern from the 18th century. It is staffed from late May through October with daily tours by Park Rangers dressed in colonial attire. I was secretly dreaming about sneaking out of work and attending one of the tours. Die Hartwell-Taverne aus dem 18. Jahrhundert. Sie ist vom späten Mai bis Oktober mit Personal besetzt und Park-Ranger mit Kleidung im Kolonialstil bieten dort täglich Touren an. Ich habe mir oft vorgestellt, wie ich heimlich von der Arbeit verschwinde und dort an einer Tour teilnehme.

This is what the trail is like. Isn't is lovely? It's mostly flat with a few minor ups and downs. So sieht der Waldweg aus. Ist er nicht toll? Meist flach mit ab und zu ein bisschen hoch und runter.

This is what the trail is like. Isn’t is lovely? It’s mostly flat with a few minor ups and downs. So sieht der Waldweg aus. Ist er nicht toll? Meist flach mit ab und zu ein bisschen hoch und runter.

I love that sight. Just a barn but I always feel like I'm on vacation in Vermont when I see it. Hier gucke ich gerne hin. Einfach nur eine Scheue, aber ich denke jedes Mal, dass ich in Vermont im Urlaub bin, wenn ich sie sehe.

I love this sight. Just a barn but I always feel like I’m on vacation in Vermont when I see it. Hier gucke ich gerne drauf. Einfach nur eine Scheue, aber ich denke jedes Mal, dass ich in Vermont im Urlaub bin, wenn ich sie sehe.

The Meriam House where I turn around. Behind it is a water fountain. Perfect for running. One time it didn't work, I emailed the park, and they fixed it right away. This is where the trail begins at Meriam's Corner and where the battle really began after the opening shots at the North Bridge in Concord. Das Meriam-Haus, wo ich umdrehe. Dahin ist ein Wasserbrunnen. Perfekt zum Laufen. Einmal war er kaputt, ich habe eine E-Mail an den Park geschrieben und sie haben ihn gleich repariert. Hier beginnt der Weg eigentlich bei Meriam's Corner, wo die Schlacht eigentlich nach den Eröffnungsschüssen an der North Bridge (Nordbrücke) in Concord.

The Meriam House where I turn around. Behind it is a water fountain. Perfect for running. One time it didn’t work, I emailed the park, and they fixed it right away. This is where the trail starts at Meriam’s Corner and where the battle really began after the opening shots at the North Bridge in Concord. Das Meriam-Haus, wo ich umdrehe. Dahinter ist ein Wasserbrunnen. Perfekt zum Laufen. Einmal war er kaputt, ich habe eine E-Mail an den Park geschrieben und sie haben ihn gleich repariert. Hier beginnt der Weg bei Meriams Corner, wo die Schlacht eigentlich nach den Eröffnungsschüssen an der North Bridge (Nordbrücke) in Concord begann.

The last resting place of a British soldier. Die letzte Ruhestätte eines britischen Soldaten.

The last resting place of a British soldier. Die letzte Ruhestätte eines britischen Soldaten.

My late afternoon shadow. Mein Schatten am späten Nachmittag.

My late afternoon shadow. Mein Schatten am späten Nachmittag.

Winter Update: Orwell, Snow Farms + Frozen Landscapes

All animals are equal. But some are more equal than others. (George Orwell: Animal Farm)

Another week has gone by, and it’s finally March. While we only got 0.3” in December, January dumped 34.3” and February 64.8” of white powder on us. The average February temperature in Boston was 19 degrees, -12.7 degrees below average for the month. The cold is doing crazy things to us. From slush waves at Nantucket to a frozen Quincy Bay, we got it all. And alas, there are two more snow events in the forecast, one of them starting right now with an expected 4-6” by tomorrow morning. We’re exhausted.

It did seem like a quiet week, and the city is slowly coming back to normal. I took the opportunity today to spice up my long run and visit the snow farms in the Seaport District. For those of you who don’t know what those are: That’s where the city dumps all the snow after major storms. While I was hoping to see a snow melting machine there, I did not – but I wanted to take the opportunity to see the huge snow piles with my own eyes. They look like a mountain range. And they’re getting ugly.

So why am I quoting Orwell today? Well, it seems like that in the City of Boston, residents are certainly not created equal. The snow banks in Back Bay and the South End look like a joke compared to us down here in Roslindale. Even a mile from us in Jamaica Plain, things look much more civilized. And I’m not talking about tiny streets. I mean along major roads, especially the sidewalk situation. It does feel like we’re less equal than those residents of the City of Boston north of us. Sigh… I hope this is over soon.

Snow farm panorama. Schneefarm-Panorama.

Snow farm panorama. Schneefarm-Panorama.

They're finally clearing the roads here. We were quite fascinated and kept on watching. This was at 11:30 at night. However, all they did was widen the road. The sidewalks are still a major pain.

They’re finally clearing the roads here. We were quite fascinated and kept on watching. This was at 11:30 at night during the week. Endlich wird auch bei uns mal der Schnee abtransportiert. Wir waren sehr fasziniert und haben eine Weile zugeschaut. Das war um 23:30 Uhr unter der Woche.

Quincy Bay. Die Bucht von Quincy.

Quincy Bay. Thanks, Elena for this photo. Die Bucht von Quincy. Danke, Elena für dieses Foto.

The ocean is beginning to freeze. Das Meer friert langsam ein. Source/Quelle: NBC

The ocean is starting to freeze. Das Meer friert langsam zu. Source/Quelle: NBC

Alle Tiere sind gleich. Aber manche sind gleicher als andere. (George Orwell: Farm der Tiere)

Wieder eine Woche ist vorbei und es ist endlich März. Während es im Dezember weniger als 1 cm waren, fielen im Januar 87 cm und im Februar 1,65 Meter weiße Pracht. Die Durchschnittstemperatur im Februar in Boston war -7 Grad, 10 Grad kälter als sonst in diesem Monat. Die Kälte stellt verrückte Dinge mit uns an. Von fast erstarrten Wellen bei Nantucket bis hin zur gefrorenen Quincy-Bucht, wir haben alles im Angebot. Und ach, es sind schon wieder zwei Schneeereignisse im Wetterbericht angekündigt, eins davon fängt gerade an mit erwarteten 10-15 cm Schnee bis morgen früh. Wir sind echt fix und fertig.

Diese Woche war relativ ruhig und so langsam kehrt wieder Normalität in die Stadt ein. Ich habe heute meinen langen Lauf als Anreiz genommen, um mir die Schneefarmen im Hafengebiet anzuschauen. Für diejenigen, die nicht wissen, was das ist: Dort fährt die Stadt nach einem großen Sturm den ganzen Schnee hin. Ich hatte ja gehofft, eine Schneeschmelzmaschine zu sehen, was aber leider nicht der Fall war, jedoch wollte ich die ganzen Schneehaufen mal mit eigenen Augen sehen. Die sehen wie eine Gebirgskette aus. Und die werden langsam echt hässlich.

Wieso also das Orwell-Zitat heute? Nun ja, es scheint, dass die Einwohner der Stadt Boston nicht alle gleich sind. Die Schneehaufen bei Back Bay und dem South End sind im Vergleich zu uns in Roslindale ein Witz. Selbst eine Meile von uns in Jamaica Plan sieht alles viel zivilisierter aus. Und damit meine ich nicht kleine Straßen. Ich meine die Hauptstraßen und besonders die Bürgersteige. Es sieht wohl so aus, als ob wir im Vergleich zu den Einwohnern der Stadt Boston nördlich von uns etwas weniger gleich sind. Seufz… ich hoffe, dass das bald alles vorbei ist.

Columbus Ave near Back Bay. Looks nice, doesn't it? Columbus Ave in der Nähe von Back Bay. Sieht gut aus, oder?

Columbus Ave near Back Bay. Looks nice, doesn’t it? Columbus Ave in der Nähe von Back Bay. Sieht gut aus, oder?

Compare Columbus Ave to this. Really? Where are you supposed to walk here? Man vergleiche mit Columbus Ave. Also echt? Wo soll man denn da bitte laufen?

Compare Columbus Ave to this. Really? Where are you supposed to walk here? Man vergleiche mit Columbus Ave. Also echt? Wo soll man denn da bitte laufen?

As a fellow runner said: You know there's something wrong when the sun rises over an igloo. We had quite a few of those this winter. This is Celsius (-2 Fahrenheit).

A fellow runner said: You know there’s something wrong when the sun rises over an igloo. We had quite a few of those this winter. This is Celsius (-2 Fahrenheit). Eine Läuferin, die ich kenne, sagte: Man weiß, dass etwas nicht stimmt, wenn die Sonne über einem Iglu aufgeht. Wir hatten diesen Winter einige davon. Das ist übrigens Celsius (-2 Fahrenheit).

Run Like The Wind: Blown Away At The Manchester City Marathon

The 26.2-mile journey through the city of Manchester in New Hampshire last weekend didn’t go as I expected. The thing with marathons is that you train for months, you can do whatever you want, but it all comes down to that one day and what happens then. I don’t think I could have done anything differently for this training cycle. I was prepared. And then two things happened: the weather and some weird breathing stuff.

For those of you who live in New England, a Nor’easter is quite common. Wikipedia defines it as macro-scale storm along the Upper East Coast of the United States and Atlantic Canada. It gets its name from the direction the wind is coming in from the storm. Depending on the season, Nor’easters can cause severe coastal flooding, coastal erosion, hurricane force winds or blizzard conditions. While it rained (and even snowed) in Boston that day, we had dry conditions up in New Hampshire. But we got those hurricane force winds. We all suffered. It wasn’t bad throughout the whole course but I particularly remember mile 15, a straight road, and winds that made me feel like I didn’t even move. It was quite the day.

Then the breathing. Even during training runs, I sometimes get these little episodes when my heart rate goes up for no particular reason, and I need to catch my breath. Stopping completely helps. I’ve talked to other runners, and I don’t think it’s anything to worry about. It doesn’t happen very often, and it never happened to me during a race until last Sunday. And that sucked. At mile 4, I was chatting with another runner and suddenly noticed that something got out of control. I slowed down. It didn’t go away. I walked a little, and it didn’t go away. I had to stop. Damn it. Who stops at mile 4 in a marathon? There went my goal. Out the window.

When Matt saw me in the first half of the marathon, I didn’t look too happy because I was upset about what had happened. I had put so much hard work into my training and then that! However, I was able to pull myself together and pick up my pace a bit. I even had some fast miles to make up for my lost time, and I felt good. I came through the halfway point with a reasonable split that could have still given me a decent goal finishing time if I picked it up some in the second half of the race.

My friend Urvi had organized little cheer zones. I had seen people throughout the race, and I knew everyone was waiting around the 30k mark. Similar to the Boston Marathon, that gave me a boost. And it was great. Nothing beats the cheers you get from your fellow runners after you’ve already logged 18+ miles. Matt was there was well, handing me some water and running with me for a little. I felt great. On I went. Everything went well up until mile 23 when I got the breathing problem again.

I think I know what the wall feels like. I’ve run half marathons when I went out too fast and just suffered for the last few miles. In Manchester, I don’t think I hit the wall. In my head, I was calculating my finishing time, and thought I could still come in faster than in Boston despite the mile 4 incident. Maybe I put myself under too much pressure. Maybe the air was just too cold to breathe that day. Suddenly, I couldn’t breathe again, and my heart started beating like crazy. I had to walk. My legs were fine. It did not feel like the wall.

Mile 23 was hard. After I was able to breathe again, I started running again and didn’t stop until I had crossed the finish line. Disappointed with myself. It was a tough day, and things happened that I just couldn’t control. To close this post on a positive note, I would like to point out all the good things that happened on Sunday: an awesome SRR cheer zone (thank you guys, you’re awesome), the nature parts of the course (trail sections, woods, a bike bath), the challenging hills (yes, I actually enjoyed tackling them), the fact that we didn’t get any rain and that we all finished in brutal conditions, impressive PRs, post race hugs and Matt getting up at the crack of dawn to stand in the cold for hours and to drive me home when I was ready to pass out. I’m going to try again until I get what I want. See ya! 🙂

Awesome pics by Tom Cole

The ever growing medal collection (includes Matt's medals). Die stets wachsende Medaillensammlung (einschließlich Matts Medaillen).

The ever-growing medal collection (includes Matt’s medals). Die stets wachsende Medaillensammlung (einschließlich Matts Medaillen).

Der Weg von 42 km durch die Stadt Manchester in New Hampshire letztes Wochenende war nicht so, wie ich dachte. Die Sache mit den Marathons ist, dass man monatelang trainiert und machen kann, was man will, denn es kommt dann auf den einen Tag an und was da passiert. Ich denke nicht, dass ich in diesem Trainingszyklus etwas hätte anders machen können. Ich war vorbereitet. Und dann sind zwei Dinge passiert: das Wetter und komische Atemprobleme.

Die von euch, die in Neuengland leben, wissen, dass ein Nor’easter (Nordoststurm) häufig vorkommt. Wikipedia definiert diesen als einen großflächigen Sturm entlang der oberen Ostküste in den USA und den atlantischen Provinzen Kanadas. Er bekommt seinen Namen von der Windrichtung, aus der der Wind während des Sturms kommt. Je nach Jahreszeit können diese Stürme schlimme Überflutungen, Küstenerosionen, Orkanböen oder Schneestürme verursachen. Während es in Boston an dem Tag regnete (und später auch schneite), war es bei uns in New Hampshire trocken. Aber wir hatten die Orkanböen. Wir litten alle. Es war nicht die ganze Strecke über schlimm, aber ich erinnere mich ganz besonders an Meile 15 (Kilometer 24), eine gerade Straße und solch ein Wind, dass ich das Gefühl hatte, mich gar nicht mehr zu bewegen. Das war schon ein Tag.

Und dann das mit dem Atmen. Manchmal passiert das auch im Training, dass ich so kleine Vorfälle habe, wenn meine Herzfrequenz ohne Grund schnell hochgeht und ich nach Luft schnappen muss. Anhalten hilft dann. Ich hab mich schon mit anderen Läufern unterhalten und das ist jetzt nichts, worüber man sich Sorgen machen müsste. Es passiert nicht oft und kam bis letzten Sonntag noch nie während eines Wettlaufs vor. Und das war echt scheiße. Bei Meile 4 (Kilometer 6) unterhielt ich mich mit einer anderen Läuferin und merkte plötzlich, dass etwas nicht stimmte. Ich fiel ein bisschen zurück. Es ging nicht weg. Ich ging ein Stück zu Fuß, aber es ging nicht weg. Ich musste anhalten. Mist. Wer hält denn bei Kilometer 6 in einem Marathon an? Das war’s dann wohl mit meiner Zielzeit. Dahin.

Als Matt mich in der ersten Hälfte des Marathons sah, sah ich nicht besonders glücklich aus, denn ich ärgerte mich über das, was passiert war. Ich hatte so hart trainiert und dann das! Nun gut, ich raffte mich zusammen und beschleunigte etwas. Ich hatte sogar ein paar schnellere Kilometer, um die verlorene Zeit ein bisschen aufzuholen und ich fühlte mich gut. Am Halbmarathonpunkt hatte ich eine vernünftige Zeit und hätte damit auch eine anständige Zielzeit erreichen können, wenn ich in der zweiten Hälfte noch ein bisschen zugelegen würde.

Meine Freundin Urvi hatte ein paar kleine Jubelstationen organisiert. Ich sah die Leute über die Strecke verteilt und wusste, dass sie alle wieder bei Kilometer 30 warten würden. Ähnlich wie beim Boston Marathon hat mich das vorangetrieben. Es gibt nichts Besseres als ein paar Jubelschreie, nachdem man schon 30 Kilometer gelaufen ist. Matt war auch da, gab mir ein bisschen Wasser und lief ein kleines Stück mit mir. Ich fühlte mich gut. Weiter ging’s. Alles ging gut bis Meile 23 (Kilometer 37), als ich wieder nicht richtig atmen konnte.

Ich denke, ich weiß, wie sich die Wand anfühlt (die Wand ist der Punkt in einem Marathon, wenn man gar nicht mehr kann). Ich hatte schon Halbmarathons, bei denen ich zu schnell gelaufen bin und dann am Ende total abgekackt bin. In Manchester war das nicht die Wand. In meinem Kopf rechnete ich mir meine Endzeit aus und dachte, dass ich trotz der Geschehnisse bei Kilometer 6 schneller als in Boston sein würde. Vielleicht hab ich mich einfach unter zu viel Druck gesetzt. Vielleicht war die Luft auch einfach zu kalt an dem Tag. Plötzlich konnte ich nicht richtig atmen und mein Herz schlug wie bekloppt. Ich musste zu Fuß gehen. Meine Beine waren OK. Es hat sich nicht wie die Wand angefühlt.

Meile 23 (Kilometer 37) war hart. Als ich wieder atmen konnte, fing ich an zu laufen und das bis zur Ziellinie. Ich war über mich selbst enttäuscht. Es war ein anstrengender Tag und es passierten Dinge, die ich nicht kontrollieren konnte. Um diesen Eintrag positiv zu beenden, will ich noch mal alle guten Dinge aufzählen, die am Sonntag passiert sind: eine tolle SRR-Jubelzone (danke an euch, ihr seid toll), die Teile der Strecke mit viel Natur (Waldboden, Waldabschnitte, ein Radweg), die anstrengenden Berge (ja, ich fand es toll, sie zu meistern), die Tatsache, dass es nicht geregnet hat und dass wir alle unter den brutalen Bedingungen durchs Ziel gekommen sind, beeindruckende Bestzeiten, Umarmungen am Ziel und Matt, der im Morgengrauen aufstand, dann stundenlang draußen in der Kälte war und mich dann nach Hause gefahren hat, als ich halbtot war. Ich werde das noch mal probieren, bis ich das bekomme, was ich will. Bis dann! 🙂

Coole Fotos von Tom Cole

The Road To Manchester: Thoughts On Marathon Training

This week’s revelation of the contents inside the time capsule found in the lion on top of Boston’s Old State House and the fact that they’re going to put a Boston Marathon 2013 medal inside a new one, among other things, stirred up some emotional memories from the events at the finish line last year. What better item to pick than that medal, so that whoever opens the time capsule in the future can think back to the people of 2013 and what they went through that day.

While I don’t want to put more salt into that wound, I wanted to write down some of my experience training for my second marathon, the Manchester City Marathon on November 2nd in Manchester, NH. Tomorrow will be the last day of marathon peak week where we run the most miles and also do our last long run. It also means the start of the taper when we reduce our mileage drastically to give our bodies time to recover so that we perform well on race day. It also means a time of doubt. We often ask ourselves: Did I do enough? Did I train correctly? What if I blow up?

Marathon training is hard. Training for Boston this year was hard enough. Being super psyched to have gotten one of the 10 coveted Somerville Road Runner numbers, I jumped into my training like a crazy person. Long runs, higher mileage, hills, track workouts. I was determined to do everything I could to tackle my first marathon. Well, it didn’t take long to hurt myself. In late January, a foot injury crushed my training plan, and I had to resort to pool running because I couldn’t walk properly, let alone run. The training period also coincided with one of the longest and nastiest winters we had since I moved here 9 years go. Luckily, it all worked out, and I managed to finish under 4 hours.

After my injury, I sought some advice from our SRR coach Joe. He was extremely helpful in keeping me sane and giving me advice on how to change my training to still have a successful marathon. One of the things he recommended was to not overdo it on the long runs but still make sure to get good mileage in by spreading out runs in a given week. This is exactly what I did for Manchester this time.

Looking at my training log for the six weeks before the taper for Boston, I was running 4-5 times a week with an average of 39 miles, peaking at 45. That was all I could handle. Our bodies need time to adjust to that training load, and I was also recovering from an injury. When I finished Boston (here is my race report again), I knew I wanted to try another marathon but would approach it differently. For this training cycle, I ran mostly 6 times a week averaging 49 miles and having three weeks over 50. That’s where I wanted to be for Boston but I wasn’t ready. I also didn’t go crazy with the long runs only doing two 18 milers but tempo runs every week.

Now why am I writing about this on my travel blog? Well, running is like traveling. Many of my long runs are like sightseeing tours of Boston. Today, I ran to the Esplanade through Charlestown by Bunker Hill Monument back to Boston through Christopher Columbus Park by my favorite building in the city, the Custom House and through many other parts of Boston. Running makes you explore your surroundings, pushes you to the limit, you meet fantastic people along the way, make new friends and appreciate life in general. It’s not always easy but I do love it.

Now for Manchester, I hope my approach is the right one this time. I made it through the hard training phase OK and hit many milestones: running more than 50 miles in a week and running 7 days in a row once (Victor style). I would love to do 3:45 or even 3:40, my official Boston qualifying time but we all know you have to be at least 2 minutes faster to get in due to the high competition. And Manchester is hilly. My friend Jesse told me something interesting: In your second marathon, you correct the mistakes of your first one but you’ll make new ones. Well, let’s see what they are in two weeks but until then, I’ll enjoy what they call “taper madness“. See you at the start line!

Can't wait to get one of those for 2014. Ich kann's kaum erwarten, einen von denen für 2014 zu bekommen.

Can’t wait to get one of those for 2014 (picture from the race site). Ich kann’s kaum erwarten, eine von denen für 2014 zu bekommen (Bild von der Webseite).

Als diese Woche die Inhalte der Zeitkapsel aus dem Löwen oben am Boston Old State House bekannt gegeben wurden und sich herausstellte, dass unter anderem eine Medaille vom Boston Marathon 2013 in eine neue Kapsel rein sollte, hat das alte Wunden von den Ereignissen an der Ziellinie letztes Jahr wieder aufgerissen. Was für einen besseren Gegenstand hätte man wählen können als diese Medaille, so dass wer auch immer die Zeitkapsel in der Zukunft öffnet an die Leute von 2013 denkt und was sie an dem Tag durchgemacht haben.

Ich will natürlich nicht mehr Salz in diese Wunde streuen, aber ich wollte meine Erfahrungen des Trainings für meinen zweiten Marathon, den Manchester City Marathon am 2. November in Manchester, New Hampshire aufschreiben. Morgen ist der letzte Tag der härtesten Trainingswoche, wenn man die meisten Kilometer läuft und auch seinen letzten langen Lauf macht. Es heißt auch, dass dann die Phase beginnt, in der man die Kilometer drastisch reduziert (man nennt das hier Taper), um seinem Körper Zeit zur Erholung zu geben, so dass man am Tag des Marathons gut läuft. Es ist auch eine Zeit der Zweifel. Man fragt sich oft: Habe ich genug gemacht? Habe ich richtig trainiert? Was, wenn ich auf einmal nicht mehr kann?

Das Marathontraining ist hart. Das Training für Boston war schwer genug. Ich war damals super aufgeregt, dass ich eine von den heißbegehrten Startnummern der Somerville Road Runners bekommen hatte und stürzte mich wie eine Bekloppte ins Training. Lange Läufe, viel mehr Kilometer, Berge und Tempoläufe. Ich war fest entschlossen, dass ich alles in meiner Macht stehende tun würde, um meinen ersten Marathon anzugehen. Nun ja, es dauerte nicht lange, bis ich mir weh tat. Im späten Januar machte mir eine Fußverletzung einen Strich durch meinen Trainingsplan und ich musste Aquajogging machen, weil ich nicht richtig gehen konnte, geschweige denn laufen. Die Trainingsphase war auch zeitgleich mit einem der längsten und schrecklichsten Winter, die ich in meinen 9 Jahren hier gesehen hatte. Zum Glück ging alles gut aus und ich kam unter 4 Stunden ins Ziel.

Nach meiner Verletzung fragte ich unseren SRR-Trainer Joe nach Rat. Er war wirklich sehr hilfreich, mich bei gesundem Verstand zu halten und mir Tipps zu geben, wie ich mein Training abändern könnte, um einen erfolgreichen Marathon zu laufen. Er empfiel mir z.B., dass ich es mit den langen Läufen nicht übertreiben sollte, aber darauf achten sollte, trotzdem viele Kilometer zu laufen, indem ich meine Läufe über die Woche verteilen würde. Genau das habe ich diesmal für Manchester gemacht.

Wenn ich mir mein Trainingsprotokoll für die sechs Wochen vor dem Taper für Boston anschaue, dann bin ich 4-5 Mal die Woche und durchschnittlich 63 km gelaufen, 72 in der härtesten Woche. Mehr ging nicht. Unser Körper braucht Zeit, um das Training verarbeiten zu können und außerdem erholte ich mich von einer Verletzung. Als ich in Boston fertig war (hier noch mal mein Bericht), wusste ich, dass ich noch mal einen Marathon probieren wollte, alles aber anders angehen würde. In diesem Trainingszyklus bin ich meistens 6 Mal die Woche mit durchschnittlich 79 km gelaufen und 3 Wochen mit über 80. Das wollte ich für Boston, aber ich war noch nicht soweit. Ich hab es dieses Mal mit den langen Läufen auch nicht übertrieben und bin nur zweimal 29 km gelaufen, dafür aber Tempoläufe jede Woche.

Warum schreibe ich darüber nun auf meinem Reiseblog? Nun gut, Laufen ist wie Reisen. Viele meiner langen Läufe sind wie Sightseeing-Touren durch Boston. Heute bin ich zur Esplanade (die Flusspromenade) gelaufen, dann durch Charlestown vorbei am Bunker Hill Monument zurück nach Boston durch den Christopher Columbus Park, vorbei an meinem Lieblingsgebäude der Stadt, dem Custom Tower und durch viele andere Teile von Boston. Laufen lässt dich deine Umgebung entdecken, bringt dich an deine Grenzen, man trifft tolle Leute, findet neue Freunde und weiß das Leben allgemein besser zu schätzen. Es ist nicht immer einfach, aber ich mach’s einfach gern.

Ich hoffe, dass mein Ansatz für Manchester dieses Mal der richtige ist. Ich bin durch die harte Trainingsphase gut durchgekommen und habe viele Meilensteine geschafft: mehr als 80 km in einer Woche zu laufen und dann noch einmal 7 Tage am Stück zu laufen (ganz im SRR Victor-Stil). Ich würde gerne 3:45 oder sogar 3:40 laufen, meine offizielle Qualifikationszeit für Boston, aber wir wissen alle, dass man mindestens 2 Minuten schneller sein muss, weil die Konkurrenz so groß ist. Und Manchester ist nicht flach. Jesse, ein Freund von mir, hat mir was Interessantes erzählt: Bei deinem zweiten Marathon korrigierst du die Fehler deines ersten und macht aber neue. Gut, dann schauen wir mal in zwei Wochen, aber bis dahin genieße ich, was man “Taper Madness” nennt. Bis dann am Start!