Tag Archives: Snow

Settling…

It seems like ages ago when I wrote “Parenting is Hard“. Ironically, I will be going back to work on Marathon Monday. The last three months were far harder than any marathon I have ever done. The greatest gift you can receive as a new parent is help, and I’m grateful for everything we got. Family and friends, food brought over, so many precious gestures. Thanks to everyone who did something for us. It was great and much needed.

It all seemed like a blur but despite the sleep deprivation, we were able to do stuff occasionally, go out with friends, tour breweries and visit places in Boston and nearby. What follows is a series of pictures, impressions of our first winter with a baby. Enjoy! Looking forward to seeing our little one grow and experience the world with us together.

Sam Adams. Baby’s first brewery at six weeks old. Die erste Brauerei für das Baby, sechs Wochen nach der Geburt.

National Park Service cancellation station at the Charlestown Navy Yard. Of course I had to do the Freedom Trail with my parents. Since we had a baby in tow, we did sections at a time on different days. National Park Service Stempelstation im Charlestown Navy Yard. Natürlich musste ich mit meinen Eltern den Freedom Trail machen. Da wir allerdings ein Baby dabei hatten, machten wir immer Abschnitte an verschiedenen Tagen.

Larz Anderson Museum in Brookline. It houses the oldest collection of motorcars in the U.S. And with a library pass, you get free admission. Das Museum beherbergt die älteste Sammlung an Kraftfahrzeugen in den USA. Und mit einem Pass von der Bibliothek ist der Eintritt frei.

Ich hab das Gefühl, dass mein Beitrag „Parenting is Hard” (Kindererziehung ist hart) schon ewig her ist. Ironischerweise ist mein erster Arbeitstag am Marathon-Montag. Die letzten drei Monate waren um einiges anstrengender als jeder Marathon, den ich jemals gelaufen bin. Das schönste Geschenk, das man als neue Eltern bekommen kann, ist Hilfe, und ich bin dankbar für alles, was wir bekommen haben. Familie und Freunde, mitgebrachtes Essen, so viele kostbare Gesten. Danke an alle, die etwas für uns getan haben. Es war toll und wir brauchten das sehr.

Es war wie im Rausch, aber trotz des Schlafentzugs konnten wir ab und zu etwas unternehmen, mit Freunden weggehen, in Brauereien gehen und Boston und Umgehung besichtigen. Im Anschluss folgt eine Reihe an Bildern, Eindrücke von unserem ersten Winter mit Baby. Viel Spaß! Ich freue mich, unsere Kleine aufwachsen zu sehen und mit uns die Welt zu erleben.

Oysters in Chatham, Cape Cod. My dad was grossed out but my mom enjoyed the local specialty. Austern in Chatham, Cape Cod. Mein Vater fand die eklig, aber meine Mutter genoss die regionale Spezialität.

St. Patrick’s Day parade in West Yarmouth, Cape Cod. We had initially planned to go to a pirate museum there but stumbled upon this parade and decided to watch instead. My parents got a sign “Kiss me, I’m Irish” and asked us what it meant. Umzug für St. Patrick’s Day in West Yarmouth, Cape Cod. Wir wollten zunächst in ein Piratenmuseum, stießen allerdings auf diesen Umzug und schauten ihn uns stattdessen an. Meine Eltern bekamen ein Schild, auf dem „Kiss me, I’m Irish” (Küss mich, ich bin Ire) stand und fragten uns, was es bedeutete.

Make way for Irish ducklings! Vorsicht, die irischen Enten kommen!

My parents were here for two weeks and we had three storms during that time, one rain storm and two snow storms. This was the last blizzard with 19 inches of snow. My parents were fascinated. Meine Eltern waren zwei Wochen hier und wir hatten in dieser Zeit drei Stürme, einen mit Regen und zwei mit Schnee. Das hier war der letzte Blizzard mit 48 cm Schnee. Meine Eltern waren fasziniert.

This was initially a Trillium date with our friends Jesse and Urvi but since the beer garden had already closed when we met, we went to Turtle Swamp Brewing in Jamaica Plain instead. Das hier war eigentlich eine Verabredung für Trillium mit unseren Freunden Jesse und Urvi, da aber der Biergarten schon geschlossen hatte, als wir uns trafen, gingen wir stattdessen zu Turtle Swamp Brewing in Jamaica Plain.

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2015 – The Travel Year in Review ✈

Today is Christmas and time to reflect. 2015 has been a good year. Even though I get the feeling we worked around the clock, I did find the time somehow to post 25 times on this blog this year, which is about every two weeks. Not bad at all.

The beginning of the year was clearly taken over by Boston’s most ridiculous winter ever. It ended up getting its own category with 8 posts. So far, the weather has been good to us with a record-breaking Christmas Eve yesterday and 70 degrees. We had wine on the front porch outside last night. Unreal.

After the brutal winter, we went to Europe for two weeks in May for some lovely family celebrations in Germany, a train conductor strike for 7 days, cycling in the Netherlands and two trips to Cologne. In early summer, we had to say goodbye to Jens Peter Zwei and enjoy biking. August was all about adventures in Mainehiking in New Hampshire and a farewell to a familiar running route.

And then fall came along. A hike south of Boston, followed by a trip to Fenway to see the Red Sox. Beautiful colors at Franconia Notch made for some very nice blog posts, and all of a sudden it was winter. Who knows what the new year will bring but our winter vacation is already booked. Hint, watch the video. Merry Christmas, Happy New Year and read you again in 2016.

Heute ist Weihnachten und Zeit zum Nachdenken. 2015 war ein gutes Jahr. Auch wenn ich den Eindruck habe, dass wir rund um die Uhr gearbeitet haben, habe ich dieses Jahr doch irgendwie die Zeit gefunden, 25 mal was zu schreiben, also ungefähr alle zwei Wochen. Gar nicht mal so schlecht.

Am Jahresanfang ging es ganz klar um den beklopptesten Winter überhaupt in Boston. Er bekam sogar seine eigene Kategorie mit 8 Einträgen. Soweit war das Wetter gut zu uns und gestern hatten wir einen rekordbrechenden Heiligabend mit 20 Grad. Wir haben abends Wein draußen auf der Veranda getrunken. Unfassbar.

Nach dem brutalen Winter ging es im Mai zwei Wochen lang nach Europa für wunderbare Familienfeiern in Deutschland, einen Lokführerstreik von 7 TagenRadfahren in den Niederlanden und zwei Trips nach Köln. Im Frühsommer mussten wir uns von Jens Peter Zwei verabschieden und das Radfahren genießen. Der August war voll mit Abenteuern in MaineWandern  in New Hampshire und einem Abschied von einer bekannten Laufroute.

Und dann kam der Herbst. Eine Wanderung südlich von Boston und dann noch ein Ausflug nach Fenway, um die Red Sox spielen zu sehen. Wunderschöne Herbstfarben in Franconia Notch sorgten für einige sehr schöne Blogeinträge und plötzlich war der Winter da. Wer weiß, was das neue Jahr bringt, aber unser Winterurlaub ist bereits gebucht. Hinweis: Schaut euch das Video an. Frohe Weihnachten, einen guten Rutsch ins neue Jahr und wir lesen uns wieder 2016.

What Is And What Was…

Last weekend, I didn’t post anything because things were quiet. We are now seeing the light at the end of the tunnel. The snow is starting to melt, and it feels so good. Plus, the city finally started to remove snow in our part of town. What was buried in snow is slowly coming back. You can run on many sidewalks, we started daylight saving time, and life seems to have meaning again. Apparently, Somerville still had a snow emergency going on until yesterday, and it was finally lifted last night.

I created a new category called “The Winter of 2015“. I never expected I would have that much to say about snow. We still haven’t broken the record of the snowiest winter of all times in Boston (a couple of inches short) but I honestly don’t care anymore. We broke many records this winter (for example for the most snow in 14, 20 and 30 days), and I have never gone through such a long stretch of crazy cold before. It was truly awful but also a once-in-a-lifetime experience. So here’s to the Winter of 2015! You’ve certainly raised the bar. I can’t wait to see my first spring tree.

Letztes Wochenende habe ich nichts geschrieben, weil es ruhig war. Wir sehen jetzt das Licht am Ende des Tunnels. Der Schnee schmilzt langsam und es fühlt sich so gut an. Außerdem hat die Stadt endlich in unserem Stadtteil angefangen, den Schnee wegzufahren. Was im Schnee vergraben war, kommt langsam wieder zurück. Man kann auf vielen Bürgersteigen laufen gehen, wir haben die Uhr auf Sommerzeit umgestellt und das Leben hat endlich wieder einen Sinn. In Somerville war anscheinend bis gestern immer noch Schneenotstand ausgerufen und gestern Abend war er endlich zu Ende.

Ich habe eine neue Kategorie mit dem Namen “The Winter of 2015” erstellt. Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal so viel zum Thema Schnee zu berichten hätte. Wir haben zwar den Rekord für den schneereichsten Winter aller Zeiten in Boston noch nicht gebrochen (es fehlen ein paar cm), aber mir ist das jetzt auch egal. Wir haben diesen Winter genug Rekorde gebrochen (z.B. für den meisten Schnee innerhalb von 14, 20 und 30 Tagen) und ich habe noch nie so einen langen Zeitraum von irrsinner Kälte mitgemacht. Es war echt furchtbar, aber auch ein einmaliges Erlebnis. Also, hier noch einmal auf den Winter von 2015! Du hast auf jeden Fall neue Maßstäbe gesetzt. Ich kann es kaum erwarten, den ersten Frühlingsbaum zu sehen.

Photo of the week. Human size icebergs melting on Cape Cod. Photo/Foto: Dapixara.com. Foto der Woche: Menschengroße Eisberge schmelzen auf Cape Cod.

Photo of the week. Human size icebergs melting on Cape Cod. Photo/Foto: Dapixara.com. Foto der Woche: Menschengroße Eisberge schmelzen auf Cape Cod.

Trash Day

No more trash bags on the snow banks. Keine Müllsacke mehr auf den Schneehaufen.

The Bench

The table. We watched it disappear over the past 5 weeks, and it’s finally back. Der Tisch. Wir haben ihn in den letzten 5 Wochen verschwinden sehen und er ist endlich wieder da.

Beer

You can finally see the fence again. On the right: This was the night we jumped off the roof and had a beer afterwards. Man sieht endlich wieder den Zaun. Rechts: Das war der Abend, an dem wir vom Dach sprangen mit Bier im Anschluss.

Winter Update: Orwell, Snow Farms + Frozen Landscapes

All animals are equal. But some are more equal than others. (George Orwell: Animal Farm)

Another week has gone by, and it’s finally March. While we only got 0.3” in December, January dumped 34.3” and February 64.8” of white powder on us. The average February temperature in Boston was 19 degrees, -12.7 degrees below average for the month. The cold is doing crazy things to us. From slush waves at Nantucket to a frozen Quincy Bay, we got it all. And alas, there are two more snow events in the forecast, one of them starting right now with an expected 4-6” by tomorrow morning. We’re exhausted.

It did seem like a quiet week, and the city is slowly coming back to normal. I took the opportunity today to spice up my long run and visit the snow farms in the Seaport District. For those of you who don’t know what those are: That’s where the city dumps all the snow after major storms. While I was hoping to see a snow melting machine there, I did not – but I wanted to take the opportunity to see the huge snow piles with my own eyes. They look like a mountain range. And they’re getting ugly.

So why am I quoting Orwell today? Well, it seems like that in the City of Boston, residents are certainly not created equal. The snow banks in Back Bay and the South End look like a joke compared to us down here in Roslindale. Even a mile from us in Jamaica Plain, things look much more civilized. And I’m not talking about tiny streets. I mean along major roads, especially the sidewalk situation. It does feel like we’re less equal than those residents of the City of Boston north of us. Sigh… I hope this is over soon.

Snow farm panorama. Schneefarm-Panorama.

Snow farm panorama. Schneefarm-Panorama.

They're finally clearing the roads here. We were quite fascinated and kept on watching. This was at 11:30 at night. However, all they did was widen the road. The sidewalks are still a major pain.

They’re finally clearing the roads here. We were quite fascinated and kept on watching. This was at 11:30 at night during the week. Endlich wird auch bei uns mal der Schnee abtransportiert. Wir waren sehr fasziniert und haben eine Weile zugeschaut. Das war um 23:30 Uhr unter der Woche.

Quincy Bay. Die Bucht von Quincy.

Quincy Bay. Thanks, Elena for this photo. Die Bucht von Quincy. Danke, Elena für dieses Foto.

The ocean is beginning to freeze. Das Meer friert langsam ein. Source/Quelle: NBC

The ocean is starting to freeze. Das Meer friert langsam zu. Source/Quelle: NBC

Alle Tiere sind gleich. Aber manche sind gleicher als andere. (George Orwell: Farm der Tiere)

Wieder eine Woche ist vorbei und es ist endlich März. Während es im Dezember weniger als 1 cm waren, fielen im Januar 87 cm und im Februar 1,65 Meter weiße Pracht. Die Durchschnittstemperatur im Februar in Boston war -7 Grad, 10 Grad kälter als sonst in diesem Monat. Die Kälte stellt verrückte Dinge mit uns an. Von fast erstarrten Wellen bei Nantucket bis hin zur gefrorenen Quincy-Bucht, wir haben alles im Angebot. Und ach, es sind schon wieder zwei Schneeereignisse im Wetterbericht angekündigt, eins davon fängt gerade an mit erwarteten 10-15 cm Schnee bis morgen früh. Wir sind echt fix und fertig.

Diese Woche war relativ ruhig und so langsam kehrt wieder Normalität in die Stadt ein. Ich habe heute meinen langen Lauf als Anreiz genommen, um mir die Schneefarmen im Hafengebiet anzuschauen. Für diejenigen, die nicht wissen, was das ist: Dort fährt die Stadt nach einem großen Sturm den ganzen Schnee hin. Ich hatte ja gehofft, eine Schneeschmelzmaschine zu sehen, was aber leider nicht der Fall war, jedoch wollte ich die ganzen Schneehaufen mal mit eigenen Augen sehen. Die sehen wie eine Gebirgskette aus. Und die werden langsam echt hässlich.

Wieso also das Orwell-Zitat heute? Nun ja, es scheint, dass die Einwohner der Stadt Boston nicht alle gleich sind. Die Schneehaufen bei Back Bay und dem South End sind im Vergleich zu uns in Roslindale ein Witz. Selbst eine Meile von uns in Jamaica Plan sieht alles viel zivilisierter aus. Und damit meine ich nicht kleine Straßen. Ich meine die Hauptstraßen und besonders die Bürgersteige. Es sieht wohl so aus, als ob wir im Vergleich zu den Einwohnern der Stadt Boston nördlich von uns etwas weniger gleich sind. Seufz… ich hoffe, dass das bald alles vorbei ist.

Columbus Ave near Back Bay. Looks nice, doesn't it? Columbus Ave in der Nähe von Back Bay. Sieht gut aus, oder?

Columbus Ave near Back Bay. Looks nice, doesn’t it? Columbus Ave in der Nähe von Back Bay. Sieht gut aus, oder?

Compare Columbus Ave to this. Really? Where are you supposed to walk here? Man vergleiche mit Columbus Ave. Also echt? Wo soll man denn da bitte laufen?

Compare Columbus Ave to this. Really? Where are you supposed to walk here? Man vergleiche mit Columbus Ave. Also echt? Wo soll man denn da bitte laufen?

As a fellow runner said: You know there's something wrong when the sun rises over an igloo. We had quite a few of those this winter. This is Celsius (-2 Fahrenheit).

A fellow runner said: You know there’s something wrong when the sun rises over an igloo. We had quite a few of those this winter. This is Celsius (-2 Fahrenheit). Eine Läuferin, die ich kenne, sagte: Man weiß, dass etwas nicht stimmt, wenn die Sonne über einem Iglu aufgeht. Wir hatten diesen Winter einige davon. Das ist übrigens Celsius (-2 Fahrenheit).

It’s Done. 100 Inches. Boston Rules.

Alright, folks. It’s official. According to the National Weather Service Boston, we hit 100 inches of snow this season, which puts us in second place for the snowiest winter ever recorded in the city of Boston, and it’s not even March yet. It’s been only a little over week since my last post but it feels like an eternity. Let me summarize all the new insanity that has come up.

Mayor Marty Walsh. As it turns out, we were not the only ones jumping off the roof or out of windows into the snow. Somehow, the mayor of Boston got wind of this on social media and told city residents to stop jumping out of windows. “This is not Loon Mountain” was my favorite quote. OK, maybe everyone is a little bored these days but it was really fun.

Crazy photos. Lots of insane pictures are going around the web of people posting their snow. My favorite one was a series on BuzzFeed with pictures of the Alps of MIT, Mount Cambridgemanjaro, someone’s snow door, or the Chicopee Police Department “entering” work through a snow tunnel. It can’t get any crazier than that. I seriously looked at the pictures more than ten times in a row and couldn’t stop laughing.

Workarounds. It is really hard to get around these days, especially on foot. The plows prioritize roads over everything else, which often leads to huge snow piles blocking access ways for pedestrians and making for very difficult walks. Some shovel alone, others get together and dig a 40-foot tunnel on a Medford bike path, so that everyone can walk (and bike) again. It is amazing what a catastrophe like this one does to people.

The T. Taking the train this winter has been more than just a pain. While my car commute is bad, Matt’s stories range from “had to walk in the middle of the road to Forest Hills because the bus didn’t come” to “couldn’t get on at Back Bay and had to walk to Ruggles” (1.1 miles), among other things. Lots of funny images of T maps have emerged with notes scribbled in, such as “WTF”, “LOL” and “DON’T EVEN” or just the T flipping the bird.

So, what’s next? With a balmy day in the upper 30s today and only a little bit of snow last night, we’re granted a little reprieve before it’s back to ass cold temperatures tomorrow. Who knows what next week will bring? This winter is full of surprises.

Medford Bikepath/Radweg. Photo Credit: Boston.com

Medford bike path/Radweg. Photo Credit: Boston.com

Door/Tür, Plum Island. Photo Credit: BuzzFeed

Door/Tür, Plum Island. Photo Credit: BuzzFeed

Mount Cambridgemanjaro. Photo credit: BuzzFeed

Mount Cambridgemanjaro. Photo credit: BuzzFeed

Just another night "hiking" to a birthday party from Roslindale to Jamaica Plain. Wieder mal ein Abend, an dem wir von Roslindale nach Jamaica Plain zu einer Geburtstagsparty "gewandert" sind.

Just another night “hiking” to a birthday party from Roslindale to Jamaica Plain. Ein ganz normaler Abend, an dem wir von Roslindale nach Jamaica Plain zu einer Geburtstagsparty “gewandert” sind.

Just another trash day. We now have to carry our trash bags to the end of the road and place it on a snow bank. No room for trash bins. Ein ganz normaler Tag, an dem der Müll angeholt wird. Mir müssen jetzt unsere Müllsäcke ans Ende unserer Straße tragen und auf einem Schneehaufen werfen. Kein Platz für Mülltonnen.

Just another trash day. We now have to carry our trash bags to the end of the road and place them on a snow bank. No room for trash bins. Ein ganz normaler Tag, an dem der Müll abgeholt wird. Wir müssen jetzt unsere Müllsäcke ans Ende unserer Straße tragen und auf einen Schneehaufen werfen. Kein Platz für Mülltonnen.

Alternative MBTA maps. Alternative Bahnkarten. Photo Credit: Tumblr and Only In Boston (Twitter)

Alternative MBTA maps. Alternative Bahnstreckenkarten. Photo Credit: Tumblr and Only In Boston (Twitter)

OK, Leute. Es ist offiziell. Laut National Weather Service Boston (nationaler Wetterdienst Boston) haben wir nun 100 Inches bzw. 2,54 Meter Schnee für die Jahreszeit, was uns auf Platz 2 der schneereichsten und in der Stadt Boston festgestellten Winter rückt und es ist noch nicht mal März. Mein letzter Bericht war vor ein bisschen länger als einer Woche, allerdings kommt mir das wie eine Ewigkeit vor. Ich fasse also noch mal den ganzen neuen Irrsinn zusammen.

Bürgermeister Marty Walsh. Es scheint, als wären wir nicht die einzigen gewesen, die vom Dach oder aus dem Fenster in den Schnee sprangen. Der Bürgermeister von Boston bekam durch die sozialen Medien irgendwie davon Wind und bat die Einwohner, nicht mehr aus den Fenstern zu springen. Das hier sei nicht “Loon Mountain” (Loon Mountain ist ein Berg in New Hampshire, aber auch ein Wortspiel, weil man mit “loon” eine verrückte Person bezeichnen kann) war mein Lieblingszitat. OK, vielleicht ist allen momentan ein bisschen langweilig, aber es war echt lustig.

Verrückte Fotos. Es gehen wahnsinnig viele Fotos von Leuten und ihrem Schnee durchs Netz. Das Beste war eine Serie auf BuzzFeed mit Fotos der Alpen von MIT, dem Mount Cambridgemanjaro, der Schneetür von jemandem oder der Polizei in Chicopee, die durch einen Schneetunnel an die Arbeit musste. Es kann echt nicht bescheuerter werden. Ich habe mir die Bilder wirklich zehnmal hintereinander angeschaut und konnte nicht aufhören zu lachen.

Übergangslösungen. Momentan kommt man echt schwer irgendwo hin, besonders zu Fuß. Die Räumfahrzeuge kümmern sich meist nur um die Straßen, was zu riesigen Schneehaufen führt, die dann den Weg für Fußgänger versperren und das Laufen echt anstrengend machen. Manche schaufeln alleine, andere tun sich zusammen und graben einen über 1 km langen Tunnel auf einem Radweg in Medford, so dass alle wieder laufen und Radfahren können. Es ist schon erstaunlich, was eine Katastrophe wie diese mit den Menschen macht.

Busse und Bahnen. Eine Fahrt mit der Bahn diesen Winter ist mehr als schmerzvoll. Meine Autofahrt ist schon schlimm, aber Matt erzählt dann unter anderem “musste mitten auf der Straße zu Forest Hills (Bahnstation) laufen, weil der Bus nicht kam” oder “konnte bei Back Bay nicht einsteigen und musste zu Ruggles (1,7 km) laufen”. Viele lustige Bahnstreckenkarten sind mittlerweile aufgetaucht, z.B. “WTF” (was zum Teufel), “LOL” (laut lachen) and “DON’T EVEN” (versuch’s erst gar nicht) oder einfach nur die Karte in Form eines Stinkefingers.

Also, was kommt als nächstes? Mit kuscheligen 4 Grad heute und nur ein bisschen Schnee gestern Abend wurde uns eine kleine Verschaufpause gegönnt, bevor es morgen wieder arschkalt wird. Was wird die nächste Woche wohl bringen? Dieser Winter ist voller Überraschungen.

Boston: Of Groundhog Days, Roof Jumping & Jailhouse Rock

Ever since Groundhog Day on February 2nd, I’ve been wanting to strangle that stupid groundhog who predicted six more weeks of winter. But then, it’s just a groundhog and strangling it wouldn’t do anyone any good, so I just have to let it go. For those of you reading this in New England: Are you tired of my snow posts yet? I certainly am but all I can think about is snow these days. I have hijacked this travel blog yet again to document our journey through this awful winter.

For those of you reading this from afar, we are now at well over 70+ inches. Boston looks like a war zone. In white. You can barely drive anywhere or walk without fear of being run over by a car because your only walkway is the middle of the road. Matt and I were meant to run a race on Martha’s Vineyard this weekend but now have to hibernate in our house all weekend because the race was cancelled, and it’s so cold here that you can barely step outside at all without 5 layers on. I had to laugh this week when I read that Boston is basically a giant corn maze these days but instead of corn, we have six feet of snow.

So dear groundhog, we’re now only two weeks into your six. I’m trying to stay positive but it’s really hard. It seems like every week, it’s Groundhog Day all over again because one snowstorm follows another with the next blizzard starting this Sunday and another foot to add to the six that are already on the ground. I’m running out of words, and this winter has certainly raised the bar in how much we can tolerate. I might cry on the first day of spring.

So what about this week? After another 1+ foot of snow on Monday, we had to do some major cleanup Monday night. Matt and our neighbor took care of our roof, and then both our neighbors cleaned up theirs in front of their side of the house. The snow was so high that we were all able to jump off the roof into a large snow pile, followed by beers. Check out the video.

On Tuesday, we were house-bound again. The T was shut down, and our road didn’t even get plowed until yesterday. We went out for dinner and drinks with friends that night, and it was so good to get out. We now live in a time when even restaurants can’t get their supplies on time and have to improvise their menu options.

Our running has been pretty much reduced to one road that we just have to run up and down repetitively. The Department of Correction Boston Pre-Release Center (aka JAIL) is also on that road. Ironically, this is now our safest bet. The other day I even heard an announcement: “30 minutes to get to your rooms”. The road itself is well plowed and there is little traffic. Maybe to make sure they can chase down the prisoners in case they escape? Bring on that Jailhouse Rock! The warden threw a party in the county jail…

Seit dem Groundhog Day am 2. Februar (das ist hier der Murmeltiertag, an dem ein Murmeltier eine Vorhersage über das Fortdauern des Winters trifft) wollte ich das Scheiß-Murmeltier erwürgen, als es sechs weitere Winterwochen voraussagte. Aber gut, es ist ja auch nur ein Murmeltier und es zu erwürgen würde auch niemandem gut tun, also muss ich da einfach mal loslassen. Für alle, die das hier in Neuengland lesen: Seid ihr meine Schneeberichte schon leid? Ich schon, denn ich kann nur noch an Schnee denken. Ich hab mal wieder diesen Reiseblog unter Beschlag genommen, um unsere Reise durch diesen schrecklichen Winter zu dokumentieren.

Für die von euch, die das aus der Ferne lesen, wir haben mittlerweile über 1,80 Meter Schnee. Boston sieht wie ein Schlachtfeld aus. In weiß. Man kann nirgendwo hinfahren oder hinlaufen, ohne Angst zu haben, dass man überfahren wird, weil der einzige Fußweg mitten auf der Straße ist. Matt und ich wollten dieses Wochenende eigentlich bei einem Rennen auf Martha’s Vineyard teilnehmen, müssen jetzt allerdings das ganze Wochenende in unserem Haus ausharren, weil das Rennen abgesagt wurde und es hier so kalt ist, dass man ohne 5 Schichten kaum raus kann. Diese Woche musste ich lachen, als ich gelesen habe, dass Boston im Prinzip ein riesiges Maislabyrinth ist, aber anstatt Mais haben wir 1,83 m Schnee.

Also, liebes Murmeltier, zwei Wochen von den sechs sind jetzt vorbei. Ich versuche, positiv zu bleiben, aber es ist echt hart. Jede Woche ist hier Murmeltiertag, denn ein Schneesturm folgt auf den nächsten und der nächste Blizzard ist für Sonntag angesagt mit nochmal 30 cm auf die 1,83 m drauf, die schon liegen. Mir fehlen bald die Worte und dieser Winter hat echt neue Maßstäbe gesetzt, wenn es darum geht, wie viel wir aushalten können. Vielleicht werden mir am ersten Frühlingstag die Tränen kommen.

Was war also diese Woche los? Nach weiteren 30 cm Schnee am Montag waren Montagabend große Aufräumarbeiten angesagt. Matt und unser Nachbar kümmerten sich um unser Dach und unsere zwei Nachbarn machten das Dach auf deren Hausseite sauber. Der Schnee war so hoch, dass wir alle vom Dach in einen Riesenschneehaufen springen konnten, gefolgt von Bieren. Schaut euch das Video weiter oben an.

Dienstag saßen wir mal wieder im Haus fest. Die Bahn fuhr nicht und unsere Straße wurde erst gestern geräumt. Wir trafen uns abends mit Freunden zum Essen und für Drinks und es war echt schön, mal wegzugehen. Wir leben mittlerweile auch in einer Zeit, in der Restaurants ihre Lieferungen nicht pünklich bekommen und ihre Speisekarten improvisieren müssen.

Unsere Laufroute besteht mittlerweile nur aus einer Straße, die wir wiederholt auf und ab laufen. Auf der Straße befindet sich außerdem das Department of Correction Boston Pre-Release Center (also der KNAST). Ironischerweise ist es momentan da am sichersten. Letztens hörte ich auch eine Durchsage dort: ,,30 Minuten, um auf eure Zimmer zu gehen”. Die Straße selbst ist gut geräumt und es gibt wenig Verkehr. Vielleicht auch, damit man die Knastis schnell verfolgen kann, wenn sie ausbüchsen? Da kommt mir doch direkt ,,Jailhouse Rock” in den Sinn! The warden threw a party in the county jail…

Roof cleanup... Dach kehren...

Roof cleanup… Dach kehren…

*This video is in German but you don’t need any German skills to get it. I’m basically saying: So, when you think it can’t get any worse, it gets worse. It was taken Monday during the storm.

For The Love Of Boston -OR- 85 Hours Of Snow

On Wednesday, I was in Cambridge at a bar and saw a Sam Adams coaster that said: FOR THE LOVE OF BOSTON. I liked it so much that I took it. These past two weeks in Boston have been rough, and things will get rougher as we’re waiting for 85 hours of continuous snow starting tonight. The latest I heard on NPR was 10-16 inches over the next three days. Seriously?

There was recently an article on Boston.com called “The 5 Stages of Grief, New England Winter Edition“. It explained how we go through denial, anger, bargaining and depression before we finally accept our situation. As you might have noticed, I was clearly in the anger state when I wrote my last entry, and this week marked the onset of depression when I had a meltdown in my car Wednesday morning on my way to work because I couldn’t take it any more.

Yet, before I enter the acceptance stage, I’m finding myself in an intermittent stage called “silliness”. It started Thursday night when I was texting with my friend Maren up in New Hampshire. We sent each other pistols and bombs, and she mentioned how she looked like a yeti in her own home because it was so cold. I started laughing out of the ridonculousness of everything that surrounds us these days, and I still chuckle each time when I pull into our street because I can barely get through.

HOWEVER, THINGS COULD BE MUCH WORSE.

85 hours of snow. I love David Epstein’s weather reports on Boston.com. When I first heard about the 85 hours of snow that we’re about to get, I read that back in 1969 between February 22nd and February 28th, it snowed for a total of 100 hours. Can you imagine? At least, they’re predicting ONLY 85 for us. It could be worse.

My wrist. Today, I fell during a run and hurt my wrist. Great! I guess it was just a matter of time. However, at least I’m not in the middle of the Andes with medical care two day hikes away and Matt having to make me a splint out of twigs. Re-read my story here. This time, I can zip my jacket and tie my hair. It’s inconvenient but I’m nice and comfortable in my own home and can live with this. Hey, I’m sitting here writing this post and only have a bandage on. It could be worse.

Work. Matt and I can both consider ourselves lucky that we work somewhere where we can take our laptops and work from home during a snow emergency. Not everyone can do that. In an article today on WBUR called “A Blizzard of Perspective“, I read about a woman who had to spend hours on many buses getting to work and then making her 3-year old walk up a snowy and steep hill because she couldn’t carry her daughter because of all the snow. Think again before you complain. It could be much worse.

So here’s to being grateful for what we have and for getting close to the acceptance stage. It is what it is. We will get through this and the first day of spring will be epic. For the love of Boston…

Sigh. Seufz.

Sigh. Seufz.

Am Mittwoch war ich in einer Bar in Cambridge und sah einen Bierdeckel von Sam Adams, auf dem stand: FOR THE LOVE OF BOSTON (für die Liebe zu Boston). Mir hat der so gut gefallen, dass ich ihn mitgenommen habe. Die letzten beiden Wochen in Boston waren hart und es wird noch härter, denn wir warten gerade auf 85 Stunden durchgehenden Schnee, der heute Abend beginnen soll. Das letzte, was ich im Radio gehört habe, waren 25-40 cm über die nächsten drei Tage. Wollt ihr uns verarschen?

Auf Boston.com war vor kurzem ein Artikel über die fünf Trauerphasen, Neuengland-Ausgabe. Wir leugnen zuerst, werden wütend, verhandeln und sind depressiv, bevor wir letztendlich unsere Situation akzeptieren. Wie ihr vielleicht festgestellt habt, war ich bei meinem letzten Eintrag definitiv wütend und diese Woche echt deprimiert, als ich Mittwochmorgen im Auto ausgerastet bin, weil ich einfach nicht mehr konnte.

Bevor ich allerdings alles akzeptiere, befinde ich mich gerade in der Phase der Albernheit. Es fing Donnerstagabend an, als ich mit meiner Freundin Maren in New Hampshire hin- und herschrieb. Wir schickten und gegenseitig Pistolen und Bomben und sie sagte, dass sie zu Hause wie ein Yeti aussähe, weil es so kalt war. Ich musste anfangen zu lachen, weil die letzten Tage hier alles so unglaublich bescheuert ist und ich kichere immer noch jedes Mal, wenn ich versuche, in unsere Straße einzubiegen, in die man kaum reinkommt.

ES KÖNNTE ALLERDINGS ALLES VIEL SCHLIMMER SEIN. 

85 Stunden Schnee. Ich lese ja so gerne die Wetterberichte von David Epstein auf Boston.com. Als ich zuerst von den 85 Stunden Schnee hörte, die uns jetzt erwarten, las ich auch, dass es vom 22. bis 28. Februar 1969 insgesamt 100 Stunden am Stück schneite. Könnt ihr euch das vorstellen? Wenigstens werden es bei uns NUR 85 Stunden. Es könnte schlimmer sein.

Mein Handgelenk. Heute bin ich beim Laufen hingefallen und habe mir mein Handgelenk weh getan. Toll! Es war wohl nur eine Frage der Zeit. Na ja, wenigstens bin ich nicht mitten in den Anden und zwei Tageswanderungen von medizinischer Versorgung entfernt und Matt muss mir keine Schiene aus Zweigen machen. Hier noch mal die Geschichte. Diesmal kann ich den Reißverschluss meiner Jacke zumachen und mir einen Zopf machen. Es ist unangenehm, aber ich bin hier gemütlich zu Hause und irgendwie wird das schon. Hey, ich sitze hier und kann diesen Bericht schreiben und habe nur ein bisschen Verband. Es könnte schlimmer sein.

Die Arbeit. Matt und ich können beide froh sein, dass wir wo arbeiten, wo wir bei Schneewarnungen unsere Laptops mitnehmen und von zu Hause aus arbeiten können. Nicht jeder kann das. In einem Artikel auf WBUR mit dem Namen “A Blizzard of Perspective” (Ein Blizzard der Perspektive), ging es um eine Frau, die stundenlang mit Bussen zur Arbeit fahren musste und ihr dreijähriges Kind zwingen musste, einen verschneiten und steilen Berg hochzulaufen, weil sie ihre Tochter aufgrund des Schnees nicht mehr selbst tragen konnte. Denkt also nach, bevor ihr euch beschwert. Es könnte viel schlimmer sein.

Lasst uns also dankbar sein für alles, was wir haben und die Lage bald akzeptieren. Kann man nichts machen. Irgendwie kommen wir schon durch und der erste Frühlingstag wird legendär. For the love of Boston…

Feeding the meter can be rough these days. Die Parkuhr füttern kann momentan eine echte Herausforderung sein.

Feeding a meter can be rough these days. Die Parkuhr füttern kann momentan eine echte Herausforderung sein.